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Die mexikanische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Mexiko hat die wichtigsten Informationen zur mexikanischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Mexikos Wirtschaft wuchs 2018 um rd. 2 %. Das war zwar schwächer als zu Jahresbeginn erwartet, aber immer noch ein stabiles Wachstum. Der Hauptgrund dafür lag wohl in der Verunsicherung über die Neuverhandlung des NAFTA-Abkommens.  Aber auch andere Faktoren wie die Präsidentenwahl zur Jahresmitte, die Budgetkürzungen in Folge des niedrigen Ölpreises und die abflauende Weltkonjunktur trugen zu dem relativ schwachen Ergebnis bei. Für 2019 wurden die Wachstumsprognosen bereits mehrmals nach unten revidiert und liegen nun laut mexikanischem Finanzministerium in der Bandbreite von 1,1 bis 2,1% und für 2020 zwischen 1,5 und 2,5%. Die Exporte stiegen 2018 um 10% und waren weiterhin der Wachstumsmotor. 

Der mexikanische Peso zeigte sich relativ volatil gegenüber dem USD. Der Tiefpunkt wurde im Februar 2017 mit über 22 Peso für einen Dollar erreicht. Mittlerweile ist der Wechselkurs zwischen 19 und 20 Pesos zum USD relativ stabil.  

Mexikos Wirtschaft wuchs in den letzten 20 Jahren um für ein Schwellenland bescheidene durchschnittliche 2% pro Jahr, hat sich dadurch aber eine große makroökonomische Stabilität bewahrt. Die Devisenreserven liegen weitgehend unverändert bei rund USD 176 Mrd. Die Inflationsrate, die 2017 aufgrund der Währungsabwertung und höherer Energiepreise auf über 6% geklettert war, sinkt seit dem Vorjahr wieder und erreichte 2018 4,5%. Die Staatsverschuldung liegt weiter unter 50 % des BIP. Die ausländischen Direktinvestitionen bewegten sich auch 2018 mit einer Zunahme um 6,4% auf USD 31,6 Mrd. weiter auf hohem Niveau. 

Präsident Lopez Obrador hat sich bis gegen Ende seiner Präsidentschaft (2024) 4% als Wachstumsziel gesetzt. Dazu müssen aber insbesondere die öffentlichen und privaten Investitionsausgaben stark angehoben werden.  

Besondere Entwicklungen

Mexiko, die zweitgrößte Volkswirtschaft und wichtigster Exporteur Lateinamerikas, hat seit Dezember 2018 mit Andrés Manuel López Obrador einen linksgerichteten Präsidenten. Er hat die Wahl mit der von ihm gegründeten Morena-Bewegung mit großer Mehrheit gewonnen. Absolute Sparsamkeit im öffentlichen Dienst und der Kampf gegen Korruption und Kriminalität haben oberste Priorität. Die Armut soll bekämpft und bisher benachteiligte Regionen sollen besonders gefördert werden. 

Der Präsident tritt jeden Tag mit neuen Ideen an die Öffentlichkeit, was ihm hohe Popularität garantiert, jedoch auch eine gewisse Verunsicherung im wirtschaftlichen Bereich auslöst. Bald müssen konkrete Investitionsimpulse gesetzt werden, um das leicht rückläufige BIP-Wachstum zu drehen. Der Bau des Großflughafens der Stadt Mexiko wurde eingestellt, an seiner Stelle sollen 3 schon bestehende Flughäfen zu geringeren Kosten ausgebaut werden. Die Fertigstellung der 80 km langen Zugstrecke zwischen Stadt Mexiko und Toluca verschiebt sich bis 2023, dafür hat das neue 1.500 km lange „Tren Maya“-Projekt im Südosten des Landes höchste Priorität. 

Die Erleichterung über die im September erzielte Einigung mit den USA und Kanada zu einem aktualisierten Freihandelsabkommen ist groß. Es wird nicht mehr NAFTA heißen, sondern USMCA (USA-Mexiko-Kanada-Abkommen) bzw. auf Spanisch T-MEC. Es soll nach Ratifizierung in den jeweiligen Parlamenten im Herbst dieses Jahres oder spätestens Anfang 2020 in Kraft treten. Somit ist der Fortbestand einer der größten Freihandelszonen der Welt gesichert. Das neue Abkommen enthält viele Verbesserungen z.B. im Bereich elektronischer Handel und geistiges Eigentum.  Im Bereich der Ursprungsregeln für die KFZ-Industrie kommt es zu wesentlichen Veränderungen: der lokale Produktionsanteil wird in 4 Stufen bei PKW von 60 auf 75% angehoben, wobei 40 % aus einem Mitgliedsland mit einem Mindestlohn von USD 16 kommen müssen, also aus den USA oder Kanada. Ähnliches gilt für Schwerfahrzeuge und Autoteile. Das sollte nach allgemeiner Einschätzung genug Spielraum für alle Beteiligten lassen, um die Wertschöpfungskette – auch in Mexiko - weiter auszubauen. 

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich 

Mexiko ist auch weiterhin ein interessanter Markt für österreichische Technologie und Anlagen. Das bestätigen die Außenhandelszahlen: 2018 nahmen die Exporte um 15,3% auf EUR 1,27 Mrd. zu, nachdem erst im Jahr zuvor die Mrd.-Schallmauer deutlich übersprungen wurde. Während die traditionell größte Lieferposition Maschinenbauerzeugnisse und Fahrzeuge etwas schwächer zunahm, waren im Vorjahr bearbeitete Waren, chemische Erzeugnisse und sonstige Fertigwaren Wachstumsträger.  

Die österreichischen Warenlieferungen nach Mexiko haben sich zwischen 2014 und 2018 mehr als verdoppelt. Mexiko gehört damit gemeinsam mit Australien und Korea zu den wachstumsstärksten Überseemärkten aus österreichischer Sicht.  Schon 2015 zum wichtigsten Absatzmarkt in Lateinamerika geworden, rückte Mexiko vom 30. auf den 23. Platz unter den weltweit wichtigsten Abnehmerländern vor, knapp hinter Korea, Türkei und Kroatien und knapp vor Kanada und Australien. Indien und Brasilien folgen schon deutlich dahinter.

Auch die Dienstleistungsexporte entwickelten sich in den vergangenen beiden Jahren positiv. 2018 konnte ein Zuwachs um 26% auf EUR 121 Mio. erzielt werden. 

Österreich hat traditionell einen großen Handelsbilanzüberschuss, der sich 2018 auf EUR 891Mio. erhöhte. 

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Mexiko.

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Mexiko für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Mexiko der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters &
Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Automotive

Treibende Kraft hinter der wirtschaftlichen Entwicklung Mexikos ist die Exportwirtschaft, insbesondere im Zusammenhang mit der Automotive-Branche. Rund 80 % der in Mexiko produzierten Fahrzeuge gehen in den Export, vor allem in die USA.

Mexiko übertraf 2017 neuerdings seinen Rekord, sowohl hinsichtlich der Produktion (3,77 Mio. Einheiten, +8,9 %) als auch des Exports (3,1 Mio. Einheiten, +12,1) von Fahrzeugen und überholte 2014 Brasilien als größter Autoproduzent Lateinamerikas, das auch 2017 weiter an Boden verlor.

Im internationalen Vergleich lag Mexiko 2017 als Fahrzeughersteller mit rund 3,8 Mio. produzierten Einheiten an siebter Stelle hinter China, den USA, Japan, Deutschland, Südkorea und Indien. Seit 2009 liefert die mexikanische Autoindustrie jedes Jahr neue historische Rekordzahlen, sowohl in der Produktion wie beim Export. Diese Entwicklung wurde durch die steigende Nachfrage aus den USA und Lateinamerika begünstigt.

Mexikos Automobilindustrie ist vor allem im Norden und im Zentrum des Landes angesiedelt. Im industriell wenig entwickelten Süden sind keine Fahrzeugproduzenten niedergelassen. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Zur Automobil- und Autoteilefertigung nötige Maschinen und Anlagen werden in Mexiko fast ausschließlich importiert. 2017 betrug der Anteil der Maschinen am Gesamtimport ca. 37%. Gerade hier kann Österreichs Wirtschaft Handelsbeziehungen aufbauen und sich als Partner etablieren. Mehr als die Hälfte der österreichischen Exporte nach Mexiko sind Maschinen.

Hersteller und Zulieferer klagen über die schlechte Verfügbarkeit von Werkzeugen für die Industrie sowie von Dienstleistungen zur Instandsetzung und Wartung von Werkzeugen. Hier besteht Bedarf, der von österreichischen Lieferanten erfüllt werden kann.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Automotive? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Mexiko

Aerospace/Sicherheit

Luftfahrt

Mexiko hat aufgrund seiner idealen Lage zwischen den USA und Lateinamerika und seiner jungen Arbeitskräfte dem Luft- und Raumfahrtsektor einiges zu bieten. Das Land verfügt über Freihandelsabkommen mit rund 50 sowie Flugabkommen mit mehr als 45 Ländern. Überdies besteht eine konkurrenzfähige Fertigung, welche laut ProMéxico um 88 % billiger ist als jene der USA. Im Jahr 2016 erhielt Mexiko sein höchstes Ranking im Globalen Wettbewerbsfähigkeitsindex und belegte den 51ten Platz. Außerdem ist Mexiko an 6. Stelle unter den Luftfahrt-Zulieferern der USA. Mexiko exportiert um ca. 2/3 mehr an Industrieprodukten als alle anderen Länder in Lateinamerika zusammen und kann sich in den anspruchsvollen Branchen Automotive und Elektronik ebenso gut halten wie im Luft- und Raumfahrtsektor.

Es ist nicht zu bezweifeln, dass Mexiko ein immer attraktiver werdender Standort für den Sektor ist, und obwohl dieser bis jetzt nur etwas mehr als 300 Unternehmen umfasst, ist die Luft-und Raumfahrtindustrie stark im Wachstum. So stieg der Export vom Jahr 2004 bis 2015, angetrieben durch die kommerzielle und zivile Luftfahrt, um 400 %. Pro Jahr wurde in den letzten 5 Jahren ein Anstieg des Exports von je 20,6 % verzeichnet, was zu einem Export von 8,00 Milliarden US-Dollar in 2017 führte. Bis zum Jahr 2020 wird in Mexiko mit einem weiteren Anstieg des Exports von bis zu 12 Milliarden US-Dollar gerechnet.

Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist derzeit in 18 von 32 Staaten Mexikos präsent, wobei sich die meisten Unternehmen auf 5 Staaten konzentrieren: Baja California, Chihuahua, Nuevo Leon, Querétaro und Sonora. Die Entwicklung in diesen Bundesstaaten brachte die Landesregierungen und lokalen Unternehmen dazu, sogenannte Cluster zu konstruieren, um so den Sektor zu stärken. Unternehmen in Chihuahua, Nuevo León und Querétaro gehören zu einem individuellen Cluster, während in Baja California zwei Cluster bestehen und Sonora vom Sonora Council for Economic Promotion (COPRESON) repräsentiert wird. 

Chancen für österreichische Unternehmen

Der Mexikanischen Luftfahrtindustrie fehlen nach wie vor wichtige Glieder in der Zulieferkette. Hier gibt es große Chancen für österreichische Unternehmen.

Die besten Aussichten für Produkte und Dienstleistungen in der Luft- und Raumfahrtindustrie sind neben Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsdienstleistungen auch Prüfmaschinen, Spezialanfertigungen und -prozesse, Metallbehandlungen, Pressarbeiten sowie Spezialwerkzeuge und spezialisierte Dienstleistungen.

Der Unternehmen des Luftfahrtsektors sind in Mexiko stark in regionale Cluster gegliedert. Das AußenwirtschaftsCenter Mexiko pflegt hier sehr gute Kontakte und findet gerne für Sie heraus, in welcher Region Ihr Produkt derzeit gefragt ist. 

Erneuerbare Energie

2014 war in Mexiko das Jahr der Energiereform: die davor verstaatlichte Erdöl-, Erdgas- und Elektrizitätsindustrie wurde für privates sowie ausländisches Kapital geöffnet.

Während die Öffnung des Ölmarktes etwas zögerlich verläuft, gibt es bei den erneuerbaren Energien bereits zahlreiche Möglichkeiten für ausländische Unternehmen am Markt zu partizipieren. Hier birgt Mexiko großes Potential .

Dazu kommt, dass sich Mexiko auch politisch der Reduktion von Treibhausgasen verschrieben hat. Bis 2050 will Mexiko 50% des Strombedarfs per erneuerbarer Energie abdecken. Wie ernst es der mexikanischen Regierung dabei ist, zeigt ihr Anreizprogramm für Investoren: neben einem eigenen Förderprogramm für nachhaltige Projekte wurde sowohl ein Fonds für nachhaltige Energie sowie ein Fonds für die Energiewende und den nachhaltigen Energieverbrauch eingerichtet. Auch hier stehen wir mit ausführlicheren Informationen zu den einzelnen Fonds und Programmen zur Verfügung.   

Chancen für österreichische Unternehmen

Die meisten Möglichkeiten stecken in der Solarenergie: Mexiko ist einer der sunbelt Staaten, also einer jener Staaten, die zwischen dem 35. und 36. Breitengrad liegen und dadurch über extrem hohe Einstrahlungsintensität verfügen. Zur Veranschaulichung: Im Nordwesten des Landes, wo die Einstrahlungsintensität am höchsten ist, würde eine quadratische Fläche mit je 25 km Seitenlänge theoretisch ausreichen, um das gesamte Land mit Strom zu versorgen.

In der Wasserkraft ist das vorhandene Potential bei Weitem noch nicht ausgeschöpft: es liegt laut Schätzungen beim Vierfachen der derzeit installierten Gesamtkapazität. Hier liegen die Möglichkeiten nicht nur in neuen Projekten, sondern ebenso in der Rehabilitierung und Modernisierung älterer Großwasserkraftwerke.

Windkraft ist insbesondere im Norden des Bundesstaates Baja California und im südlichen Teil des Bundesstaates Oaxaca relevant. Hier gibt es Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 17,5-19 m/Sek. Insgesamt geht der mexikanische Windenergieverband von einem landesweiten Potential von 40 GW aus.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Erneuerbare Energie? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Mexiko

Ausführliche Informationen

Damit Ihre Marktbearbeitung in Mexiko problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Mexiko anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Mexiko.

Das AußenwirtschaftsCenter Mexiko berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zur Mexiko haben.