th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail LinkedIn Google-plus Facebook Whatsapp Flickr Youtube Instagram Pinterest Skype Vimeo Snapchat arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Die algerische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Algier hat die wichtigsten Informationen zur algerischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Für 2018 geht die Weltbank und die EIU schon wieder von besseren Wachstums-perspektiven für Algerien aus, die rd. 3% BIP-Zuwachs bedeuten. Für die algeri-sche Wirtschaft sind natürlich die Preise für Erdöl und Erdgas noch immer die wichtigsten Indikatoren, denn davon hängen noch immer beinahe 94% aller Devi-seneinnahmen ab.

Im neuen Budgetgesetz für 2018 sind auch erhebliche Mittel zur Bezahlung von staatlichen Altschulden vorgesehen, die den Geldkreislauf und so auch das Steu-eraufkommen ankurbeln werden. Andererseits hat man zusätzlich auf die beste-henden Zollabgaben, die derzeit je nach Tarifposition zwischen 5%, 15%, 30% und 60% schwanken, eine weitere temporäre Zollabgabe eingeführt, die zwi-schen 30% und 200% Zollzuschlag bedeuten kann, was gewisse Importprodukte zu wirklichen „Luxusgütern“ macht. Durch diesen Schritt möchte man 4 Ziele er-reichen:

  • die nationale Produktion schützen
  • die Zolleinnahmen steigern
  • die Kritik der algerischen Handelspartner verstummen lassen, die sich gegen eine Importverbotsliste aussprachen, die Anfang 2018 für beinahe 900 Produkte in Kraft trat
  • eine bessere Vorbereitung auf das Freihandelsabkommen mit der EU

zu erreichen, das 2020 in Kraft treten soll.

Besondere Entwicklungen

Importlizenzen existieren derzeit lediglich noch im KFZ-Bereich; jene auf Schnittholz wurden bereits im Dezember 2017 abgeschafft, sodass die österrei-chischen Lieferungen im Jahre 2018 wiederum anspringen werden; der Schnitt-holzexport Österreichs nach Algerien läuft über Koper, sodass sich die algeri-schen Schnittholzimporte großteils in der slowenischen Handelsbilanz mit Ös-terreich wiederfinden lassen.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Der markante Ausfuhrrückgang im Jahre 2016 um -17,2% konnte 2017 mit ei-nem Exportzuwachs von + 28,9% auf 260,72 Mio. Euro wiederum ausgebügelt werden. Rechnen wir noch die österreichischen Holzexporte im Jahr 2017 hinzu, die über Slowenien nach Algerien verschifft wurden, so legte das Algerienge-schäft um weitere 50 Mio. EUR auf rd. EUR 310 Mio. zu.

Eine Politik der Importsubstitution und der strengen Devisenbewirtschaftung mit Importverbotslisten und administrativen Handelshemmnissen wie das Erforder-nis der Freiverkehrsbescheinigung ließen die österreichischen Ausfuhren in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres jedoch um -9% auf EUR 118,79 Mio. im Jahresvergleich zurückfallen. Dennoch behauptet Algerien nach wie vor den 2. Platz nach Südafrika im Ranking der wichtigsten Exportdestinationen Öster-reichs in Afrika. 

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Algerien.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Algier für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Algerien der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Kunststoffindustrie

Die Kunststoffindustrie hat erst in den letzten fünf Jahren an Fahrt aufgenommen. Die hergestellten Produkte finden heute vor allem in der Verpackungs- und Bauindustrie Verwendung. Die verwendeten Verfahren sind dabei Spritzguss und Extrusion. Andere Verarbeitungswege, wie Blasformung, Schäumen und Thermoverformung sind noch unterrepräsentiert, da sich erst langsam das Wissen um die Möglichkeiten der Materialien und Anwendungsgebiete durchsetzt.

Neben zwei staatlichen Firmen ist der Kunststoffsektor relativ zersplittert in der Hand von mehreren tausend KMUs, viele davon besitzen eine oder mehrere kunststoffverarbeitende Maschinen als Teil ihres Produktionsprozesses. Viele dieser KMUs bedienen sich zunächst günstiger Maschinen aus Asien und schwenken nach ersten Erfahrungen auf europäische Maschinen um, weil deren lokale Kundschaft ein besseres Produkt fordert. Hier punkteten vor allem deutsche und italienische Hersteller. Österreichische Maschinen haben jedoch einen exzellenten Ruf, der Marktanteil ist im Steigen begriffen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Exportmöglichkeiten für österreichische Lieferanten bestehen bei Ausrüstungen für den Bereich Kunststoffverpackung, für Kunststoffrohre und Fittinge in Raffinerien und sonstigen Industriebetrieben, bei Maschinen für die weiterverarbeitende Kunststoffindustrie, bei Recyclinganlagen und Halbfertigprodukten.

Der derzeitige Aufschwung im Bauwesen und das starke Wachstum in der Konsumgüter- und der Lebensmittelproduktion tragen ebenfalls zur dynamischen Entwicklung der Kunststoff- und Gummibranche bei. Um der steigenden Nachfrage nachzukommen, setzen die algerischen Kunststoffunternehmen auf Investitionen zur Erweiterung und Modernisierung ihrer Anlagen, was eine konkrete Geschäftschance für österreichische Exporteure darstellt. Auch Spezialverpackungen, Rohre, Dichtungen, Folien, Platten, Teile für Gehäuse von Elektrogeräten sowie Teile für die Nutzfahrzeugindustrie und die Eisenbahn werden teilweise noch aus Österreich nachgefragt, die Tendenz geht jedoch zur lokalen Fertigung mittels moderner Maschinen vor Ort.

Auch die algerische Bauwirtschaft verzeichnet seit einigen Jahren ein boomendes Wachstum. Bei privaten Immobilienunternehmen werden immer mehr PVC-Produkte verwendet bzw. nachgefragt. Österreichische Lieferanten von Maschinen und Anlagen zur Herstellung von PVC-Profilen, Rohren, etc. genießen dabei einen guten Ruf als Anbieter von hochqualitativen Anlagen und sollten bereits jetzt diese Marktnische viel intensiver bearbeiten.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Kunststoffindustrie? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Algier.

Automotive

Algerien ist nach Südafrika der zweitgrößte Automobilmarkt am afrikanischen Kontinent. Der Automobilpark zählt aktuell ca. 6,4 Millionen Fahrzeuge. Bisher war der Sektor ein reiner Absatz- und Importmarkt für ausländische Automobilmarken und spielte in der nationalen Industriepolitik keine strategischer Bedeutung.

In den Jahren 2012 und 2013 wurden Autos im Wert von USD 7,6 Mrd. bzw. USD 7,3 Mrd. importiert. Bereits damals war man sich bewusst, dass es hier Potenzial für eine lokale Produktion in Algerien geben müsse und ein anhaltender Devisenabfluss auf lange Sicht nicht tragbar sei.

Der Erdölpreisverfall Ende 2014 hat die algerische Wirtschaft stark erschüttert, da 96% der Exporte des Landes Erdöl und Gas sind. Die Erdöleinkommen machten zudem rund 60% des Staatsbudgets aus. Diese missliche Lage bestärkte den Willen zu Reformen auch im Bereich der Industrialisierung des Landes. Die algerische Regierung will nunmehr importierte Waren zunehmend durch eine lokale Produktion ersetzen. Die Automobilindustrie bietet sich hier aufgrund des hohen Absatzvolumens von Fahrzeugen an.

Die Ansiedlung von Montage-Betrieben für den europäischen Binnenmarkt ist ein vorrangiges Ziel der algerischen Regierung. 2014 sah ein Finanzgesetz bereits vor, dass jede Fahrzeugmarke, die nach Algerien importiert wird, eine eigene (Teil-) Produktionsstätte aufbauen müsste. Diese Regelung trat nun 2017 endgültig in Kraft!

Nach der Pkw-Montage von Renault und der Mercedes G-Klasse und deren Sprinter-Modellen bereits im Jahre 2014, gefolgt von Hyundai 2016, rollten im Jahre 2017 die ersten VW-Fahrzeuge und KIA-Modelle in Algerien vom Band. 2018 baute die VW-‚Gruppe schon 53.000 Fahrzeuge und KIA mehr als 100.000 Fahrzeuge in Algerien zusammen. 2019 plant auch PSA Peugeot-Citroën den Start einer eigenen Montagelinie im Großraum Oran, im Westen des Landes; schwierige Verhandlungen mit der algerischen Regierung gingen der Genehmigung voraus. Die Herstellung weiterer Automarken (wie Suzuki, Toyota und Fiat) ist in Diskussion. Das Ziel der algerischen Regierung ist, eine Fertigungstiefe von 40 bis 50 % mittels der Ansiedlung von Automobilzulieferindustrien zu erreichen, in dem die lokalen Fabrikanten gezwungen werden, eine Zulieferindustrie aufzubauen.

Die bestehenden Montagewerke in Algerien haben großes Interesse und auch spezifischen Bedarf geäußert, auf lokale Zulieferer und vor Ort gefertigte Ersatzteile zurückgreifen zu können.

Eine Produktion von lokalen Autozuliefer-und Ersatzteilen ist bisher jedoch nur vereinzelt vorhanden und oft entsprechen diese nicht den internationalen Normen und Ansprüchen der Autobauer. Daher besteht hier erheblicher Investitionsbedarf, der von den internationalen Autokonzernen wohl begleitet wird.

Renault konnte seit Beginn seiner Montage im Jahre 2014 bis heute nur fünf algerische Zulieferer finden und verfügt (laut eigenen Aussagen) über eine lokale Wertschöpfungsrate von 28%. Es mangelt in allen Bereichen an lokalen Herstellern von Autoteilen und auch am Fertigungs-Know-How. Mehr als 90% der Ersatzteile werden noch importiert und das muss sich laut algerischer Regierung rasch ändern, sonst verlieren die Montagewerke ihre Importlizenzen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Lokal tätige, finanzkräftige algerische Unternehmen sind auch bereit zu investieren. Viele davon, haben den Wunsch geäußert, mit österreichischen Unternehmen Partnerschaften zu gründen. Die Qualität und das Know-How österreichischer Produkte genießen in Algerien einen guten Ruf und sind gefragt.

In Oran und in Annaba gibt es ein Automobil- bzw. ein Metallurgiecluster, das mit der dortigen Handelskammer eng zusammenarbeitet und in vielen Regionen des Landes sind Industrieplattformen entstanden, wo ausländische Unternehmer auch schon Infrastruktur für industrielle Aktivitäten vorfinden; die Firma VW/Sovac hat in Relizane, wo deren Montagewerk steht, auch noch Grundstücke von rd. 50 ha angekauft, um dort mögliche Zulieferanten anzusiedeln, denn das VW-Werk sucht lokale Zulieferanten für verschiedene Produkte.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Automotive? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Algier.

Energiewirtschaft

Algerien hat große Reserven an Erdöl und Erdgas. Zudem verfügt das Land über größere Vorkommen an Eisen-, Kupfer-, Blei- und Zinkerzen sowie Quecksilber und Phosphat. Weltweit steht Algerien bei der Erdölproduktion auf Platz achtzehn, beim Erdgas auf Platz neun der wichtigsten Produzenten weltweit.

Dieser Rohstoffreichtum ist jedoch Segen und Fluch zugleich: Zwar konnte das Land dank der hohen Deviseneinnahmen seine Schulden fast zur Gänze tilgen und in Zeiten boomender Erdölpreise hohe Devisenreserven von EUR 200 Mrd. in einem eigenen Reservefonds ansparen. Die algerische Wirtschaft versäumte jedoch sich in den Jahren hoher Deviseneinnahmen auch zu diversifizieren und ist nach wie vor stark von der eigenen Erdöl- und Erdgasproduktion und seinen Exporten abhängig, die aktuell 95% der Deviseneinnahmen liefern; fallen die Preise auf den Weltmärkten, sind Devisen für Importe rar und die Folge ist, dass die Regierung die Einfuhren drosseln muss, um überbordende Handels- und Leistungsbilanzdefizite im Griff zu behalten.

Der Erdgas- und Erdölsektor ist und bleibt der bestimmende Industriezweig Algeriens. Rund 55%-60%des BIP entfallen auf diesen Bereich, doch der Schlüssel für eine gesteigerte Wertschöpfung liegt in der Erzeugung höherwertiger Rohstoffe aus Erdöl und Erdgas; so muss das Land immer noch Treibstoff importieren bzw. für 2 Mrd. USD teure Kunststoffgranulate für die heimische Kunststoffindustrie importieren, exportiert jedoch das dafür erforderliche Gas mittels Pipelines nach Spanien und Italien.

Die algerische Erdölgesellschaft Sonatrach ist auch gefordert, neue Quellen zu erschliessen, denn die vorhandenen Erdöl- und Gasreserven würden bis 2030 erschöpft sein!

So soll die Gasproduktion mittelfristig von derzeit 73 auf 85 Mrd. m³/Tag und die Erdölproduktion von 1,8 auf 2 Mio. Barrel/Tag gesteigert werden. Der Anteil Algeriens an der Welterdölproduktion beträgt derzeit 1.95%. Etwas mehr als eine Million Fass geht derzeit täglich in den Export; 800.000 Fass Öl verbraucht das Land selbst, um seinen Energiehunger zu stillen. So ist der Energiebedarf in Algerien in den letzten Jahren rasant gestiegen. Vor allem der Strombedarf wird bald mit herkömmlichen Quellen (Erdgas, Dieselöl, Wasserkraft) nicht mehr zu decken sein. Daher beschloss die algerische Regierung ein ambitioniertes Programm zum Ausbau der erneuerbaren Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz. Bis zum Jahr 2030 sollen 22.000 MW der verbrauchten Energie aus erneuerbaren Energiequellen kommen.

Das Energieentwicklungs-Programm schließt auch die Produktion von Strom aus Photovoltaik, Windenergie, Biomasse, Geothermie und durch Kraft-Wärme-Kupplungen ein, wobei ein starker Fokus auf der Solarenergie (13.575 MW) und der Windenergie (5.010 MW) liegen wird.

2014 wurden nur 0,8% des gesamt produzierten Stroms in Algerien aus erneuerbaren Energien bereitgestellt und 1% im Jahr 2015 und leider hat sich in den letzten Jahren an dieser Front fast nichts getan. Da der Eigenbedarf an Energie des Landes bisher durch die großen Erdgas- und Erdölvorkommen abgedeckt werden konnte, ist das Thema Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien erst nach und nach in den Fokus gerückt. Bereits 2011 wurde das Programm für den Ausbau von erneuerbaren Energien und für Energieeffizienz „Programme des énergies renouvelables et de l’efficacité énergétique“ verabschiedet, das 2015 nochmals überarbeitet wurde. Um den weiter steigenden Strombedarf zu decken, wurden die geplanten Ziele von 2011 nach oben korrigiert. Bis 2030 sollen 27% der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien kommen.

Dieses Programm ist in zwei Phasen geteilt: bis 2020 sollen insgesamt 4.525 MW aus alternativer Energie bereit gestellt werden, davon alleine 3.000 MW durch Photovoltaik. In der zweiten Phase von 2021 bis 2030 sollen insgesamt 17.475 MW aus erneuerbaren Energien geschöpft werden, davon alleine 10.575 MW aus Photovoltaik. Das revidierte Programm sieht – anders als noch 2011– keine Produktion für den Export vor, da der Eigenverbrauch jährlich um ca. 8% steigt und das Land auch seine Gaslieferverpflichtungen gegenüber Spanien und Italien einhalten muss; jedes MW an eigener Solarenergie schont die Gasreserven und spielt Erdgas für den Export frei!

Chancen für österreichische Unternehmen im Bereich der konventionellen Energie

Die algerische Produktion von Gütern und Dienstleistungen konzentrierte sich auf die Förderung und den Transport von Erdöl und Erdgas bzw. deren Veredelung und Weiterverarbeitung.

Algerien hatte und hat jedoch einen großen Nachholbedarf im Bereich der Industrialisierung, die in größerem Stile erst jetzt beginnt. Gebraucht werden vor allem Investitionsgüter, Maschinen, Vormaterialien, aber nach wie vor auch Konsumgüter und Lebensmitteln, für deren Einfuhr das Land rund EUR 7 Mrd. aufwendet. Zahlreiche Technologieunternehmen aus dem Erdöl und Gassektor haben im Land bereits Fuß gefasst und weitere kommen ins Land, um den Absatz ihrer Produkte zu fördern und lokale Fertigungen aufzubauen. Der erste Schritt zur Marktbearbeitung ist für viele Unternehmen einmal die Teilnahme an Ausschreibungen.

Obwohl im Upstream-Bereich des Erdölsektors (Exploration und Förderung) für private in- und ausländische Unternehmen lediglich Minderheitsbeteiligungen (weniger als 49%) an Joint-Ventures mit der algerischen, staatlichen Erdölfirma Sonatrach möglich sind, operieren derzeit viele ausländische Unternehmen im Land und dementsprechend differenziert ist das Wettbewerbsbild, das von vollständiger internationaler Konkurrenz, bis hin zu sehr reduziertem Wettbewerb bis zu Direktvergaben reicht; diese ist dann möglich, wenn wirtschaftspolitische Abkommen existieren bzw. aufgrund technischer Überlegenheit ein Anbieter einen Konkurrenzvorteil hat; vor allem bei der Erschließung seiner Schiefergasvorkommen wird Algerien auch ausländische Experten und Partner benötigen!

Chancen für österreichische Unternehmen im Bereich der erneuerbaren Energie

Um dieses ambitionierte Programm bis 2030 zu realisieren, werden seitens der algerischen Regierung insgesamt 120 Mrd. USD zur Verfügung gestellt werden müssen. Direkte Subventionen sollen den Markt unterstützen, wobei festzuhalten ist, dass bei aktuellen Solarprojekten der Strompreis zwischen den Erzeugern und Abnehmern ausverhandelt wurde; es gibt derzeit noch kein Gesetz, das beispielsweise fixe Einspeistarife garantiert, diese sind von Projekt zu Projekt mit privaten Abnehmern bzw. der algerischen Stromwirtschaft auszuverhandeln.

Algerien sucht ausländische Technologiepartner und ausländische Unternehmen, die das Land bei der Umsetzung seiner Ziele unterstützen. In Frage kommen insbesondere Projekte, die den Ausbau einer lokalen Industrie von Photovoltaikmodulen, Solarpumpen, Solarboilern, Wärmedämmungsmaterialien und doppelverglasten Fenstern fördern. Die Reduktion der Prozesswäre in Industriebetrieben, der verstärkte Einsatz von Wärmetauschern und LED-Lampen sollten weitere Beiträge zur Energieeffizienz der algerischen Industrie liefern. Des Weiteren werden qualifizierte Planungsbüros gesucht, um Dienstleistungs- und Industriegebäude, aber auch landwirtschaftlich Betriebe energieeffizienter zu planen .

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Energiewirtschaft? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Algier.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Algerien problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Algier anfordern können. 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Algerien.

Das AußenwirtschaftsCenter Algier berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Algerien haben.