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Die italienische Wirtschaft

Unsere AußenwirtschaftsCenter in Italien haben die wichtigsten Informationen zur italienischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Italiens Wirtschaft begann das Jahr 2019 – nach einer technischen Rezession in der zweiten Hälfte 2018 - mit einem leichten Aufschwung von 0,1 % im ersten Quartal 2019. Im zweiten Quartal stagnierte ds BIP und zur Jahresmitte 2019 zeigt Italien ein gemischtes Bild: die Arbeitslosigkeit ging etwas zurück und das Konsumentenvertrauen ist gestiegen, der Inlandskonsum bleibt jedoch schwach und die Investitonstätigkeiten rückläufig. Die positive Außenhandelsentwicklung zeigt Bremsspuren, bedingt durch die internationale Konjunkturentwicklung u.a. bei den wichtigsten Handelspartnern. Für das Gesamtjahr 2019 wird mit einem bescheidenen Wirtschaftswachstum von 0,1 % gerechnet.  

Besondere Entwicklungen

Nach der Anfang August 2019 überraschend von Matteo Salvini/Lega beendeten Koalitionsregierung mit der populistischen „Fünf Sterne Bewegung“ haben sich die Fünf Sterne und die sozialdemokratische Partitio Democratico PD nach zähen Verhandlungen auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Giuseppe Conte wrude wieder zum Ministerpräsident bestellt, die Angelobung der neuen Regierung erfolgte am 5. September, nur 30 Tage nach Ausbruch der Krise. Die Märkte reagierten erfreut und mit der PD ist eine europafreundliche Regierung im Amt. Dringlichstes Projekt ist die Einigung mit der EU über ein stabiles Haushaltsgesetz 2020, um eine drohende MWSt.-Erhöhung abzuwenden.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Die österreichischen Warenlieferungen nach Italien stiegen 2018 um überdurchschnittliche 7,2% auf 9,8 Mrd. Euro und die Warenimporte erhöhten sich um 9,8% auf 9,9 Mrd. Euro. Im ersten Halbjahr 2019 zeigt die bilaterale Exportstatistik eine gedämpfte Dynamik und die österreichischen Exporte wuchsen nur mehr leicht um 0,6% auf 5,02 Mrd. Euro. Sie könnten jedoch im Gesamtjahr 2019 erstmals wieder das Vorkrisenniveau von 2008 (10 Mrd. Euro) erreichen. Umgekehrt legten Österreichs Importe aus Italien in den ersten sechs Monaten 2019 um 4,6% auf 5,12 Mrd. Euro zu. 

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Italien.

Italien ist groß und vielfältig. Damit wir Sie bestmöglich über das ganze Land informieren können, sind wir in den wichtigsten Wirtschaftszentren direkt vor Ort. In unseren Regional-Wirtschaftsberichten erfahren Sie mehr über die Wirtschaftslage in den einzelnen Teilen Italiens: 

Darüber hinaus steht Ihnen unsere AußenwirtschaftsCenter in Mailand, Padua und Rom für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung. Melden Sie sich bei uns!

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Italien der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Design & Möbel/Interior

Mit 29.000 Unternehmen und einem Umsatz von 4,9 Mrd. Euro liegt Italiens Design- und Möbelbranche europaweit auf Platz Eins. Ihre innovativen Angebote basieren auf einer erfolgreichen Tradition der Zusammenarbeit zwischen Designern und Produzenten und sind weltweit gefragt. „Made in Italy“ hat sich als Qualitätsmarke etabliert, die für höchste Designansprüche und kreative Lösungen steht.

Venetien, Lombardei und Emilia-Romagna sind die bekanntesten Produktionstandorte für Möbel, darunter Tische und Küchen. Firmen wie Natuzzi, Molteni, Scavolini und Lube zeigten in den letzten Jahren besondere Innovationskraft und sind als Top-Firmen in der internationalen Rangliste positioniert.

Die Region Lombardei, Innovation Hub des „Bel Paese“, und ihre Hauptstadt Mailand stehen anlässlich der wichtigsten internationalen Möbelfachmesse „Salone del Mobile“ und der parallel stattfindenden Design Week „Fuorisalone“ im weltweiten Fokus. Mailand fungiert dabei als kreatives Schaufenster, in dem die internationale Designszene die neuesten Trends präsentiert.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Österreichische Unternehmen und Designer bietet sich die Möglichkeit, an diesem Anlaß mit Erfindergeist, handwerklicher Präzision und technologischen Vorsprung zu punkten.

Wollen Sie mehr über diese Branche wissen? Das AußenwirtschaftsCenter Mailand steht Ihnen für Rückfragen gern zur Verfügung. 

Anlagenbau & Smart Factory

Das Jahr 2018 hat den Grundstein für die Entwicklung der Smart Factory in Italien gelegt, angetrieben von der Digitalisierung, dem Ausbau der Industrie 4.0, Internet of Things (IoT) und Artificial Intelligence (AI). Damit wurde die bis dahin andauernde Stagnation und der Investitionsstau in der italienischen Fertigungsindustrie beendet. Automatisierungstechnik, Robotik und neue Materialien zählen in diesem Bereich zu den dynamischsten Sektoren der italienischen Industrie. 

Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine der Säulen der italienischen Wirtschaft, dessen Wettbewerbsfähigkeit durch Maßnahmen zur Förderung der Industrie 4.0 unterstützt wird. Diese beinhalten die Hyperabschreibung von 250 % für intelligente Anlagen und Maschinen, höhere Investitionszuschüssen für Firmen, die in digitale Technologien investieren und zinsbegünstigte Kredite. Die Senkung der Unternehmenssteuern per Anfang 2017 hat dem industriellen Sektor generell neuen Schwung gegeben. 

Die italienische Industrie 4.0 verbuchte 2018 ein Wachstum von +30 %, der Löwenanteil entfällt auf das Internet of Things für die Industrie. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Italien ist nach Deutschland das zweitwichtigste Industrieland Europas, mit einem vielfältigen international erfolgreichen Produktangebot. Der breite Einsatz neuer Technologien bietet österreichischen Unternehmen Kooperationschancen in den verschiedensten Branchen. 

Das hervorragende technische Know How sowie die geografische Nähe bzw. langjährige Geschäftsbeziehungen mit dem Nachbarland sind Vorteile für heimische Firmen, um einen erfolgreichen Beitrag zur Entwicklung der Smart Factory Italien zu leisten. 

Haben Sie weitere Fragen zur Smart Factory in Italien? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Mailand.

Nahrungsmittel & Softdrinks 

Die italienische Lebensmittelwirtschaft generierte 2017 mit rund 6.850 Unternehmen einen Umsatz von 137 Mrd. Euro. Exportiert wurden verarbeitete Lebensmittel im Wert von 31,9 Mrd. Euro, der Importwert betrug 22,1 Mrd. Euro.

Der Konsum der italienischen Familien ist 2017 gegenüber dem Vorjahr um 1,6 % gestiegen, die Ausgaben für Lebensmittel erhöhten sich um 2 %. Italienische Familien geben rund 17,3 % ihres Einkommens für Grundnahrungsmittel aus. Der europäische Durchschnitt hingegen liegt mit 12,3 % deutlich darunter. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Für italienische Konsumenten sind bei Lebensmitteln insbesondere die Aspekte Gesundheit, Sicherheit sowie Umwelt und Gerechtigkeit (Fair Trade) wichtig. Für den Markteintritt in Italien empfiehlt sich eine Ausrichtung auf ein optimales Preis-Leistungsverhältnis und auf die angeführten Werte. Weiters sollten die österreichischen Produkte hinsichtlich ihrer Verkehrsfähigkeit in Italien überprüfen werden, ebenso ist auf die Etikettierung in italienischer Sprache zu achten. Für bestimmte Produkte sind Notifizierungen oder Genehmigungen beim Gesundheitsministerium einzuholen. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Nahrungsmittel/Softdrinks? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Padua.

Bau & Infrastruktur 

Die italienische Baubranche ist mit einem Anteil von rund 8 % am BIP und etwa 1,4 Mio. Beschäftigten (über 6 % der Gesamtbeschäftigtenanzahl) einer der bedeutendsten Sektoren der italienischen Wirtschaft, der bis zu einem halben Prozent zum Wirtschaftswachstum beiträgt. Nachdem gesamtwirtschaftlich das Vorkrisenniveau erreicht wurde, das auch mit den europäischen Nachbarstaaten mithalten kann, zeigt der Sektor selbst endlich wieder leichte Zeichen von Aufschwung.

Nach dem 2017 geringen Rückgang der bauwirtschaftlichen Investitionen scheint sich die Baubranche im Jahr 2018 wieder langsam aber sicher aus der Rezession zu bewegen. Falls die Regierung neben der fiskalpolitischen Expansion auch weitere steuerliche Anreize setzt, so kann die Baubranche nach Berechnungen des Fachverbandes der Bauunternehmen ANCE wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. ANCE rechnet im Jahr 2018 mit einem Anstieg der Investitionen von 2,4 % verglichen mit 2017. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Konkrete Geschäftsmöglichkeiten haben österreichische Unternehmen insbesondere in Bereichen, in denen nur wenige oder nicht ausreichend spezialisierte lokale Anbieter vorhanden sind. Dies inkludiert zum Beispiel den Sektor Holzbau oder generell energieeffiziente Bautechnologien bzw. den Vertrieb von qualitativ hochwertigen, innovativen Produkten. Da momentan gerade diese Bereiche in ganz Italien an Beliebtheit gewinnen, können österreichische Unternehmer davon profitieren. 

Möchten Sie mehr über die Branche Bau und Infrastruktur erfahren? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Padua

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Italien problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Mailand anfordern können. 

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Italien

Unsere AußenwirtschaftsCenter in Mailand, Padua und Rom beraten Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Italien haben.