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Die chinesische Wirtschaft

Unsere AußenwirtschaftsCenter in China haben die wichtigsten Informationen zur chinesischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Chinas Bruttoinlandsprodukt legte 2019 um beachtliche 6,1% zu und erfüllte so den von der Regierung vorgegebenen Sollwert. Dermaßen langsam wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt jedoch seit 1990 nicht mehr. Für 2020 gab die Regierung ein Wachstumsziel von „ca. 6%“ aus. Die Schaffung einer „gemäßigt wohlhabenden Gesellschaft“ bis Ende 2020 ist dabei ein zentrales Anliegen der chinesischen Führung. Diese wird als die Verdoppelung der Pro-Kopf Einkommen gegenüber dem Stand von 2010 definiert.

Das Wachstum stützt sich auf die steigende Bedeutung des Dienstleistungssektors, der 2019 bereits 59,4% zum BIP beitrug (2018: 52,1%). Dabei dominieren der Finanzdienstleistungssektor (+9,1 %) und der Immobiliensektor (+7,7%). Auf die Industrie entfielen 2019 ganze 36,8% (2018: 40,7%). Der private Konsum wird einerseits durch höhere Ausgaben für Sozialleistungen und Lohnsteigerungen geschürt, andrerseits durch Arbeitsplatzschaffungsmaßnahmen und Steuersenkungen. Gleichzeitig wird der Ausgleich des regionalen Einkommensgefälles forciert. In den letzten Jahren stiegen die verfügbaren Einkommen von ländlichen Haushalten schneller als die der städtischen, wobei der Aufholbedarf nach wie vor groß ist. 2019 nahmen die verfügbaren Einkommen der städtischen Haushalte um 5% (2018: +5,6%) zu, die der ländlichen Haushalte um 6,2% (2018: +6,6%).

Nicht alle Branchen werden von Chinas wachsendem Binnenkonsum in gleichem Maße erfasst. So setzte sich der Rückgang der Verkaufszahlen von PKWs auch 2019 fort (-9,2% auf 21,3 Mio. Stück). Darüber hinaus veröffentlichten mehrere Unternehmen, darunter auch Apple,  Anfang 2020 Gewinnwarnungen aufgrund unterbrochener Lieferketten durch Covid-19.

Besondere Entwicklungen

Im Dezember 2019 nahm eine neuartige Lungenkrankheit (Covid-19) ihren Ausgang in der zentralchinesischen Provinz Hubei und verbreitete sich von dort aus rasant in alle Teilen des Landes. Die Regierung ergriff drakonische Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie: Die Provinz Hubei wurde von der Außenwelt abgeriegelt und die chinesischen Neujahrsfeiertage wurden verlängert. Quarantänegebote und Reiseverbote legten das wirtschaftliche Leben weitgehend lahm. Zahlreiche Unternehmen konnten ihren Betrieb nicht wie geplant Anfang Februar wiederaufnehmen. Die Verbreitung von Covid-19 im Ausland setzt die chinesische Wirtschaft anhaltend unter Druck. Nicht zuletzt aufgrund nachlassender internationaler Nachfrage kann davon ausgegangen werden, dass China sein Wachstumsziel verfehlen wird. So verringerte sich Chinas BIP im ersten Quartal 2020 im Vergleich zur Vorjahresperiode um -6,8%. Schätzungen des Economist Intelligence Unit von Mitte April 2020 gehen davon aus, dass Chinas BIP heuer um lediglich 1% wachsen wird.

Im Dienstleistungssektor machte sich im März zumindest eine leichte Erholung bemerkbar. Auch die Warenexporte fielen im März mit -6,6% weniger stark als erwartet. Chinas Importe blieben weitgehend stabil (-0,9%). Nach einem  Tief von 35,7 erholte sich Chinas Purchasing Managers Index (PMI) im Februar auf einen Wert von 52 Prozent im März.

Außenpolitisch dominieren seit Ende 2018 die Spannungen mit den USA, welche schließlich in einem Handelsstreit gipfelten, der erst im Jänner 2020 mit der Unterzeichnung einer ersten Zwischenvereinbarung (Phase One Deal) entschärft werden konnte. Zwar bleiben US-Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von rund 370 Mrd. USD (rund zwei Drittel aller chinesischen Exporte in die USA) zunächst bestehen. Die USA verpflichten sich aber zu einer Halbierung der Strafzölle auf chinesische Waren im Wert von 120 Mrd. USD (u.a. Schuhe, Bekleidung und landwirtschaftliche Produkte) auf 7,5%. Darüber hinaus erhalten einige chinesische Finanzinstitute Zugang zum US-Markt. Im Gegenzug wird Peking in vier Handelskategorien (Industrie-und Agrargüter, Energie und Dienstleistungen) im Zeitraum 2020-2021 zusätzlich 200 Mrd. an US-amerikanischen Waren und Dienstleistungen importieren.

Als Reaktion auf das schwächelnde Binnenwachstum verfolgt China bereits seit Sommer 2018 eine lockerere Geldpolitik, die zur Abfederung der negativen Auswirkungen von Covid-19 ausgebaut und durch fiskalpolitische Maßnahmen ergänzt wurde. Kreditgebern in besonders betroffenen Regionen werden zusätzliche Mittel in der Höhe von 300 Mrd. RMB zur Verfügung gestellt. Kleine Unternehmen sollen erleichterten Zugang zu Vorzugsdarlehen erhalten. Hersteller von medizinischer Ausrüstung, Transportunternehmen, Kurierdienste und Anbieter von Dienstleistungen aus den Bereichen Kultur, Sport, Bildung, Tourismus, Unterhaltung und Gastgewerbe werden vorübergehend von der Mehrwertsteuer befreit. Darüber hinaus können Provinzregierungen lokale KMUs bis Juni 2020 von Beiträgen zur Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung komplett ausnehmen.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Mit einem bilateralen Handelsvolumen von rund 14,28 Mrd. EUR im Jahr 2019 (2018: 13,17 Mrd. EUR) ist China mit Abstand der wichtigste Handelspartner Österreichs in Asien. Das Handelsvolumen zwischen Österreich und China war dabei 2019 fast viermal so groß wie jenes mit Japan und zirka siebenmal so groß wie jenes mit Südkorea. 2019 überholte China in der Rangordnung der weltweit wichtigsten Handelspartner Österreichs die Schweiz und liegt nun auf Platz 4 hinter Deutschland, Italien und den USA.

2019 betrugen die österreichischen Importe aus China knapp 9,8 Mrd. EUR, was ein Plus von 7,8% im Vergleich zum Vorjahr ausmacht (2018: 9,1 Mrd. EUR). Die österreichischen Exporte nach China wuchsen 2019 mit +10% überdurchschnittlich und erreichten 4,4 Mrd. EUR (2018: 4 Mrd. EUR). Mit einem Wert von 505 Mio. EUR im 1.-3. Quartal 2019 legten Österreichs Dienstleistungsexporte nach China im Vergleich zum Vorjahresperiode um +9,3% zu. Damit lag China als Exportdestination österreichischer Dienstleistungen auf Rang 18.

Aus dem zunehmenden Engagement chinesischer Firmen im Ausland – vor allem im Rahmen der Seidenstraßeninitiative („Belt and Road Initiative“) – ergeben sich zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten für österreichische Unternehmen auf Drittmärkten. Konkrete Ansätze für Kooperationen bestehen in den Bereichen Infratruktur, Logistik und Finanzdienstleistungen.

Sie haben Fragen?

Sie wollen mehr über Chinas Wirtschafts oder Geschäftschancen am chinesischen Markt erfahren? Melden Sie sich bei unseren AußenwirtschaftsCentern vor Ort! 

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus China.

China ist groß und vielfältig. Damit wir Sie bestmöglich über das ganze Land informieren können, sind wir in den wichtigsten Wirtschaftszentren direkt vor Ort. In unseren Regional-Wirtschaftsberichten erfahren Sie mehr über die Wirtschaftslage in einzelnen Teilen Chinas: 

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Peking für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofile 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bieten die Länderprofile China, Hongkong und Macau der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Tourismus Know-how & Infrastruktur

Die Wirtschaftsentwicklung Chinas bringt auch gesellshaftliche Änderungen mit sich. Das Pro-Kopf-Einkommen hat sich in den letzten sieben Jahren verdoppelt, parallel dazu genießt die Bevölkerung durch die Reformierung des Arbeitsrechts heute mehr Freizeit als je zuvor.

Immer mehr Menschen wollen diese neu gewonnene Freizeit aktiv nutzen, wovon vor allem der Tourismus- und Sportsektor profitieren. Die Branche weist schon heute eine der höchsten Wachstumsraten innerhalb des Dienstleistungssektors auf. Besonders Trendsportarten wie der Wintersport erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Intensiviert wird diese Dynamik durch die Vergabe der Austragung der Olympischen Winterspiele 2022 an die Region Peking-Zhangjiakou.

Die Industrie reagiert auf den Trend mit erheblichen Investitionen. Alleine seit dem Jahr 2000 entstanden mehrere hundert Skigebiete in China, Tendenz steigend. Trotz der positiven Entwicklung entsprechen viele Skigebiete noch nicht internationalen Standards. Mit steigendem Wettbewerb und noch bescheidenem Angebot aus lokaler Produktion setzen Resorts auf importierte Technologien und Produkte, um anspruchsvolle und zahlungskräftige Kunden auf die Pisten zu locken. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Neben Marktchancen im B2B-Bereich (Infrastruktur, Planung, Ausbildung und Training) steigt die Nachfrage der Konsumenten nach Sportartikeln. Der Wintersportmarkt steckt jedoch noch in den Kinderschuhen. Nach Schätzungen der Chinese Skiing Association gibt es derzeit rund sechs Mio. Skifahrer, weniger als 1 % der chinesischen Bevölkerung. Der chinesische Markt bietet daher in fast allen Sektoren langfristiges Wachstumspotential, von dem insbesondere österreichische Unternehmen mit ihrer langen Tradition, ihrer hervorragenden Qualität und ihren innovativen Designs und Technologien profitieren können.

Sie interessierten sich für die Wintersportbranche in China? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Peking

Energieeffizienz/Green Building

Die Urbanisierung und das steigende Umweltbewusstsein der chinesischen Bevölkerung haben dazu geführt, dass der Trend auch in China vermehrt in Richtung ökologischer Bauweisen geht. Das Bestreben zur nachhaltigen Entwicklung der Städte ist im aktuellen Fünfjahresplan der chinesischen Regierung verankert. Energieeffizientes Bauen spielt dabei eine Schlüsselrolle, entfällt doch ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs Chinas auf Gebäude.

Der Markt für Green Building verzeichnet bereits jetzt hohe Wachstumsraten, die Nachfrage nach Holz als nachhaltigem Baustoff mit geringem CO2-Fußabdruck steigt. Bis 2020 soll der Anteil von modernem Holzbau in der chinesischen Bauindustrie 8 % erreichen.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Das neu erwachende Interesse an der Branche in China eröffnet Marktchancen für österreichische Anbieter von Holzprodukten, innovativen Technologien und Dienstleistungen (Planung und Design) im Holzbau. Der Aufholbedarf bei modernen Holzbautechnologien ist groß, Normen und Standards sind nicht zeitgemäß und nur wenige Baufirmen verfügen über ausreichend Erfahrung im Holzbau. Österreichische Anbieter können hier mit ihrer langjährigen Expertise punkten. Potenzial besteht vor allem beim Erdbebenschutz, sowie bei hybriden Strukturen für öffentliche und mehrstöckige Gebäude. Im Hinblick auf die olympischen Winterspiele 2022 gewinnt Holz als Baustoff für den Ausbau der Tourismusinfrastruktur an Bedeutung.

Das AußenwirtschaftsCenter Peking ist China-weit Ansprechpartner für Energieeffizienz und Green Building.

Automotive

China ist und bleibt der weltgrößte bzw. dynamischste Automarkt mit ca. ein Drittel der weltweiten Absatzkapazität. Im Gesamtjahr wurden insgesamt an die 30 Mio. Kfz. verkauft. Das sich nunmehr verlangsamende Wachstum im chinesischen Autosektor ist vor allem auf diverse makrowirtschaftliche Faktoren zurückzuführen, z.B. der Handelsstreit mit den USA, die steigenden Immobilienpreise und die Schwankung des RMB. Andererseits ist gleichzeitig der Verkauf von NEV (New Energy Vehicles) in China um 33 % gestiegen. Die chinesische Industrie befindet sich gerade in einer Übergangsphase zur E-Mobilität. Und aufgrund der mittlerweile führenden Position Chinas in der Digitalwirtschaft und im E-Commerce ist im Reich der Mitte die Transformation von „Made in China“ hin zu „Created in China“ nun auch im Bereich zukunftsorientierte Fahrzeuge und intelligente Fahrtechnologien angekommen.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Es besteht großes Potential für Unternehmen aus der klassischen Kfz-Zulieferbranche, denn der Bedarf an hochwertigen Kfz-Teilen ist weiter vorhanden. Besonders für Kunststoffteile, Elektronik, Sensorik und Metallteile sind österreichische Zulieferer in puncto Qualität bekannt. Auch sind der chinesischen Zentralregierung unter der Initiative „Made in China 2025“ die Erhöhung der Produktivität in der Autobranche durch moderne Automationslösungen wichtig. Dazu können heimische Anbieter viel beitragen. Die Lösungen, die österreichische Technologieunternehmen und Institutionen im Bereich F&E anbieten, haben in China ein sehr positives Image: für den Bereich NEV ist österreichisches Know-how in den Bereichen Leichtgewichtforschung, Powertrain Optimierung, Fahrzeug Engineering und Design besonders gefragt. Und vom stärkeren Zusammenwachsen von Internet und E-Mobilität im chinesischen Automotive-Bereich können auch österreichische Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie profitieren.

Wollen Sie mehr zum Thema Automotive in China wissen? Dann kontaktieren Sie gerne das AußenwirtschaftsCenter Shanghai.

Publishing/Media/Werbung

China ist der sowohl größte Exporteur als auch Importeur weltweit im Bereich Kreativ-Güter und kreativer Dienstleistungen. Mit über 20 % des Weltmarktes verfügt China über die am schnellsten wachsende Filmindustrie der Welt. Die chinesische Regierung hat sogar Gesetze zur Steigerung der Kapazität bzw. der Förderung der heimischen Filmindustrie erlassen. China ist mit einem Anteil von 25 % der weltweit größte Markt für Videospiele bzw. VR-Content und dominiert die internationalen VR-Investitionen: fast 60 % aller VR-Investitionen weltweit stammen bereits aus dem Reich der Mitte. Die Beschäftigungszahlen im Kultur- und Kreativsektor steigen von Jahr zu Jahr und vor allem Peking und Shanghai haben eine Reihe kreativer Industriestandorte geschaffen. So gibt es in Shanghai bereits knapp 130 Kultur- und Kreativwirtschaft-Minicluster.

Chancen für österreichische Unternehmen

Trotz der dynamischen Entwicklungen der Kreativbranche, bleibt Chinas kulturelle Infrastruktur hinter der vieler entwickelter Länder zurück. Im Bereich der Kreativindustrie herrscht in China ein Mangel an qualifizierten Fachkräften und es gibt einen großen Bedarf an Talententwicklungs- und Ausbildungsprogrammen. Auch Musikveranstaltungen und Festivals unter freiem Himmel werden immer beliebter und ausländische Festivals drängen zunehmend auf den chinesischen Markt. Internationale Kooperationen und Koproduktionen in der Filmindustrie gewinnen an Bedeutung, wodurch österreichischen Unternehmen die Möglichkeit geboten wird, sich bei der Entwicklung der chinesischen Filmindustrie einzubringen. Die wachsende Nachfrage nach hochqualitativen VFX-Filmen, Online-TV und –Videos und Animationen bieten große Marktchancen für den österreichischen Computer- und Animationssektor. Auch der Gaming- und VR-Bereich bietet enormes Marktpotenzial für international tätige Studios, inbesondere im Bereich der Konsolenspiele.

Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Shanghai für mehr Informationen rund um den Kreativ-Bereich in China!

Bildung

Für Bildung wird in China inkl. Hongkong bereits jetzt sehr viel Geld ausgegeben. Fast ein Fünftel der chinesischen Bevölkerung ist im Alter von 0 bis 14 Jahren. Die wichtigsten Kriterien für Chinesen bei der Universitätsauswahl sind Bekanntheit und Reputation der Institution. Die wichtigsten Kanäle, um sich als Wahlinstitution für Studierende im Ausland zu etablieren, sind Bildungsmessen wie die China Education Expo und die China International Education Exhibition Tour und die Verbindung durch Partnerorganisationen. Es gibt bereits viele ausländische Universitäten, die in China und Hongkong tätig sind bzw. Kooperationen mit lokalen Universitäten unterhalten. Im Herstellungssektor will sich China statt als Billiglohnland als High-Tech Lieferant positionieren und braucht entsprechend höher qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit technischem Verständnis. Investoren aus Österreich, Deutschland und der Schweiz in China versuchen erprobte Systeme für Lehrlings- und Spezialausbildungen nach China zu bringen.

Chancen für österreichische Unternehmen

Für österreichische Anbieter, die sich in China selbst etablieren wollen, gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten, von Sprachschulen (insbesondere Englisch aber auch Deutsch), Sportausbildung, über private Nachhilfen bis hin zu internationalen Schulen als Nischenmarkt für Chinas wachsende Mittelschicht. Die Anzahl von vollzahlenden Studierenden aus China an österreichischen Privatuniversitäten und Schulen ist steigend. Besonders beliebt sind englischsprachige „Undergraduate Programmes“, beispielsweise Bachelorstudiengänge für Tourismus, Musik, Kunst und Technik. Auch Sprachaufenthalte und Sommerprogramme in Österreich werden öfter nachgefragt. Chinesische Kinder und Jugendliche werden von deren Eltern und Großeltern sehr verwöhnt und es wird auch von Bildungsanbietern erwartet, diese entsprechend intensiv beim und rund ums Lernen zu begleiten. Bei Berufsaus- und Weiterbildung gibt es ein großes Interesse an ausländischer Expertise.

Das AußenwirtschaftsCenter Hongkong ist China-weit Ansprechpartner für Chancen im Bildungsexport.

Banken/Versicherungen

Im Finanzsektor wird China nach wie vor von einigen staatlichen Großbanken dominiert, die ICBC und die Bank of China haben bereits eigene Büros in Wien. Österreichische Banken verfügen in China über ein enges Netz an Korrespondenzbanken und pflegen dieses auch mit eigenen Büros in Festland-China und aus Hongkong. Weiters wollen diese ihren Kunden auch vor Ort ein möglichst umfassendes Service garantieren und chinesische Firmen bei deren Europa-Expansion begleiten. Aufgrund der Größe des Landes und der Bevölkerungszahl bietet sich vor allem für die Digitalisierung von Finanzdienstleistungen sehr viel Potential. Es hat sich ein eigenes Ökosystem von Großfirmen wie Alipay und Wechat-Pay bis hin zu vielen anderen Lösungen rund um Cloud Computing, Data Analytics, Artificial Intelligence und Blockchain entwickelt. Hongkong ist mit 175 Banken im Finanzsektor neben Singapur das Finanzzentrum Asiens und für viele Festland-chinesische Firmen auch weiterhin das Tor ins Ausland.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Österreichische Finanzdienstleister können mit eigenen Büros vor Ort ein umfassendes Service für deren Kunden aus Europa und Investoren in China sicherstellen und auch auf die zunehmende Anzahl von Fällen des betrügerischen Rauslockens von Zahlungen reagieren. Für das Anbieten von innovativen Fintech-Lösungen ist in China oder Hongkong ein eigenes Büro oder ein starker Partner unerlässlich. Mit der Teilnahme an Fachkongressen wie der Hong Kong Fintech Week oder Besuchsreisen können österreichische Firmen sich ein eigenes Bild machen und die im China-Geschäft so wichtigen ersten persönlichen Kontakte knüpfen.

Das AußenwirtschaftsCenter Hongkong ist China-weit Ansprechpartner für Chancen im Finanzsektor.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in China problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Peking anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie im Länderreport China und im Länderreport Hongkong

Die AußenwirtschaftsCenter in PekingChengduShanghai und Hongkong beraten Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu China haben.

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