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Die bosnisch-herzegowinische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Sarajevo hat die wichtigsten Informationen zur bosnischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Die Volkswirtschaft des Landes konnte auch im 3. Quartal 2018 noch um 3,0 % gegenüber dem gleichen Quartal 2017 gemäß Zahlen der lokalen Zentralbank zulegen. Da sich aber das Wachstum über den Jahresverlauf 2018 deutlich verlangsamt haben dürfte, wird nunmehr für das Gesamtjahr 2018 mit einer Zunahme der Wirtschaftsleistung um 3 bis 3,1% gerechnet.  

Getragen wurde das Wachstum primär vom Export sowie bezogen auf das Gesamtjahr dem Privatkonsum, während die Investitionstätigkeit, insbesondere der öffentlichen Hand und durch ausländische Investoren, erst im 3. Quartal wieder anzog. Weiters bremsen politische Unsicherheit, komplexe Bürokratie, mangelnde Transparenz und eine ungünstige demographische Entwicklung aufgrund hoher Auswanderung die wirtschaftliche Entwicklung. 

Besondere Entwicklungen 

Die am 7.Oktober 2018 auf allen Regierungsebenen durchgeführten Wahlen dominierten das  politische Leben des vergangenen Jahres und brachten im Wahlkampf auch einige wirtschaftlich relevante Beschlüsse, wie etwa die Erhöhungen des Mindestlohns in der Republika Srpska und der Kriegsveteranenpensionen in der Föderation. Während die Regierungsbildung in der Entität Republika Srpska aufgrund klarere Mehrheitsverhältnisse rasch zustande kam und auf der der Ebene des Gesamtstaates sich auch das dreiköpfige, ethnisch besetzte und rotierende Staatspräsidium rasch konstituierte, ist eine Regierungsbildung in der Entität Föderation von Bosnien und Herzegowina sowie auf Gesamtstaatlicher Ebene Mitte Februar 2019 noch nicht absehbar und könnte sich noch länger hinziehen. 

Wirtschaftsbeziehungen zu Österreich 

Österreichischen Lieferungen nach Bosnien und Herzegowina in diesem Zeitraum um 9,51% auf EUR 310,3 Mio., während die Importe um 10,92% auf EUR 459,8 Mio. zulegten, womit das Land als einziges in der Region ein Handelsbilanzdefizit für Österreich ausweist. Die Einfuhren sind von Lohnfertigung und der Produktion österreichischer Niederlassungen für ihre Mutterhäuser geprägt. Österreich bleibt mit rund 200 Niederlassungen und einer investierten Gesamtsumme von rd. EUR 1,04 Mrd. zu Jahresende 2017 gemäß ÖNB weiterhin größter Auslandsinvestor im Land. Deutlich sichtbar ist das österreichische Engagement auch im Finanzsektor, in dem österreichische Banken und Versicherungen die Marktführer sind.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Bosnien und Herzegowina

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Sarajevo für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Bosnien und Herzegowina der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Metalle/Verarbeitung

Der Rohstoffreichtum des Landes (Eisenerz, Bauxit, Barit, Magnesit, Gips, Kohle, Silber usw.) bildete die Basis für den metallverarbeitenden Sektor. Die Metallindustrie hat daher eine lange Tradition und ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Land. Es werden sowohl komplette Maschinen und Anlagen gebaut, als auch Teile und Komponenten, welche vor allem für den Export immer mehr an Bedeutung gewinnen. Für die Automobilindustrie werden KFZ-Komponenten und – Zubehör hergestellt.

Chancen für österreichische Unternehmen

Der Sektor der metallverarbeitenden Industrie in Bosnien und Herzegowina profitiert vor allem durch die Exporte. Die bereits bestehenden Produktionsmöglichkeiten und Kapazitäten ermöglichen österreichischen Unternehmen Herstellung und Verarbeitung verschiedenster Metallprodukte entweder durch den eigenen Produktionsaufbau oder Lohnfertigung. Auch im Bereich der laufenden Neuinvestitionen in Ausrüstung und Modernisierung von bestehenden Anlagen wird gerne auf österreichische Produkte zurückgegriffen, sofern ausreichend Finanzmittel zur Verfügung stehen. Immer mehr ausländischen Firmen geben die Aufträge an bosnisch-herzegowinischen metallverarbeitende Industrie. Dies erhöht die Nachfrage der lokalen Firmen nach neuen Maschinen und Technologien, sowie hochwertigen Materialen. Das technische Know How sowie die geografische Nähe bzw. langjährige Geschäftsbeziehungen mit Bosnien und Herzegowina sind Vorteile für österreichische Firmen.

Sie suchen ausführliche Informationen zur Branche Metalle/Verarbeitung ? Kontaktieren Sie des AußenwirstchaftsCenter Sarajevo.

Nahrungsmittel/Softdrinks

Die Lebensmittelindustrie in Bosnien und Herzegowina ist zwar keine traditionelle Säule der bosnisch-herzegowinischen Wirtschaft, jedoch hat die Branche gemeinsam mit der Landwirtschaft einen noch immer relativ hohen Anteil am BIP von 8,47 %, sowie eine erhebliche Beteiligung an den Exporten Bosnien und Herzegowinas von 8,69 %. Bosnien und Herzegowina ist derzeit von Lebensmittelimporten abhängig. 2017 wurden Nahrungsmittel im Gesamtwert von 1,45 Mrd. EUR importiert. Hauptlieferländer sind Serbien, Kroatien, Deutschland und Italien.

Chancen für österreichischen Unternehmen 

Österreichische Produkte haben in Bosnien und Herzegowina einen guten Ruf und werden für hochwertige Produkte gehalten. Chancen für österreichische Firmen gibt es bei folgenden Produktsegmenten:

  • Milchprodukte: neben Käse auch Fruchtjoghurt, Milchgetränke
  • Wurstspezialitäten
  • HORECA Produkte
  • Backwaren, Teigwaren, Schnitten, Schokolade
  • Bio-Waren
  • Halbfertige Produkte
  • Vormaterialen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Gute Absatzchancen für Ausrüstungen und Technik bietet die lokale Produktion: ein veralteter Maschinenpark und der Druck, konkurrenzfähige Produkte auf den Markt zu bringen, schaffen Nachfrage. Denkbar ist auch der Absatz von gut erhaltener und generalüberholter Ausrüstung.

Sie suchen weitere Informationen zur Branche Nahrungsmittel/Softdrinks? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Sarajevo.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Bosnien und Herzegowina problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Sarajevo anfordern können. 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Bosnien und Herzegowina.   

Das AußenwirtschaftsCenter Sarajevo berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Bosnien und Herzegowina haben.