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Die spanische Wirtschaft

Unsere AußenwirtschaftsCenter in Madrid und Barcelona haben die wichtigsten Informationen zur spanischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Die spanische Wirtschaft wächst seit 2014 kontinuierlich und wird weiterhin wachsen. Diesen Trend bestätigt auch der IWF. 2017 hat mit einem erstaunlichen Wachstum von 3,1 % abgeschlossen. Somit wuchs die spanische Wirtschaft bereits das 3. Jahr in Folge mit jeweils mehr als 3 % und hat 2017 das Vorkrisen-BIP von 2008 (1.164 Mrd. EUR) wieder erreicht. Für 2018 wird ein weiteres Wachstum von 2,8 % prognostiziert.

Die Motoren des Wachstums sind der Konsum sowie die Investitionen. Der private Konsum stieg 2017 um 2,4 %. Die lokalen Investitionen erhöhten sich um 5 % gegenüber dem Vorjahr. Die wichtigste Triebfeder 2017 waren Investitionen in Ausrüstungen wie Maschinen und Anlagen mit + 6 %. Auch die ausländischen Investitionen in Spanien legen im Jahr 2017 zu und haben sich mit + 140 % gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und die 50 Mrd. EUR-Marke überschritten.

Besondere Entwicklungen

Die Arbeitslosenquote sinkt seit dem Höchststand 2013 von fast 26 % stetig, ist mit rund 16 % aber immer noch hoch. Das größte nach wie vor ungelöste Problem für die seit Ende Mai amtierende

sozialistische Minderheitsregierung unter Ministerpräsident Pedro Sánchez stellt nach wie vor Katalonien dar. Zumindest hat sich jedoch die Gesprächsatmosphäre deutlich verbessert und es gibt wieder einen Dialog zwischen der Zentralregierung und der Generalitat, was auf eine Klärung des Konflikts in baldiger Zukunft hoffen lässt.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Österreichs Handelsvolumen mit Spanien beträgt knapp 5 Mrd. Euro. 2017 stiegen die österreichischen Exporte um 2,3 % und erreichten 2,435 Mrd. Euro. Gute Exportchancen bieten Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen für die spanische Exportwirtschaft, Zulieferungen für die Kfz-Industrie und pharmazeutische Erzeugnisse. 

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Spanien. 

Spanien ist groß und vielfältig. Damit wir Sie bestmöglich über das ganze Land informieren können, sind wir in den wichtigsten Wirtschaftszentren direkt vor Ort. In unseren Regionalupdates erfahren Sie mehr über die Wirtschaftslage in den einzelnen Teilen Spaniens:  

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Madrid für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.  

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Spanien der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.  

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & 
Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Software & IT

Der spanische IKT-Markt hat im letzten Jahrzehnt einen der europaweit größten Zuwächse erlebt und hat Spanien als eines der fünf wichtigsten Länder Europas positioniert. Große Konzerne wie IBM, Microsoft oder HP haben Spanien ausgewählt, um dort ihre internationalen F&E-Zentren aufzubauen.

Der Umsatz des IKT-Sektors in Spanien betrug im Jahr 2017 fast 109.000 Millionen Euro und entsprach einem Beitrag von 4,3% zum BIP. Die mehr als 34.000 Unternehmen der Branche beschäftigen direkt über 496.000 ArbeitnehmerInnen und bestätigen so die positive Wachstumstendenz des Sektors in Spanien.

Den höchsten Zuwachs der Branche vermerken die Unternehmen im Bereich Herstellung und Vertrieb, während der Telekommunikationsbereich im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang verzeichnete.

Die modernen Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastrukturen Spaniens, ergänzt durch ein umfangreiches Netzwerk von Wissenschafts-, Technologieparks und Hochschulzentren, die Verfügbarkeit hochqualifizierter Arbeitskräfte zu sehr wettbewerbsfähigen Kosten und die strategische Position als Türöffner zu den lateinamerikanischen und nordafrikanischen Märkten, wo bereits große spanische Konzerne angesiedelt sind, machen Spanien für IKT-Player zu einem der attraktivsten Hotspots weltweit.

Chancen für österreichische Unternehmen

Vor allem durch die immer wichtiger werdende wirtschaftliche Imagekomponente Österreichs, die mit den Werten Qualität, Zuverlässigkeit, hohem technologischen Standard, Kundendienst und Eingehen auf Kundenwünsche zu tun hat, ist Österreich in Spanien hochwillkommen.

In Spanien wird ein überwiegender Teil der IKT-Technologie importiert, wodurch sich für österreichische Unternehmen die Möglichkeit ergibt, sich mit einmaligen Innovationen stark zu positionieren und am Markt zu etablieren. Durch spezielle Angebote in Nischenbereichen kann der spanische Markt besonders gut bearbeitet werden.

Big Data und Data Mining werden eine Schlüsselrolle für Unternehmen einnehmen, um bessere Entscheidungen treffen zu können. Weitere digitale Technologien, die in der Industrie im Vormarsch sind, sind beispielsweise Sensorization und Wearables - besonders interessant für Bereiche wie Verpackung, Textil, Pharma oder Biomedicals. In den nächsten Jahren werden auch die Bereiche IoT und Cybersecurity im industriellen Umfeld stärker präsent sein.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur IKT-Branche? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Barcelona.

Kreativwirtschaft

Mit rund 47 Millionen Konsumenten und einer Strahlkraft auf die gesamte Iberische Halbinsel sowie nach Lateinamerika und Nordafrika verfügt Spanien über ein hohes Marktpotential, auch im Bereich der Kreativwirtschaft mit seinen Subsektoren Industrie– und Produktdesign, Architektur und Interior, Mode und Textil, sowie Musik, Film und Entertainment.

Dank der bemerkenswerten Dichte von Kreativschaffenden, Fachverbänden und Ausbildungsstätten bietet der spanische Markt ein großes Potential für Kooperationen und Geschäftspartnersuche in allen Sektoren der Kreativwirtschaft. 22% der spanischen Angestellten sind Teil der sogenannten "Kreativen Klasse" und 5,7% der spanischen Produktion stammen aus der Kreativwirtschaft. Dieses Szenario steht im Kontext von beachtlichen Wirtschaftswachstumsraten (3,1% im Jahr 2017) und einer weltoffenen Geschäftskultur.

Neben Madrid und dem Baskenland ist insbesondere Katalonien mit seiner Hauptstadt Barcelona DER Kreativhotspot Spaniens mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Fachveranstaltungen, Festivals und ist immer wieder Trendsetter im Bereich der internationalen Kreativleistungen.

Das spanische Kulturministerium hat im März 2017 das Förderprogramm „Plan Cultura 2020“ ins Leben gerufen, um mittels 150 geförderter Projekte die Leistungen der spanischen Kreativwirtschaft zu erhöhen und diese international optimal zu positionieren.

Chancen für österreichische Firmen

Auch die spanische Kreativwirtschaft befindet sich im digitalen Transformationsprozess und ist auf der Suche nach neuen Technologien und innovativen Produkten- und Dienstleistungen, die diesen Prozess beschleunigen. Spanische Unternehmen setzen verstärkt auf Design zur Produktdifferenzierung und suchen nach neuen Technologien für nachhaltige Produktionsprozesse.

Ganz vorne im Trend stehen Eco Design, Open Design, BIM (Building Information Modeling), NZEB (Nearly Zero Energy Buildings), IoT, Nachhaltigkeit und Virtuelle Realität.

Die Musikbranche Spaniens weist gerade im Bereich der Live-Musik enorme Wachstumszuwächse auf, so fakturierte diese 2017 eine Rekordzahl von rund 270 Millionen Euro, 20% mehr als im Vorjahr und konsolidiert sich somit als Top-Destination für große internationale Musiktourneen.

Österreichische Produkte und Dienstleistungen stehen in Spanien hoch im Kurs, dank Werten wie Qualität, Zuverlässigkeit, hohem technologischen Standard, sowie exzellentem Kundenservice.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Kreativwirtschaft? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Barcelona.

Bio-Nahrungsmittel und Getränke

In Spanien stehen die Zeichen in der Nahrungsmittel- und Getränkebranche rundum auf Wachstum. Jährlich werden in Spanien über 100 Milliarden EUR für Nahrungsmittel und Getränke ausgegeben. Die Ausgaben entfallen zu etwa zwei Dritteln auf die Haushalte und zu einem Drittel auf den Außer-Haus-Verzehr, mit Umsatzzuwächsen in beiden Schienen. Zurückgeführt wird dies auf die positive Entwicklung der spanischen Wirtschaft, welche sinkende Arbeitslosenzahlen und mehr Zuversicht unter den spanischen Konsumenten zur Folge hat. Zum wachsenden Außer-Haus-Konsum trägt unter anderem der boomende Tourismus bei.

Das Ende der Wirtschaftskrise in Spanien und die damit verbundene positive wirtschaftliche Entwicklung im Land haben den Lebensmittelkonsum und besonders die Bedürfnisse der spanischen Konsumenten verändert. So wird zunehmend neben einem attraktiven Preis auch Wert auf andere Faktoren gelegt. Innerhalb der Trends der letzten Jahre ist einer besonders auffällig – der Trend Richtung Bio. Dieser ist sowohl in der Produktion als auch im Handel zu beobachten. Während der größte Teil der in Spanien produzierten Bio-Produkte, meist ohne Transformation, ins Ausland exportiert wird, werden umgekehrt hauptsächlich abgepackte, weiterverarbeitete Bio-Produkte mit einem großen Mehrwert importiert.  Auch wenn Bio-Lebensmittel insgesamt noch für etwas weniger als 2% des gesamten Umsatzes im spanischen Handel verantwortlich zeichnen, wächst der Konsum in zweistelligen Prozentsätzen (2017: +17%) und verzeichnete Rekordumsätze von geschätzten 2 Mrd. Euro im Jahr 2018. Prognosen deuten darauf hin, dass in 4-5 Jahren ein Bio-Marktanteil von insgesamt 10-15% erreicht werden könnte.

Chancen für österreichische Unternehmen

Spanien ist in den letzten Jahren beliebtes Zielland österreichischer Agrarexporte geworden. So zählte es 2018 zu den Top-3-Exportdestinationen für österreichische Nahrungsmittel und Getränke und bietet interessante Chancen für österreichische Hersteller. Gerade im Bio-Bereich, mit seiner derzeit sehr dynamischen Entwicklung, tun sich Chancen auf, da der Markt noch nicht übersättigt ist und Österreichs Nahrungsmittel und Getränke am spanischen Markt über einen ausgezeichneten Ruf in Bezug auf ihre hohe Qualität verfügen, sowohl unter den Endkonsumenten, als auch den Akteuren innerhalb der Bezugsstruktur. 

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Nahrungsmittel und Getränke-Branche? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Barcelona.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Spanien problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Madrid anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Spanien

Die AußenwirtschaftsCenter Madrid und Barcelona beraten Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Spanien haben.