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Die katarische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Doha hat die wichtigsten Informationen zur katarischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Katars Nachbarländer zeigen dem Land seit Juni 2017 die politische rote Karte. Neben dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen, ist das flächenmäßig kleine Emirat am arabischen Golf zunehmend auch wirtschaftlich isoliert – zu mindestens durch die unmittelbaren Nachbarn (Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain) sowie Ägypten. Durch die Schließung der Luft-, See- und Landwege sucht der Golfstaat nun nach neuen Wegen und Lieferanten, um dringend benötigte Waren in das Land zu schaffen. Beispielweise wurden bis dato rund 80% der Lebensmittel über Saudi-Arabien importiert und fast kein Seeweg führte an Dubai vorbei. Katar gibt sich kämpferisch und lässt Ersatzspieler wie die Türkei, den Iran bzw. aus Europa aufmarschieren. 

Die strategische Entscheidung auf den Ausbau der Flüssiggasförderung zu setzen, hat sich bereits in der Vergangenheit als wegweisend für den Aufschwung des Landes erwiesen. Bis 2012 konnten aufgrund der umfangreichen Expansionsinvestitionen zweistellige Wachstumsraten erreicht werden. Bis 2016 lagen diese auf soliden 4 % bis 5 %. 2017 soll dieses nun rund 1,6% betragen– nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Blockade. Dennoch: kolossalen Projekte wie Hotels, U-Bahn und Fußballstadien werden weiter vorangetrieben. Kritischer Zeitfaktor ist hier die WM 2022. Die rund 2,7 Millionen Einwohner sollen nicht in ihrem Alltag beeinträchtigt werden. Der „Zaubertrank“ Erdgas hilf beim Abfangen der – durch die Blockade verursachten – Mehrkosten und bei der Finanzierung der Diversifizierung der Wirtschaft. Dennoch bleibt der Öl/Gassektor dominant mit dem größten Teil der Einnahmen im Staatsbudget und mit 93 % Anteil an den Exporten. 

Besondere Entwicklungen 

Seit Beginn der Blockade im Juni 2017 hat Katar eine Vielzahl von Maßnahmen angekündigt, um das Land für ausländische Wirtschaftstreibende zu öffnen. Neben der Reform des Visasystems, welches nun kostenlose „Visas-on-Arrival“ für 80 Länder vorsieht (auch Österreich), stehen unter anderem Maßnahmen zum Arbeitnehmerschutz, Investitionsförderung, Vereinfachung des Warenverkehrs sowie der Firmengründung auf dem Arbeitsprogramm der Regierung. Aufgrund der angespannten Lage werden unbeliebte Steuerprojekte auf 2019 verschoben - z.B. die Einführung der Mehrwertsteuer (VAT) von 5% und der Steuer auf ungesunde Lebensmitten (Exercise Tax bzw. SIN Tax).  

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich 

2017 verzeichneten die österreichischen Exporte einen Rückgang auf ca. EUR 105,6 Mio. (-23,7 %). Ausschlaggebend hierfür ist ein Großauftrag an Fahrzeugen (rund EUR 30 Mio.) der im 1HJ 2016 ausgeliefert wurde und naturgemäß 2017 ausblieb. Somit pendeln sich die Exporte 2017 auf dem stabilen Niveau ein. Wichtigste österreichische Exportgüter waren 2017 Getränke (Säfte, Energy Drinks mit EUR 13,5 Mio. +7,9 %), Schalungen und Gerüste (EUR 4,4 Mio. +28,6 %), Rohre für die Öl- und Gasindustrie (EUR 4,1 Mio. neuer Auftrag), Maschinen und Anlagen (EUR 10,6 Mio. -24,3 %), PKW und Feuerlöschfahrzeuge (EUR 8,1 Mio. -78,8%),  elektrische Maschinen, Messgeräte sowie Luftfahrzeuge.  

2017 betrugen die Importe aus Katar knapp EUR 22 Mio., was im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 68,3 % darstellt. 70 % dieser Importe sind Aluminiumbarren, 10 % Waren aus Eisen und Stahl, 7% Mineralische Brennstoffe und Mineralöle & Destillationserzeugnisse, 3,2 % Zugmaschinen und 2,8 % Kunstgegenstände. Gesamt stehen diese 5 Exportprodukte daher für 93 % der Importe aus Katar. 

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Katar.  

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Doha für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Katar der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.  

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Das „reichste Land der Welt“ gemessen am BIP/Kopf hat Großes vor: auf einer Fläche die etwa Oberösterreich entspricht soll 2022 die erste Fußball WM im arabischen Raum ausgerichtet werden. Die Nationale Vision 2030 bietet das Grundgerüst für die Diversifizierung der Wirtschaft für eine Zeit post-Öl und Gas.  

Katar ist derzeit noch vollständig auf seine Öl- und Gasexporte sowie Produkte seiner ständig expandierenden petrochemischen und Metallindustrie angewiesen. Hauptabnehmerländer für Katars Öl und Gas sind Japan, Südkorea, Indien, China und UK. Das Emirat verfügt nach den GUS und Iran über die drittgrößten bestätigten Gasvorkommen der Welt und ist gegenwärtig der weltweit größte internationale LNG (Liquified Natural Gas) Produzent. Das North Field in Katar ist mit 900 Mrd. cbm das möglicherweise weltweit größte Erdgasfeld, welches nicht Teil einer Erdöllagerstätte ist. 

Verkehr-Infratstruktur/Tiefbau

Für Infrastrukturvorhaben ist ca. ein Drittel des Budgets vorgesehen. Dazu gehören unter anderem die Doha Metro, ein Eisenbahnnetz für Passagiere und Güter, der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, Lusail- und Außenringautobahn (Orbital Highway), Ausbauten des Tiefseehafen Mesaieed (Offizielle Eröffnung hat im Herbst 2017 stattgefunden, New Doha Port), Lusail City, eine Modernisierung des Wasser- und Abwassernetzwerks (wobei das Dachprojekt IDRIS – Inner Doha ReSewerage Implementation Strategy ausgesetzt wurde), neue Kläranlagen und viele Projekte mehr. Unter den aufgeschobenen bzw. abgesagten Investitionen befindet sich z. B. die 40 km lange Brücke nach Bahrain, das Sharq Crossing durch die Doha Bay oder die petrochemische Anlage Al Karaana.  

Ein besonderes Großprojekt im Verkehrsinfrastrukturbereich ist der Neubau des Hamad International Airport mit einem Investitionsvolumen von über USD 17,5 Mrd. Der HIA wurde Anfang Mai 2014 eröffnet. Bereits 2016 wurde die große Expansion auf über 50 Mio. Passagiere beschlossen. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Österreich hat sich in den letzten Jahren als zuverlässiger Wirtschaftspartner für die katarische Bau- und Infrastrukturbranche entwickelt, der mit innovativen Qualitätsprodukten und –services beim anspruchsvollen katarischen Kunden punkten kann. Das Land hat gelernt, dass für Top-Qualität und Service einen entsprechenden Preis zu bezahlen ist. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Bau und Infrastruktur in Katar? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Doha

Sport/Freizeit

Fußballweltmeisterschaft 2022

Als erster Gastgeber einer Fußballweltmeisterschaft im arabischen Raum will das Emirat Katar neue Maßstäbe setzen. Unter dem Motto „Deliver Amazing“ entstehen rund acht WM Stadien mit Kapazitäten bis zu 80.000 Zuschauer. Ein Stadion (Khalifa Stadion) wurde bereits feierlich eröffnet, sieben weitere befinden sich in der Realisierungsphase. Bis zur WM wird die gesamte Infrastruktur des Landes grunderneuert und weitere 10.000 Hotelzimmer werden zu den bestehenden Kapazitäten hinzukommen.  

Chancen für österreichische Unternehmen

Die Großprojekte und Vergaben für die WM2022 in Katar sind bereits weit fortgeschritten: alle Stadion sind vergeben, der Ausbau der Transportinfrastruktur schreitet voran und das katarische Organisationskomitee arbeitet fleißig an Ablaufplänen. Anfang 2019 hat die FIFA begonnen den Vorbereitungsstand genauestens zu analysieren. Das erste vollständig neu errichtete WM Stadion wurde von einem namhaften österreichischen Baukonzern errichtet und im Mai 2019 vollständig übergeben. Im Zulieferbereich, Innenausstattung und bei Speziallösungen sind weiterhin gute Geschäftschancen vorhanden. Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrem Markteinstieg. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Fußballweltmeisterschaft 2022 in Katar? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Doha

Nahrungsmittel/Softdrinks

 Katar importiert rund 90% der Nahrungsmittel und Getränke. Wurde zuvor ein Großteil der Grundnahrungsmittel aus den Nachbarländern importiert, setzt das Emirat nun auf neue Lieferanten. Die Nahrungsmittelindustrie wird weiter im Fokus der Initiativen zum Aufbau lokaler Produktion stehen. Private Investitionen werden gefördert und seit Blockadebeginn sind zahlreiche Projekte angestoßen worden. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Nahrungsmittel und Getränke aus Österreich sind in Katar hoch im Kurs. Mit nachhaltigen, biologischen und natürlichen Produkten können österreichische Firmen bei dem kaufkräftigen lokalen Konsumenten punkten. Die Wahl des richtigen Importeurs bzw. Distributionspartners mit, für das Produkt richtigen, Zugängen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor. Gerne unterstützen wir Sie bei Ihrem Markteintritt in Katar. Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Doha

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Katar problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Doha anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Katar.

Das AußenwirtschaftsCenter Doha berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Katar haben.