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Nach Ägypten exportieren/aus Ägypten importieren

Grenzen engen uns ein: Wir helfen Ihnen dabei, Ihre geschäftlichenGrenzen zu überwinden und im Ausland Erfolg zu haben

Das Exporthandbuch

Warum exportieren? Ganz einfach: Der Markt in Österreich ist begrenzt. Allein der bayrische Markt ist eineinhalb Mal größer als der österreichische. Genauso einfach ist es aber, diese Grenze zu durchbrechen, denn Exportieren ist leichter als man denkt: Die Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftskammer Tirol haben in ihrem ausführlichen Exporthandbuch zusammengefasst, was Sie bei Ihren ersten Schritten über die Grenze beachten sollten. Von A wie Ausfuhrbeschränkungen bis Z wie Zollbestimmungen.

Dazu gibt es Startgeld für Mutige: Die Internationalisierungsoffensive go-international unterstützt Sie auch finanziell bei Ihren Internationalisierungsbestrebungen.

Sie wollen Ihr erstes Mal wagen? Unsere Fachleute aus den Landeskammern helfen Ihnen beim Schritt über die Grenze. Melden Sie sich einfach! 

Mit einem Klick in neue Märkte: Das Exporthandbuch der Wirtschaftskammer Tirol.

Wir unterstützen bei Export und Import

Damit Ihr geschäftlicher Grenzübertritt kein Sprung ins kalte Wasser wird, beraten wir Sie bei Ihren Export- und Importvorhaben. Und wir wollen, dass Sie möglichst weit springen: Die Internationalisierungsoffensive go-international bietet viele verschiedene Förderprogramme für Markteintritt, Marktbearbeitung und das Bezugsquellengeschäft im Ausland.

Starthilfe für Exporteurinnen und Exporteure

Wer ganz am Anfang steht, den nehmen unsere Fachleute aus den Landeskammern an der Hand und unter die Lupe. Sie prüfen mit Ihnen, ob Sie ausreichend auf Ihr Vorhaben vorbereitet sind, helfen bei der Einschätzung von Aufwand und Erfolgsaussichten und definieren mit Ihnen Zielgruppen und Testmärkte. Am Ende wird aus Ihrer Idee eine Strategie. Die macht dem AußenwirtschaftsCenter, das Ihren ersten Markteintritt begleitet, die Suche nach Partnerinnen und Partnern leicht.

Geben Sie den Kolleginnen und Kollegen in Ihrer Landeskammer Bescheid! Gemeinsam machen wir die ersten Schritte in den Export

Exportfinanzierung

Nur wer sät, kann auch ernten. Gerade beim Geschäft über die Grenze dürfen Vorlaufkosten und Risiken nicht unterschätzt werden. Hausbanken, Exportfonds, Kontrollbank, AWS und private Exportversicherer haben viele Antworten auf Fragen zu Finanzierung, Absicherung von Exportgeschäften und Direktinvestitionen.

Unsere Expertinnen und Experten suchen mit Ihnen die beste Lösung und geeignete Partner. Melden Sie sich bei uns!

Exportförderungen

Sie wollen erstmalig exportieren oder einen neuen Exportmarkt erschließen? Sie möchten wissen, welche Fördermöglichkeiten dafür vorgesehen sind? Bei einem Beratungsgespräch evaluieren wir mit Ihnen die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten und schnüren ein maßgeschneidertes Exportförderpaket für Ihr Exportvorhaben.

Wir haben den Überblick über alle Fördermaßnahmen und sorgen dafür, dass Sie sich im Förderdschungel zurechtfinden!

Auslandsaktivitäten absichern und finanzieren

Risiken kann man selten ausschließen. – Aber man kann sie minimieren: Mit den Exporthaftungen des Bundes und Refinanzierungen über Ihre Hausbank bietet die Österreichische Kontrollbank (OeKB) kräftige Instrumente, die Österreichs Unternehmen und ihre Partner im weltweiten Wettbewerb stärken.

Hier finden Sie die aktuellen Deckungsrichtlinien für Projektgeschäfte, Investitionsgüterlieferungen und Beteiligungen in Ägypten.

Exportabwicklung und Exportdokumente

Unsere Exportprofis

  • beraten Sie bei Zollverfahren,
  • helfen Ihnen bei den Exportdokumenten, die Ihre Exportware begleiten,
  • wissen alles über Ausfuhrbestimmungen und Ausfuhrkontrolle und
  • unterstützen Sie bei der Feststellung des Ursprungs Ihres Exportproduktes.
  • Kurzum: Wir sind Ihre Berater in allen Fragen der Exportabwicklung!

Die Spezialistinnen und Spezialisten in den Landeskammern wissen über Ursprungszeugnisse, Carnet ATA und sonstige für den Export notwendige Dokumente Bescheid und beglaubigen diese auch gerne gleich für Sie.

Importberatung

Man kann sogar von Zuhause aus international tätig sein: Auch andere Märkte haben schöne Produkte und Dienstleistungen. Damit Ihre Lieferungen aus dem Ausland auch reibungslos zu Ihnen finden, haben die Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftskammer Tirol in ihrem ausführlichen Importhandbuch zusammengefasst, was Sie bei der Einfuhr oder Verbringung von Waren nach Österreich beachten müssen.

Sie wollen importieren? Die Spezialistinnen und Spezialisten in den Landeskammern helfen Ihnen dabei, alle Welt nach Österreich zu holen. Melden Sie sich einfach! 

Mit einem Klick in neue Märkte: Das Importhandbuch der Wirtschaftskammer Tirol.

Bezugsquellen

Wer im Wettbewerb bestehen will, muss ständig sicherstellen, die notwendigen Vorprodukte in der notwendigen Qualität von verlässlichen Lieferantinnen und Lieferanten zu den bestmöglichen Preisen zuzukaufen. Wir identifizieren diese Lieferantinnen und Lieferanten, prüfen deren Bonität und Leistungsfähigkeit, übermitteln Ihre Spezifikationen und holen Angebote ein. Wenn Sie Wert auf Diskretion legen, können Sie sich dabei auch gerne am Anfang hinter uns verstecken. Und dass wir Sie dann auch bei der Abwicklung eines Beschaffungsgeschäftes unterstützen, versteht sich von selbst.

Sie wollen sich eines unserer AußenwirtschaftsCenter als Einkaufsorganisation an Bord holen? Hier gibt es Unterstützung auf den Beschaffungsmärkten dieser Welt

Marktanalysen

Ein Überblick über die Absatz- und Konkurrenzsituation in einem Zielmarkt gehört ganz oben in den Werkzeugkasten einer Exporteurin und eines Exporteurs. Der Aufstieg zur Aussichtsplattform ist mit uns ein Spaziergang. Jede Warenlieferung über jede Grenze wird weltweit statistisch erfasst. Wir wissen, wie viele Bohrmaschinen Brasilien importiert oder wohin Belgien Babynahrung liefert.

Die Expertinnen und Experten in unserem Servicecenter in Wien werten den Zahlensalat einer riesigen Datenbanken für Sie aus, sagen Ihnen, welche Informationen Sie brauchen, und liefern maßgeschneiderte Warenstromanalysen, die Ihnen helfen, Ihre Nische zu finden.

Zoll- und Importbestimmungen

Importbestimmungen

Die Importbestimmungen werden seit 2015 stetig Ägypten verschärft. Zusätzlich werden Prüfungen der Dokumente genauer gehandhabt. Die Regelungen des Zollamts und der zuständigen Behörden ändern sich ständig bzw. werden diese in Praxis teilweise unterschiedlich gehandhabt. Es wird regelrecht daran gearbeitet Importe zu reduzieren.

Verpflichtende Produktregistrierung bei GOEIC

Um Textilien oder Bekleidung nach Ägypten importieren zu dürfen (bis Ende 2003 bestand Importverbot für Bekleidung), müssen sich seit 2004 ausländische Hersteller von Textilien und Bekleidung bei der General Organization for Export & Import Control - GOEIC registrieren lassen. Weiter Importhemmnisse wurden im Rahmen des verschärften Devisenkontrollregimes und Schutz der ägyptischen Industrie eingeführt. So müssen sich seit März 2016 die Exporteure von diversen anderen Waren bei der GOEIC registrieren. Die Registrierung bei der Behörde muss durch einen legalen Vertreter der Firma bzw. dem Inhaber der Handelsmarke (bzw. dessen autorisierten Vertreters) mitsamt diversen Dokumenten erfolgen.  Hierbei wird unterschieden, ob sich ein Hersteller oder Inhaber einer Handelsmarke registrieren möchte.

Laut Behörde sollen sich Exporteure an folgende Liste halten

  • Milch und Milchprodukte (außer Babymilch) für den Einzelhandel in 2-kg-Verpackungen für den Direktkonsum
  • Obstkonserven und Trockenfrüchte für den Einzelhandel in 2-kg-Verpackungen für den Direktkonsum
  • Öl und Fett für den Einzelhandel, nicht größer als in 5-kg-Verpackungen
  • Schokolade und Schokolade und Kakaohaltige Lebensmittel für den Einzelhandel in 2-kg-Verpackungen für den Direktkonsum
  • Zuckerwaren
  • Teigwaren und Lebensmittel aus Frühstücksflocken, Brot und Backwaren (außer leere Kapseln für pharmazeutische Zwecke)
  • Fruchtsäfte für den Einzelhandel, in weniger als 10 kg abgepackt
  • Natürliches-, Mineral-, Sodawasser und alkoholfreie Getränke
  • Make-up, Kosmetika, Mund- und Zahnpflegeprodukte, Deodorants, Pflegeprodukte und Parfüms
  • Tafelgeschirr, Besteck und Küchengeräte
  • Badewannen, Spülbecken, Waschbecken, Toiletten, Toilettensitze und deren Deckel sowie ähnliche Artikel für den Sanitärbereich
  • Toilettenpapier, Kosmetikpapier, Windeln und Hand- und Tischtücher
  • Boden- und Wandfliesen
  • Glasartikel: Tafelglas, Glasartikel für die Küchengebrauch
  • Bewehrungsstahl
  • Haushaltsgeräte (Herde, Kühlschränke, Klimaanlagen, Ventilatoren, Waschmaschinen, elektrische Wasserboiler, Grillgeräte, Fernseher, Radios etc.)
  • Wohn- und Büromöbel
  • Fahrräder, Motorräder
  • Uhren
  • Wohnbeleuchtungen 
  • Kinderspielzeug
  • Kleidung und Textilien, Möbelstoffe außer Schutzkleidung, Tauchkleidung und Kleidung für den medizinischen Bereich
  • Teppiche, Boden- und Wandbeläge, textile und nicht-textile Teppiche
  • Schuhe
  • Koffer
  • Verpackungsmaterialien
  • Rasierklingen und Haarprodukte
  • Telefongeräte

Der Produzent der Ware bzw. sein rechtlicher Vertreter kann sich im Falle von Zweifel seitens der ägyptischen Behörde an der Korrektheit der vorgelegten Dokumente und auf dessen Antrag einer Inspektion durch ein technisches Team unterziehen. Dieses soll sicherstellen, dass Sicherheits- und Gesundheitsstandards sowie die Richtlinien der International Labour Organisation eingehalten werden.

Diese neuen Hemmnisse erhöhen die Markteintrittsbarrieren für neue Exporteure und Exporteure mit geringeren Mengen.

Für Firmen im Textilsektor mit Sitz in der EU kommt ein vereinfachtes Anmeldeverfahren zur Anwendung, wobei die Bekanntgabe von Firmendaten und Markennamen sowie der Nachweis eines ISO Qualitätszertifikats für den Produktionsstandort ausreichen.

Es gilt nun auch das vereinfachte Meldeverfahren für jene, außerhalb der EU gelegenen Produktionsstandorte, falls diese Tochterunternehmen von EU-Textilbetrieben sind sowie Bekleidung und Textilien unter einem Markennamen herstellen, der im Besitz eines EU-Unternehmens ist. Dieser Produktionsstandort muss den Nachweis eines Qualitätskontrollsystems erbringen. Das GOIEC akzeptiert dafür Zertifikate all jener Stellen, die vom National Accreditation Body (NAB) des jeweiligen Landes anerkannt werden. Das NAB wiederum muss Mitglied des International Accreditation Forum sein. Weitere Informationen unter www.iaf.nu.

Warenverschiffung nach Ägypten - Inspektion vor Verschiffung

Importe von vielen Waren in Ägypten unterliegen einer Inspektion vor Verschiffung der Ware (Pre Shipment Inspection, PSI). Per Dekret 991-2015 des Handels- und Industrieministeriums gilt diese Neuerung ab der Veröffentlichung des Dekretes und somit seit 30.12.2015. Ausgenommen sind Produkte von Firmen, welche eine Eintragung in der White Liste bei der General Organisation for Export und Import Control - GOEIC gemäß Artikel 94 aus 770/2005 vorweisen können.

Betroffene Produkte sind

  • Milch und Milchprodukte für den Einzelhandel
  • Obstkonserven und Trockenfrüchte für den Einzelhandel
  • Öl und Fett für den Einzelhandel
  • Schokolade und Schokolade und Kakaohaltige Lebensmittel für den Einzelhandel
  • Zuckerwaren
  • Teigwaren und Lebensmittebestandteile für Frühstücksflocken, Brot und Backwaren
  • Fruchtsäfte für den Einzelhandel
  • Natürliches-, Mineral- und Sodawasser
  • Make-up, Kosmetika, Oral- und Zahnpflegeprodukte, Deodorant, Pflegeprodukte und Parfümbestandteile
  • Seife und Tenside die als Seife benutzt werden für den Einzelhandel
  • Bodenbeläge
  • Geschirr, Besteck und Küchengeschirr
  • Badewannen, Spülbecken, Waschbecken, Toiletten, Toilettensitze und deren Deckel
  • Toilettenpapier, Kosmetikpapier, Windeln und Handtücher
  • Kacheln und Fliesen für den Hausgebrauch
  • Glasgeschirr
  • Armierungseisen
  • Haushaltsgeräte (Herde, Fritteusen, Klimaanlagen, Ventilatoren, Waschmaschinen, Mixgeräte und Heizungen)
  • Haus- und Büromöbel
  • Regelmäßige Fahrräder, Motorräder und Motorfahrräder
  • Uhren
  • Leuchtgeräte für den Hausgebrauch
  • Spielzeuge

Detaillierte Informationen zu den Produkten bzw. etwaiger Eingrenzungen und Definitionen werden laufend nachjustiert.

Die anerkannten ausländischen Zertifizierungs- bzw. Inspektionsstellen sind laut GOIEC:

  • Cotecna
  • SGS
  • Intertek
  • Bureau Veritas
  • Group ViTSAN / Applus / EGESCOQuality
  • China Certification & Inspection Group (CCIC)
  • TÜV Rheinland

Gemäß GOIEC kontaktiert der Importeur die Inspektionsfirma in Ägypten und diese macht mit dem Counterpart im Ausland einen Termin zur Inspektion.

Gebrauchte Waren

Die Einfuhr von gebrauchten Waren, ausgenommen Maschinen und Ersatzteile, ist an bestimmte Bedingungen und Genehmigungen gebunden. Eine in den letzten Jahren beträchtlich ausgeweitete Liste führt jene Produkte an, die vor ihrer Abfertigung zum freien Verkehr einer kostenpflichtigen und oft zeitaufwendigen amtlichen Qualitätskontrolle unterzogen werden.

Temporäre Einfuhrbestimmungen

In den meisten Fällen übernimmt der lokale Partner die Garantieerklärung für die vorübergehend eingeführten Werkzeuge bzw. Ausrüstung, wobei dieser ein an die Zollbehörde gerichtetes Schreiben in arabischer Sprache ausstellt, in dem der Zweck der Einfuhr und die Waren samt genauer Beschreibung angeführt werden. Es muss auch angegeben sein, wofür und wo bzw. für welches Projekt die Waren verwendet werden. Gleichzeitig bürgt die ägyptische Firma/Behörde in diesem Schreiben für die Wiederausfuhr der Geräte bzw. Ausrüstungen.

Es müssen die Rechnung, Packliste und Frachtbrief in allen Angaben genau übereinstimmen, was Inhalt der Ware plus sämtliches Zubehör anbelangt. Die Werkzeuge und eventuell jedes einzelne, zusätzliche Teil oder Zubehör (z.B. Kabeln, Stecker etc.) muss genau beschrieben und auf der Packliste angegeben sein. Sollten Flüssigkeiten dabei sein, bedürfen diese aus derzeit geltenden strengen Sicherheitsvorschriften spezieller Einfuhrgenehmigungen und Inspektion auf Gefährlichkeit bzw. Explosionsgefahr, bevor diese frei gegeben werden. Auch die Flüssigkeiten müssen genaue Angaben über Inhalt, Zusammensetzung, Gefahren und Anwendungsgebiete aufweisen. Diese Angaben müssen auf den Behältern aufscheinen.

Zur Vermeidung von langwierigen Auslöseprozeduren und Stand- sowie Auslösegebühren empfehlen wir unbedingt, dass der lokale Spediteur vor Verschiffung der Waren mit Kopien der Unterlagen bei der zuständigen Zollbehörde bzw. der unten angeführten Kontaktstelle abstimmt, wie die Freigabe der Lieferung zur temporären Einfuhr am besten und schnellsten abgewickelt werden kann. Es empfiehlt sich auch abzuklären, ob für den Zollagenten beglaubigte Vollmachtschreiben ausgestellt werden müssen, oder ob ohnehin Generalvollmachten vorliegen.

Die Wiederausfuhr der Werkzeuge sollte innerhalb von sechs Monaten sein.

Falls Ihr lokaler Partner keine Garantieerklärung bereitstellen möchte, gibt es auch zwei andere Alternativen:

  1. Sie bezahlen den vollen Zollwert (in bar) der eingeführten Ausrüstung (Prozentsatz und Wert bestimmt der Zoll); bei Abreise und Ausfuhr der Ausrüstung wird Ihnen der Betrag abzüglich einer Bearbeitungsgebühr des Zolls rückerstattet. Aus bürokratischen Gründen verläuft die Rückvergütung von entrichteten Steuern und Abgaben sehr langwierig. Kalkulieren Sie bitte auch genügend Zeit für die Prozedur der Rückerstattung und Kontrolle der Ausrüstung ein. Wir halten fest, dass der Zoll die Wiederausfuhr jedes einzelnen Stückes prüft und bei Fehlen eines Stückes der entsprechende Zollbetrag plus Mehrwertsteuer (VAT) in Abzug gebracht wird. 
    Den als Kaution zu hinterlegenden Geldbetrag kann man im Vorhinein nicht berechnen. Dies wird erst anlässlich der Einfuhr von der Zollbehörde bei Inspektion der Ausrüstung und Vergleich mit der Aufstellung in der Warenliste anhand von internen Listen berechnet.
  2. Sie hinterlegen bei Ankunft am Zollamt eine Bankgarantie, die Sie anlässlich der Ausfuhr der gesamten Geräte wieder zurückbekommen. Eine Liste der gesamten Ausrüstung muss beigefügt sein (Bezeichnung, Anzahl, Seriennummer, Marke, Beschreibung, Wert, etc.)

Anmerkung zu Bankgarantien:

Folgende Formulierung ist erforderlich: "The bank will pay the Egyptian Customs the fees requested if the accompanying persons of (Name ....), Austria, did not re-export the equipment at the end of their mission".

Diejenige Bank in Österreich, die die Bankgarantie übernimmt, muss in einem in englischer oder arabischer Sprache verfassten Brief an die ägyptische Zollbehörde (Director of the Cairo Airport Customs Authority) bestätigen, dass sie die Begleichung der auf den Gesamtwert der Geräte (Betrag des Wertes angeben) anfallenden Zölle und Steuern übernimmt, im Falle, dass die Ausrüstung nicht wieder ausgeführt wird. Weiteres muss die österreichische Bank unbedingt eine anerkannte Korrespondenzbank oder eine Filiale in Ägypten haben, damit im Falle der Nichtwiederausfuhr die Zollbehörde darauf zurückgreifen kann.

Normalerweise stellt die Ausstellung eines Garantiebriefes eine Routinetransaktion für die Bank in Österreich dar. Der im Brief erwähnte Wertbetrag entspricht dem Gesamtwert der Ausrüstung, welche anlässlich der Einreise vorübergehend eingeführt wird. Sie müssten für die Ausstellung des Garantiebriefes ein Exemplar der Liste der Geräte der Bank überlassen.

Gemäß Auskunft der Zollbehörde in Alexandria muss der Container mit dem Werkzeug von einem Ursprungszeugnis begleitet sein, auch wenn diese Lieferung nicht zu Handelszwecken eingeführt wird.

Zu den Kosten bzw. Gebühren im Rahmen einer temporären Einfuhr verfügt das AußenwirtschaftsCenter Kairo über keine Angaben. Wir empfehlen Ihnen jedoch, sich diesbezüglich über Ihren Spediteur bzw. dessen lokalen Partner in Ägypten zu informieren.

Zollbestimmungen

Der ägyptische Zolltarif folgt dem Harmonisierten System (HS). Die Zollsätze wurden zuletzt per Präsidialdekret Nr. 419 im Oktober 2018  für einige Importwaren drastisch erhöht, um die lokale Produktion zu schützen. Generell bewegen sich die Zollsätze innerhalt der sechs geltenden Zolltarifstufen zwischen 5 und 60 %, bis auf einige Ausnahmen wie z.B. Alkohol, Tabak und Kraftfahrzeuge mit hohem Hubraum.

Mit 1. Juni 2004 ist das Assoziationsabkommen zwischen der Europäischen Union und Ägypten offiziell in Kraft getreten. Ziel dieses Abkommens ist die Schaffung einer Freihandelszone zwischen der EU und Ägypten mit einer Übergangsperiode von 15 Jahren. Den Text, samt Anhängen und Protokollen des Abkommens findet man bei EUR-Lex. Seit Inkrafttreten dieses Abkommens werden gegenseitige Zollpräferenzen angewendet. Dies beinhaltet einen stufenweisen Zollabbau zugunsten von Ursprungswaren der Europäischen Union beziehungsweise Ägyptens. Inzwischen sind die meisten präferierten Waren ab 2016 Zollfrei. Eine detaillierte Aufstellung der Warengruppen nach Zolltarifnummern und deren Anpassungszeitraum bis zum Zollabbau findet man ebenfalls unter oben angegebenem Link.

Investitionsgüter und Vormaterialen für Joint Ventures und Vormaterialien für Montagewerke kommen unter Umständen in den Genuss von Zollbegünstigungen.

Sonstige Einfuhrabgaben

Mehrwertsteuer (Value Added Tax): Die Mehrwertsteuer wird bei Importwaren vom verzollten cif-Wert berechnet und beträgt im Allgemeinen 14% . Für bestimmte Waren gelten niedrigere Sätze von 8% Ausgenommen sind lediglich unter anderen Grundnahrungsmittel, Agrarprodukte, Medikamente, Babymilch und Rohstoffe.

Muster

Warenmuster ohne Wert und Werbematerialien, die von ausländischen Lieferfirmen an ägyptische Vertreter und Importeure geschickt werden, sind an sich vom Zoll ohne weiteres zur Einfuhr abzufertigen. Werbematerialien sind mit der Firma des Lieferanten und dem Vermerk "Not for sale. For advertising purposes only." zu kennzeichnen; es gelten auf den Empfänger bezogene Jahreswertgrenzen. Hinsichtlich Import von Bekleidung, darunter fallen auch Werbe-T-Shirts und Werbekappen, sind Importbeschränkungen  zu beachten. Filme müssen der staatlichen Zensur gestellt werden. In der Praxis ist die Auslösung von Mustern und Werbematerialien aus dem Zoll kompliziert und zeitaufwendig, dass viele Empfänger die Sendung gar nicht annehmen beziehungsweise den vollen Zoll zahlen.

Bei Postsendungen von Warenmustern mit Handelswert sind die Einfuhrabgaben zu entrichten. Ersatzteile und Zubehör sind grundsätzlich immer zu verzollen, weil mit deren Reexport nicht gerechnet wird.

Geschenke

Geschenksendungen sind ohne weiteres zum freien Verkehr abzufertigen, wenn sie als solche deklariert sind und nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind. Sendungen mit einem Wert über 1.000 US-Dollar werden hinsichtlich Importabwicklung als Handelssendung betrachtet.

Vorschriften für Versand per Post

Postsendungen erfordern eine internationale Paketkarte, drei Zollinhaltserklärungen (Englisch oder Französisch) und eine Handelsrechnung. Das Höchstgewicht beträgt 20 kg. Bei Postsendungen aller Art ist oft mit großen Verzögerungen beziehungsweise Unregelmäßigkeiten in der Zustellung zu rechnen, es ist daher ein Versand mit Expresskurierdiensten empfehlenswert.

Verpackungsvorschriften, Ursprungsbezeichnung

Auf der Verpackung sind fest angebracht, leserlich und unverwischbar (für Waren, die zum Zweck des Handels importiert werden) in arabischer Sprache die Firma des Herstellers, die Bezeichnung des Produkts und das Ursprungsland anzugeben.

Für Lieferungen, die direkt an den Endverbraucher versendet werden, kann die Ursprungskennzeichnung auf Englisch durchgeführt werden.

Auf Maschinen, Geräten und Ausrüstungsgegenständen sind diese Angaben zusätzlich auch direkt anzubringen. Die Verwendung der arabischen Sprache ist nicht erforderlich, wenn die Maschinen direkt an den Endkunden/Projekt geliefert werden. Des Weiteren müssen auf Maschinen und Geräten die technischen Spezifikationen mittels fest haftender Plakette angebracht werden. Ferner ist eine Broschüre mit einer technischen Zeichnung, einer Gebrauchsanleitung und Sicherheitshinweisen in arabischer Sprache beizulegen.

Bei Ersatzteilen muss jedes einzeln verpackte Teil mittels Etikette auf deren Verpackung gekennzeichnet sein.

Handelt es sich um Lebensmittel, müssen am Produkt auch in arabischer Sprache Markenname, Erzeuger, Ursprungsland, Importeur (samt Anschrift und Telefonnummer), Inhalt, Gewicht, Zusammensetzung, Datum der Erzeugung und Aufbrauchfrist angeführt werden. Aufbrauchfristen sind durch Verordnung vorgegeben. Ist im Zeitpunkt der Einfuhr schon mehr als die halbe Aufbrauchfrist abgelaufen, wird die Ware zurückgewiesen.

Für eine Reihe von Produkten, z.B. Fleisch und Textilien, gelten besondere Kennzeichnungs-Vorschriften.

Es wird empfohlen, vor Versendung der Exportware die Importbestimmungen und insbesondere die Kennzeichnungsvorschriften genau mit Ihrem Partner oder Importeur in Ägypten abzustimmen.

Bei unzureichender Kennzeichnung der Ware wird für Waren EU-Ursprungs der volle Zollsatz verrechnet, auch wenn diese normalerweise begünstigten Zollsätzen unterliegen würden. Um Streitigkeiten und Entschädigungszahlungen seitens des Importeurs bzw. hohe Lagergebühren und Zeitverlust zu vermeiden, lassen Sie sich die für Ihre Lieferungen zutreffenden Importvorschriften schriftlich von Ihrem Partner bestätigen.

Warenlieferungen EU-Ursprungs, die im Rahmen des EU-Assoziationsabkommens von begünstigten Zolltarifen profitieren (meistens 0 %) kommen nur in den Genuss der Zollreduktion, wenn die Ware ordnungsgemäß gekennzeichnet ist.

Sollte die Ursprungskennzeichnung einer Lieferung nicht vorschriftsmäßig erfolgen, wird für diese der volle Zollsatz (Normalzollsatz) angewendet. Hinzu kommt eine Mehrwertsteuer im Ausmaß von 14% .

Eine Liste der Waren, auf die ein reduzierter Prozentsatz bzw. keine Mehrwertsteuer eingehoben wird liegt am AußenwirtschaftsCenter Kairo auf.

Die Anwendung des den Warenverkehr für Verpackungsholz regelnde FAO ISPM Standard Nr. 15 hat seit 1. Oktober 2005 Gültigkeit und ist gemäß Auskunft des ägyptischen Landwirtschaftsministeriums in Kraft. Demnach müssen alle in Ägypten ankommenden Holzverpackungen aus allen Ländern gemäß ISPM Standard Nr. 15: „Guidlines for Regulating Wood Packaging Material in International Trade“ behandelt (durch Hitze oder Begasung mit Methylbromid) und zertifiziert werden. Die Paletten beziehungsweise Holzverpackung müssen eine Kennzeichnung gemäß IPPC (=Stempel) tragen (Codes, die Angaben über Art der Behandlung, Ländercode etc. enthalten. Die Richtlinien können unter der Homepage www.ippc.int entnommen werden. Die Zertifizierung wird in Österreich durch das Landwirtschaftsministerium vorgenommen.

Begleitpapiere

Die folgenden Warenbegleitpapiere sind für Exporte nach Ägypten notwendig:

  • Ursprungszeugnis (Ursprungsnachweis) bzw. EUR1 Warenverkehrsbescheinigung für Waren EU-Ursprungs

Man benötigt eine EU-Warenverkehrsbescheinigung (EUR1) als Ursprungsnachweis, um in den Genuss der Zollreduktion zu kommen, falls die eingeführte Ware im Rahmen des EU-Assoziationsabkommens mit Ägypten präferiert ist. Dieses muss gemäß EU-Assoziationsabkommen nicht von der ägyptischen Botschaft in Wien legalisiert werden. Als Ursprungsnachweis wird auch die „Erklärung des ermächtigten Ausführers“ auf der Exportrechnung anerkannt.

Ursprungszeugnisse, die den Ursprung von Waren aus nicht EU-Ländern nachweisen (z.B. China, USA), sind der ägyptischen Botschaft bzw. im Wege der Österreichisch-Arabischen Handelskammer zwecks Legalisierung vorzulegen.

  • Exportrechnung zweifach, in englischer, französischer oder arabischer Sprache, Vidierung durch das Zollamt (bei EUR1-Warenverkehrsbescheinigung), versehen mit dem Rundstempel der zuständigen Wirtschaftskammer in Österreich – E-Signaturen werden von den lokalen Behörden nicht anerkannt
  • Frachtbrief/Bill of Lading dreifach und drei Kopien.
  • Packlisten zweifach.

Das Zolldekret 202-2015 verlangt die Beglaubigung des Ursprungszeugnisses bei der zuständigen ägyptischen Botschaft. Laut Auskünften der Behörde ist die Ursprungsbezeugung wie in internationalen Abkommen geregelt (Bsp. laut Assoziationsabkommen mit der EU via EUR1 bzw. via Ursprungserklärung durch den ermächtigten Ausführer auf der Exportrechnung) ausgenommen.

Gemäß der Zolldirektion gelten für den Warenimport in Ägypten die folgenden Bestimmungen im Zusammenhang mit der Vorlage bzw. Beglaubigung von Exportrechnungen bzw. Ursprungsnachweisen:

Ursprung der Ware aus Europa:

  1. EUR 1 (vom Zoll ausgestellt)
  2. Exportrechnung muss Stempel der zuständigen Handelskammer aufweisen, E-Signaturen werden von den ägyptischen Behörden nicht anerkannt.
  3. Anmerkung: Produkte mit einem europäischen Wertschöpfungsanteil von mindestens 40 % gelten als Waren europäischen Ursprungs.
  4. Im Rahmen des EU-Assoziationsabkommens sind bestimmte Waren europäischen Ursprungs bevorzugt, d.h. es fällt ein geringerer Zollsatz an. Um in den Genuss der Zollreduktion zu kommen, benötigt man die EUR1 Warenverkehrsbescheinigung.

Alternativ

  • Ursprungserklärungen des ermächtigen Ausführers auf der Exportrechnung: (Ausstellung durch Exporteur):
    • Diese müssen von der zuständigen Handelskammer gestempelt sein (Rundstempel).
    • Gemäß Art. 22 (Protokoll 4) des EU-Assoziationsabkommen mit Ägypten kann der sogenannte "ermächtigten Ausführer" Ursprungserklärungen auf der Exportrechnung unabhängig vom Warenwert ausstellen. Der Status wird von der in Österreich zuständigen Zollverwaltung mittels Bescheid zuerkannt. Der Bescheid enthält u.a. die Bewilligungsnummer. Diese ist in der Ursprungserklärung aufzuführen.
    • Solche Ursprungserklärungen (UE) berechtigen ebenfalls zu EU-Präferenzzöllen.
    • Die Erklärung des ermächtigten Ausführers muss ordnungsgemäß und firmenmäßig gestempelt und mit einer Unterschrift versehen sein, welche unterhalb derer nochmals mit Blockbuchstaben geschrieben sein muss.

Alternativ

  • 1) Ursprungszeugnis (Ursprungsnachweis) anstelle des EUR1, von der zuständigen Handelskammer gestempelt und beglaubigt seitens der ägyptischen Botschaft.
    • Ein normales Ursprungszeugnis berechtigt nicht zur Zollreduktion (siehe oben)
  • 2)  Exportrechnung muss von der zuständigen Handelskammer gestempelt sein

Ursprung der Ware aus Ländern, die mit Ägypten ein Handelsabkommen
unterhalten (z.B. GAFTA, EFTA):

  • 1) Ursprungszeugnis von der zuständigen Handelskammer gestempelt und beglaubigt seitens der ägyptischen Botschaft.
  • 2) Rechnung muss mit dem Stempel der zuständigen Handelskammer versehen sein
  • 3) Nur im Falle, dass der Hersteller der Ware die Exportrechnung ausstellt, wird diese auch als Ursprungsdeklarierung akzeptiert, d.h. es muss kein zusätzliches Ursprungszeugnis beigebracht werden.
  • 4) Vorausgesetzt: es handelt sich um ein Original der Exportrechnung und die Rechnung ist mit dem Vermerk „Made in -------„versehen.
  • 5) Entgegen früheren Aussagen der ägyptischen Zollbehörde in Alexandria muss jedoch diese Exportrechnung den Stempel der zuständigen Handelskammer aufweisen, da sie als Ersatz für das Ursprungszeugnis gilt. 

Ursprung der Ware aus Ländern, die keine Handelsabkommen mit Ägypten unterhalten (z.B. USA, China)

  • 1) Ursprungszeugnis muss den Stempel der zuständigen Handelskammer plus dem ägyptischen Konsulat des Ursprungslandes aufweisen
  • 2) Exportrechnung muss den Stempel der zuständigen Handelskammer in Österreich aufweisen
    • Wie oben unter Punkt 3) beschrieben, kann bei Ausstellung der Exportrechnung durch den Produzenten der Ware diese als Ursprungsnachweis gelten, wenn sowohl die örtliche Handelskammer als auch die ägyptische Botschaft deren Stempel auf das Originaldokument anbringt.

Gemischter Ursprung

  • Rechnungen bei Sendungen mit gemischtem Ursprung (EU/nicht EU) werden gemäß der ägyptischen Zollbehörde als nicht EU-Ware behandelt, wenn diese zusammen auf einer Exportrechnung bzw. einem Ursprungsnachweis aufscheinen.
    • Eine getrennte Verpackung (nach EU und nicht EU-Ware) ist insofern empfehlenswert, weil dadurch die Abfertigung am ägyptischen Zoll schneller und ohne Beschädigung der Ware durch Trennung bzw. Umschichtung vor Ort erfolgen kann.
    • Es ist aber nicht vorgeschrieben, dass die Verpackung getrennt erfolgen muss.
    • Gemäß den von uns befragten Spezialisten lautet im Idealfall die Erstellung einer Exportfracht bei Waren gemischten Ursprungs nach Ägypten wie folgt:
      • eine B/L (Frachtbrief) für die gesamte Sendung
      • getrennte Exportrechnungen
      • getrennte Ursprungsnachweise
      • getrennte Verpackung
  • Die Exportrechnung muss von der für Sie zuständigen Handelskammer mit einem Rundstempel versehen werden, egal ob für Waren mit EU-Ursprung oder nicht; E-signaturen werden – wie bereits erwähnt - vom ägyptischen Zoll nicht anerkannt.
  • Es müssen nur Ursprungszeugnisse für Waren aus Drittländern (d.h. nicht EU-Ländern wie aus Asien, USA z.B.) von der ägyptischen Botschaft in Wien beglaubigt werden. Beglaubigungsprozedur kennen Sie bereits. 

E-Signatur

Beachten Sie bitte, dass die bei den österreichischen Handelskammern üblichen E-signaturen von den lokalen Behörden in Ägypten bislang nicht anerkannt werden, wonach noch auf die Anbringung des Rundstempels bestanden wird.

Beglaubigungsprozedur

Beglaubigungsweg:

  1. lokale Wirtschaftskammer
  2. Österreichisch-Arabische Handelskammer
  3. Botschaft der Arabischen Republik Ägypten

Die Österreichisch-Arabische Handelskammer übernimmt die Beglaubigungswege ab der Bestätigung durch die lokale Wirtschaftskammer.

Die Gebühren der ÖAHK betragen pro Dokument für Mitglieder EUR 25,- und für Nichtmitglieder EUR 40,-.

Die Botschaft der Arabischen Republik Ägypten verlangt für die Beglaubigungen pro Dokument Euro 80,-.

Restriktionen

Anlässlich der Einfuhr von vielen Lebensmitteln (lebenden Tieren, Fleisch und Fleischwaren, Fisch- und Gemüsekonserven, Butter usw.) ist neben dem generellen Lizenzerfordernis ein Gesundheitszeugnis, anlässlich der Einfuhr von Pflanzen, frischem Obst und Gemüse ein phytosanitäres Zeugnis beizubringen. Zusätzliche Tests bei der Einfuhr sind die Regel. Pharmazeutische und kosmetische Produkte unterliegen einem strengen Registrierungsverfahren.

Im Zuge der BSE Krise wurde ein generelles Importverbot für Lebendvieh und Fleischprodukte aus den EU Staaten verhängt, das zwischenzeitlich jedoch wieder aufgehoben wurde.

Der Import von Geflügel im Ganzen ist erlaubt (Puten, Hühner). Auch verarbeitetes Geflügelfleisch (Wurstwaren) ist wegen der Behandlung mit Hitze bei der Verarbeitung erlaubt, solange im Exportland zum Zeitpunkt des Imports nach Ägypten keine Seuchen herrschen. Teile von Geflügel können nicht importiert werden. Voraussetzung für den Import von verarbeiteten Geflügel/Fleischprodukten aus Österreich nach Ägypten ist jedoch, dass auf Antrag an die hiesige Veterinärbehörde eine Delegation des ägyptischen Landwirtschaftsministeriums (darunter zwei Tierärzte) die Fabrik der Herstellerfirmen auf Einhaltung diverser Vorgaben wie Halal-Behandlung, Lizenzierungen etc. inspiziert. Der diesbezügliche Antrag ist schriftlich von österreichischen Herstellern über die offizielle Handelsvertretung (AußenwirtschaftsCenter Kairo) an das Landwirtschaftsministerium zu richten:

Central Administration Quarantine
Ministry of Agriculture and Land Reclamation
General Organisation for Veterinary Resources - GOVS
1 Nadi Elsaid Street, Dokki, Giza
T +20-2-3748 1763, 3337 2866, -346, 3748 1750
F +20-2-3337 3889, 3336 3582

Aus Sicherheitsgründen unterliegt die Einfuhr von Chemikalien (in Pulverform) einer Laboruntersuchung seitens der Behörden am Ankunftshafen (40 Posten). Lebensmittel und Medikamente werden anlässlich des Importes ebenfalls von der Export-Import-Kontrollbehörde bzw. dem Gesundheitsministerium untersucht.

Artenschutz

Österreich ist 1982 dem Waschingtoner Artenschutzübereinkommen beigetreten. Die Ein- oder Ausfuhr, der im Übereinkommen gelisteten bedrohten Tier – (2.000) und Pfanzenarten (30.000) in die bzw. aus der Europäischen Union, unterliegt strengen Zollkontrollen. Viele Arten oder Ihre Produkte daraus, erfordern Aus- und/oder Einfuhrdokumente. Nicht nur lebende Tiere und Pflanzen sind davon betroffen, sondern auch Präparate und Erzeugnisse daraus, wie z.B. Schmuck und Souvenirs aus Elfenbein, Ledertaschen (Krokodil, Waran), Krallen, Zähne, Felle, Schildkrötenpanzer, Schlangenhäute, etc.

Aufgrund der für Laien teils schwierigen Zuordnung, ob eine Art oder ein Produkt dokumentenpflichtig ist, ist es sicherlich das Beste – zum Schutz der gefährdeten Arten und der Vermeidung einer Beschlagnahme und möglicherweise hohen Geldstrafen bei der Einfuhr-, vom Kauf solcher Souvenirs abzusehen.

Ansonsten sollten schon vor der Abreise genaue Informationen über die erforderlichen Begleitpapiere (CITES-Papiere) eingeholt werden. Auf die Informationen der dortigen Händlerinnen und Händler, dass das angebotene Exemplar entweder nicht dem Artenschutzübereinkommen unterliegt oder die von den Händlerinnen und Händler vorgelegten Begleitpapiere genügen, sollte man sich – auch gutgläubig – nie verlassen.

Nähere Informationen sind beim Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Abteilung Natur- und Artenschutz, T +43(1)711 00 – 611402, W www.cites.at (Bereich Natur- und Artenschutz), erhältlich.

Steuer- und zollrechtliche Fragen erfordern eine exakte Klärung. Das AußenwirtschaftsCenter Kairo hilft Ihnen hier gerne mit fachlicher Beratung weiter.