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Die mexikanische Wirtschaft

Unser AußenwirtschaftsCenter in Mexiko hat die wichtigsten Informationen zur mexikanischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Mexikos Wirtschaft wächst 2018 ähnlich wie im Vorjahr um knapp über 2 %. Das ist zwar schwächer als zu Jahresbeginn erwartet, aber immer noch ein stabiles Wachstum. Der Hauptgrund dafür liegt wohl in der Verunsicherung über die Neuverhandlung des NAFTA-Abkommens.  Aber auch andere Faktoren wie die Präsidentenwahl zur Jahresmitte und die Budgetkürzungen in Folge des niedrigen Ölpreises trugen zu dem relativ schwachen Ergebnis bei.

Die Exporte stiegen im 1. Hj. 2018 um 7,5% und waren weiterhin der Wachstumsmotor. Der Dienstleistungssektor legte um 2,7% zu, der Groß- und Einzelhandel und Geld und Kredit stiegen um über 3%. Der Agrarsektor wuchs um 3,5%.  Die Bergbauindustrie fiel weiter zurück, die Bauindustrie wuchs um 2 % und die Sachgüterproduktion um 1,5%.

Der mexikanische Peso zeigt sich relativ volatil gegenüber dem USD. Der Tiefpunkt wurde im Februar 2017 mit über 22 Peso für einen Dollar erreicht. Mittlerweile stabilisiert sich der Wechselkurs des Peso zum USD bei zwischen 19 und 20.

Positiv für Mexiko ist die starke exportorientierte Industrie und offene Volkswirtschaft. Das Land ist heute weit weniger von Rohstoffpreisen abhängig als noch vor einem Jahrzehnt. Für 2018 wird mit einem Wirtschaftswachstum von 2,3 % gerechnet, das sich 2019 auf 2,7% steigern sollte. 

Besondere Entwicklungen

Die Erleichterung über die im September erzielte Einigung mit den USA zu einem aktualisierten Freihandelsabkommen, dem sich Kanada Ende September anschloss, ist groß. Es wird nicht mehr NAFTA heißen, sondern USMCA (USA-Mexiko-Kanada-Abkommen). Damit wird der Druck auf die mexikanische Währung geringer und das Vertrauen der ausländischen Direktinvestoren gestärkt. Das Abkommen soll Ende November 2018 am G20-Gipfel in Buenos Aires von den 3 Präsidenten unterschrieben werden und wird dann nach Ratifizierung in den jeweiligen Parlamenten irgendwann im kommenden Jahr in Kraft treten. Somit ist der Fortbestand einer der größten Freihandelszonen der Welt gesichert.

Das neue Abkommen enthält viele Verbesserungen z.B. im Bereich elektronischer Handel und geistiges Eigentum; viele der neuen Passagen wurden aus dem von Trump abgelehnten Transpazifischen Abkommen übernommen.

Insgesamt 3 Knackpunkte machten die Verhandlungen über mehr als 1 Jahr schwierig:

Letztlich hat sich bei der Streitbeilegungsklausel wenig geändert. Das Abkommen gilt unkündbar für alle Seiten auf 16 Jahre, wobei nach 6 Jahren Konsultationen über mögliche Verbesserungen vorgesehen sind.

Im Bereich der Ursprungsregeln für die KFZ-Industrie kommt es zu wesentlichen Veränderungen: der lokale Produktionsanteil wird in 4 Stufen bei PKW von 60 auf 75% angehoben, wobei 40 % aus einem Mitgliedsland mit einem Mindestlohn von USD 16 kommen müssen, also aus den USA oder Kanada. Ähnliches gilt für Schwerfahrzeuge und Autoteile. Das sollte nach allgemeiner Einschätzung genug Spielraum für alle Beteiligten lassen, um die Wertschöpfungskette – auch in Mexiko - weiter auszubauen.

Mexiko und Kanada sind vorläufig nicht von den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium ausgenommen. Beide Länder hoffen, das Thema in den kommenden Wochen bis zur Unterschrift noch vom Tisch zu bekommen.

Während die NAFTA-Neuverhandlungen teils emotional diskutiert und kommentiert wurden, blieb in der Industrie weiter „business as usual“ angesagt. Mit dem neuen Abkommen bleibt Mexiko weiterhin ein attraktiver Produktionsstandort in Nordamerika und wird auch in Zukunft ein interessanter Markt für Technologie und Zulieferungen sein.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich 

Mexiko ist auch weiterhin ein interessanter Markt für österreichische Technologie und Anlagen. Das bestätigen die Außenhandelszahlen: wurde 2017 erstmals die Mrd.-Schallmauer deutlich übersprungen, zeigte sich auch im 1. Hj. 2018 ein deutliches Wachstumsplus von 9,45%.

2017 nahmen die Exporte um 17,1 % auf EUR 1,1 Mrd. zu. Der Rückgang der Exportzuwachsrate im 1. Hj. 2018 ist auf die Stagnation in der wichtigsten Lieferposition Maschinen und Anlagen zurückzuführen. Darin spiegelt sich eine gewisse Investitionszurückhaltung der ausländischen Lohnfertigungsindustrie im Gefolge der Diskussion um NAFTA-neu wider. Der Binnenmarkt selbst blieb robust und sonstige Fertigwaren und bearbeitete Waren stiegen auch 2018 weiter überdurchschnittlich.  

Die österreichischen Warenlieferungen nach Mexiko haben sich zwischen 2014 und 2017 beinahe verdoppelt. Mexiko gehört damit gemeinsam mit Australien und Korea zu den wachstumsstärksten Überseemärkten aus österreichischer Sicht.  Schon 2015 zum wichtigsten Absatzmarkt in Lateinamerika geworden, rückte Mexiko vom 30. Platz zu den TOP 25 unter den weltweit wichtigsten Abnehmerländern vor. Das Exportvolumen bewegte sich 2017 am annähernd selben Niveau wie unsere Kanada- und Australien-Exporte (jeweils EUR 1,14 Mrd.) und deutlich vor Brasilien (EUR 726 Mio.) und Indien (EUR 754 Mio.). Unter den BRICS- und Next-Eleven-Ländern liegt Mexiko nun hinter China, Russland, der Türkei und Korea an 5. Stelle.

Auch die Dienstleistungsexporte entwickelten sich in den vergangenen beiden Jahren positiv. 2017 konnte ein Zuwachs um 11,5 % auf EUR 97 Mio. erzielt werden, im 1. Hj. 2018 liegt der Zuwachs bei knapp 40% auf EUR 60 Mio.

Österreich hat traditionell einen großen Handelsbilanzüberschuss, der sich 2017 auf EUR 650 Mio. erhöhte und heuer weiter steigen wird. 

Ausführliche Informationen zu Wirtschaftslage und wirtschaftlicher Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT UPDATE: Wirtschaftsbericht aus Mexiko

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Mexiko für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Mexiko der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.  

Ausführliche Informationen 

Damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können, ob ein Markteintritt oder eine vertiefte Marktbearbeitung in Mexiko für Sie in Frage kommt, finden Sie umfassende Informationen zu Mexiko sowie zu Wirtschaft, Geschäftschancen, Marktbedingungen, Steuern und dem rechtlichen Rahmen in unserem Länderreport Mexiko

Für spezifischere Themen haben die Kolleginnen und Kollegen des AußenwirtschaftsCenter Mexiko darüber hinaus folgende Fachpublikation für Sie ausgearbeitet: 

Das AußenwirtschaftsCenter Mexiko berät Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Mexiko haben.

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