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Die spanische Wirtschaft

Unsere AußenwirtschaftsCenter in Madrid und Barcelona haben die wichtigsten Informationen zur spanischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

Die Wirtschaft Spaniens schloss das Vorjahr Corona-bedingt mit einem realen Rückgang von 10,8% ab. Damit war Spanien weltweit die am härtesten betroffene Volkswirtschaft unter den entwickelten Ländern. Vor allem das zweite Quartal, in dem Spanien in einem der strengsten Lockdowns in Europa verharrte, fiel mit einem Minus von 21,6% auf Jahresbasis verheerend aus. Im zweiten Halbjahr lag der durchschnittliche Rückgang bei 8,7%.

Im Vergleich zu den Vorjahren befanden sich fast alle Sektoren im freien Fall. Nur die öffentlichen Ausgaben (+1,4%), die gesamtwirtschaftlich wenig bedeutende Landwirtschaft inkl. der Fischerei (+5%) und das Finanz- und Versicherungswesen (+3,3%) legten real zu. Am stärksten brachen Kreativ- und Erholungsdienstleistungen (-24,5%), Handel, Transport und Beherbergung (-24%), und das Bauwesen (-14,1%) ein. Die Bruttoanlageinvestitionen gingen um 12,5% zurück, hier schlug der Rückgang bei den Transportmitteln (-22,6%) besonders stark zu Buche. Die produzierende Industrie verlor 2020 10,6%, mit dem geringsten Rückgang im vierten Quartal (-3,5%).

Die Corona-Krise hinterließ auch am Arbeitsmarkt tiefe Spuren. Trotz der Kurzarbeit-Programme der spanischen Regierung ging 2020 die Anzahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr um rund 577.000 Beschäftigte auf 19,2 Mio. zurück (-2,9%), wobei die geleisteten Arbeitsstunden sogar um 10,4% fielen. Zusätzlich befanden sich am Ende des Vorjahres 755.000 Arbeitnehmende in staatlich unterstützter Kurzarbeit. Von den noch zu Jahresbeginn 2020 bestehenden knapp 19,8 Mio. Arbeitsverhältnissen gingen also 6,7% verloren oder konnten nur mit staatlicher Hilfe gerettet werden. Insgesamt ergab das eine Arbeitslosenrate von 15,5% (16,1% im letzten Quartal).

Der Außenhandel Spaniens ließ deutlich nach, allerdings gingen die Einfuhren stärker zurück als die Ausfuhren, was zu einem deutlich vorteilhafteren Außenergebnis führte: Nach den Statistiken der spanischen Außenwirtschaftsagentur ICEX standen im Vorjahr den Ausfuhren in der Höhe von 261,2 Mrd. Euro (‑10%, damit ist Spanien unter den 20 größten Exporteuren weltweit) Einfuhren von 274,6 Mrd. Euro (-14,8%) gegenüber. Das traditionelle spanische Defizit in der Warenverkehrsbilanz betrug 13,4 Mrd. Euro, was einer Reduktion um 58% entsprach.

Besondere Entwicklungen

Spanien war im Vorjahr weltweit die am stärksten vom Corona-Virus getroffene entwickelte Volkswirtschaft. Neben dem menschlichen Leid (Stand Mitte April 2021 3,4 Mio. Fälle und 77.000 Tote) waren die wirtschaftlichen Auswirkungen verheerend.

Die Antwort der Regierung auf die Corona-Bedrohung erfolgte im Großen und Ganzen relativ rasch und fokussiert, wobei die wesentlichen Ziele in wirtschaftlicher Hinsicht der Erhalt der Arbeitsplätze und die Sicherung des Fortbestandes der Unternehmen waren. Aufgrund der relativ hohen Staatsverschuldung war der budgetäre Spielraum eingeengt, weswegen es kaum Fixkostenzuschüsse oder sonstige direkte Leistungen gab.

Es ist schon jetzt klar, dass es Jahre dauern wird, bis Spanien wirtschaftlich das Vorkrisenniveau erreichen wird. Zwar wird es dieses und nächstes Jahr aufgrund der katastrophalen Werte des Vorjahres und des Impfprogrammes ein starkes Wirtschaftswachstum geben, bis die Volkswirtschaft wieder auf dem Stand von 2019 ist, wird es aber wohl bis ins Jahr 2023 hinein dauern. 

Spanien setzt große Hoffnungen in die Hilfen der EU aus dem PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme): Zur Abfederung der Auswirkungen von Corona und zum Neustart der Wirtschaft sollen neben den eigenen Geldern 140 Mrd. Euro von der EU kommen, 73 Mrd. Euro davon in Form von Zuschüssen. 72 Mrd. davon müssen bis 2023 ausgegeben werden, der Rest bis 2026. 

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich

Das Handelsvolumen zwischen Spanien und Österreich betrug 2020 5,6 Mrd. Euro. Davon entfielen auf den Warenverkehr 4,4 Mrd. Euro, der Dienstleistungshandel kam auf 1,2 Mrd. Euro. Das bedeutet einen Rückgang des bilateralen Handels im Vergleich zum Vorjahr um rund 1,4 Mrd. Euro oder über 20%.

Die österreichischen Warenlieferungen nach Spanien erreichten 2020 1.959,3 Mio. Euro (‑21,1% zum Vorjahr), die spanischen Lieferungen beliefen sich auf 2,432 Mrd. Euro (-9,8%). Während Spanien für Österreich der 17.-wichtigste Exportmarkt ist, steht Österreich in Spanien an 18. Stelle.

Die Top-10-Produkte der österreichischen Lieferungen nach Spanien (HS 4‑Steller) sind organisch-chemische Verbindungen, Motorräder, PKW, KFZ-Zubehör und –Teile, elektrische Motoren und Generatoren, immunologische Erzeugnisse und Antisera, Bautischler- und Zimmermanns-Arbeiten, Papier und Pappe, Rohre und Hohlprofile aus Stahl sowie synthetische oder künstliche Fasern.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Spanien. 

Spanien ist groß und vielfältig. Damit wir Sie bestmöglich über das ganze Land informieren können, sind wir in den wichtigsten Wirtschaftszentren direkt vor Ort. In unseren Regional-Wirtschaftsberichten erfahren Sie mehr über die Wirtschaftslage in den einzelnen Teilen Spaniens:

Darüber hinaus steht Ihnen das AußenwirtschaftsCenter Madrid für Auskünfte und eine persönliche Beratung zur Verfügung: Schicken Sie einfach ein E-Mail oder rufen Sie uns an.

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Spanien der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & 
Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Medizintechnik & Laborbedarf, Life Science & Pharma

Die Statistik zeigt, dass Spanien in der EU das Land mit der höchsten Lebenserwartung ist. Sie ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und lag 2018 durchschnittliche bei 86 (Frauen) bzw. 80 (Männer) Jahren. Da Spanien gleichzeitig eine der weltweit niedrigsten Geburtenraten verzeichnet, führt das zu einer regional oft schon dramatischen Überalterung der Bevölkerung. Diese demografische Entwicklung stellt enorme Anforderungen an das Gesundheitssystem.

Da das spanische Gesundheitssystem bekanntermaßen ein hohes Niveau hat und für Qualität steht, wächst auch der Gesundheitstourismus, insbesondere in den Bereichen der Fruchtbarkeitsmedizin, Ophthalmologie, orthopädischen sowie plastischen Chirurgie.

Um all diese Herausforderungen zu meistern, setzt man einerseits auf Prävention und die Unterstützung durch Big Data und künstliche Intelligenz, um Ressourcen zu sparen bzw. ganz gezielt einzusetzen. Andererseits sind für die nächsten Jahre auch große Investitionen in die Gesundheitsinfrastruktur vorgesehen. Investiert wird sowohl von der öffentlichen Hand als auch durch private Krankenhausbetreiber. Landesweit sind bis 2024 rund 40 neue Krankenhäuser geplant.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Diese aktuellen Entwicklungen im spanischen Gesundheitssektor bieten für österreichische Unternehmen in den nächsten Jahren gute Absatzchancen für die ganze Palette an medizintechnischen Produkten und Labortechnologien.

Was den Sektor Life Science betrifft, so liegt Spanien an der Spitze im Bereich biomedizinische Forschung und Biotechnologie. Die Branche zieht inzwischen zunehmend das Interesse internationaler Investoren auf sich und auch im Bereich Forschungskooperation bieten sich attraktive Chancen. 

Für die nächsten Jahre hat das AußenwirtschaftsCenter Madrid mehrere Veranstaltungen geplant, um österreichische Unternehmen beim Markteintritt in Spanien verstärkt zu unterstützen. Außerdem bieten wir laufend individuelle Unterstützung bei der Vertriebspartnersuche und zur Produktpräsentation an.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Medizintechnik & Life Science und möchten sich auf dem spanischen Markt positionieren? Sie möchten wissen, welche Aktionen in den nächsten 1-2 Jahren vorgesehen sind? Dann kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Madrid, wir informieren und unterstützen Sie gerne! 

Software & IT

Der spanische IKT-Markt hat im letzten Jahrzehnt einen der europaweit größten Zuwächse erlebt und hat Spanien als eines der fünf wichtigsten Länder Europas positioniert. Große Konzerne wie IBM, Microsoft oder HP haben Spanien ausgewählt, um dort ihre internationalen F&E-Zentren aufzubauen.

Der Umsatz des IKT-Sektors in Spanien betrug im Jahr 2017 fast 109.000 Millionen Euro und entsprach einem Beitrag von 4,3 % zum BIP. Die mehr als 34.000 Unternehmen der Branche beschäftigen direkt über 496.000 ArbeitnehmerInnen und bestätigen so die positive Wachstumstendenz des Sektors in Spanien.

Den höchsten Zuwachs der Branche vermerken die Unternehmen im Bereich Herstellung und Vertrieb, während der Telekommunikationsbereich im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang verzeichnete.

Die modernen Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastrukturen Spaniens, ergänzt durch ein umfangreiches Netzwerk von Wissenschafts-, Technologieparks und Hochschulzentren, die Verfügbarkeit hochqualifizierter Arbeitskräfte zu sehr wettbewerbsfähigen Kosten und die strategische Position als Türöffner zu den lateinamerikanischen und nordafrikanischen Märkten, wo bereits große spanische Konzerne angesiedelt sind, machen Spanien für IKT-Player zu einem der attraktivsten Hotspots weltweit.

Chancen für österreichische Unternehmen

Vor allem durch die immer wichtiger werdende wirtschaftliche Imagekomponente Österreichs, die mit den Werten Qualität, Zuverlässigkeit, hohem technologischen Standard, Kundendienst und Eingehen auf Kundenwünsche zu tun hat, ist Österreich in Spanien hochwillkommen.

In Spanien wird ein überwiegender Teil der IKT-Technologie importiert, wodurch sich für österreichische Unternehmen die Möglichkeit ergibt, sich mit einmaligen Innovationen stark zu positionieren und am Markt zu etablieren. Durch spezielle Angebote in Nischenbereichen kann der spanische Markt besonders gut bearbeitet werden.

Big Data und Data Mining werden eine Schlüsselrolle für Unternehmen einnehmen, um bessere Entscheidungen treffen zu können. Weitere digitale Technologien, die in der Industrie im Vormarsch sind, sind beispielsweise Sensorization und Wearables – besonders interessant für Bereiche wie Verpackung, Textil, Pharma oder Biomedicals. In den nächsten Jahren werden auch die Bereiche IoT und Cybersecurity im industriellen Umfeld stärker präsent sein.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur IKT-Branche? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Barcelona.

Hochbau/Baustoffe

Bauwirtschaft

Die spanische Bauwirtschaft verzeichnet nach einer ausgedehnten Flaute wieder Wachstum, und zwar vor allem im Hochbaubereich. Neubauten und Gebäudesanierungen werden in Angriff genommen, im boomenden Tourismussektor wird in Hotels und andere touristische Einrichtungen investiert.

Etwa ein Drittel der spanischen Wohngebäude stammen noch aus den 60er und 70er Jahren und entspricht bei weitem nicht mehr den heute gültigen Bauvorschriften. Hier ist dringender Handlungsbedarf angesagt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Zahl der vergebenen Baulizenzen in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist, wobei neben Neubauten insbesondere dem Sektor Sanierung für die nächsten Jahre große Bedeutung zukommt. Insbesondere stehen dabei Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz und Energieeinsparung im Fokus. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Die aktuelle Marktsituation bietet österreichischen Unternehmen gute Geschäftschancen. Absatzmöglichkeiten sind etwa bei innovativen Baumaterialien, wie Dämmstoffen, Wärmeisolierungen, Holzbaustoffen, ökologischen Baustoffen inkl. Farben, Heizungs- und Sanitärprodukten, sowie intelligenten Software-Lösungen für den Baubereich auszumachen. 

Außerdem wird der weite Bereich urbane Technologien auch in den nächsten Jahren interessant bleiben, woraus sich Marktchancen bei Gebäudeausstattungen mit innovativen Lüftungssystemen, erneuerbaren Energien, intelligenter und kostensparender Beleuchtung sowie für alle Entwicklungen zur „smarten“ kommunalen Verwaltung und Organisation ergeben.

Das AußenwirtschaftsCenter Madrid verstärkt in den nächsten Jahren die Bearbeitung der Branche Bauwirtschaft schwerpunktmäßig. Mit einer Reihe von Fachveranstaltungen sollen das österreichische Knowhow im Hochbau und in der Entwicklung von innovativen Konzepten für die Städte der Zukunft nachhaltig präsentiert werden. Parallel dazu können einzelne Unternehmen in maßgeschneiderten individuellen Projekten beim Markteintritt und der Vertiefung von Geschäftsbeziehungen unterstützt werden.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche und den geplanten Aktivitäten? Dann kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Madrid, wir sind gerne für Sie da!

Architektur, Design, Möbel/Interior

Kreativwirtschaft

Mit rund 47 Millionen Konsumenten und einer Strahlkraft auf die gesamte Iberische Halbinsel sowie nach Lateinamerika und Nordafrika verfügt Spanien über ein hohes Marktpotential, auch im Bereich der Kreativwirtschaft mit seinen Subsektoren Industrie– und Produktdesign, Architektur und Interior, Mode und Textil, sowie Musik, Film und Entertainment.

Dank der bemerkenswerten Dichte von Kreativschaffenden, Fachverbänden und Ausbildungsstätten bietet der spanische Markt ein großes Potential für Kooperationen und Geschäftspartnersuche in allen Sektoren der Kreativwirtschaft. 22 % der spanischen Angestellten sind Teil der sogenannten "Kreativen Klasse" und 5,7 % der spanischen Produktion stammen aus der Kreativwirtschaft. Dieses Szenario steht im Kontext von beachtlichen Wirtschaftswachstumsraten (3,1 % im Jahr 2017) und einer weltoffenen Geschäftskultur.

Neben Madrid und dem Baskenland ist insbesondere Katalonien mit seiner Hauptstadt Barcelona DER Kreativhotspot Spaniens mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Fachveranstaltungen, Festivals und ist immer wieder Trendsetter im Bereich der internationalen Kreativleistungen.

Das spanische Kulturministerium hat im März 2017 das Förderprogramm „Plan Cultura 2020“ ins Leben gerufen, um mittels 150 geförderter Projekte die Leistungen der spanischen Kreativwirtschaft zu erhöhen und diese international optimal zu positionieren.

Chancen für österreichische Firmen

Auch die spanische Kreativwirtschaft befindet sich im digitalen Transformationsprozess und ist auf der Suche nach neuen Technologien und innovativen Produkten- und Dienstleistungen, die diesen Prozess beschleunigen. Spanische Unternehmen setzen verstärkt auf Design zur Produktdifferenzierung und suchen nach neuen Technologien für nachhaltige Produktionsprozesse.

Ganz vorne im Trend stehen Eco Design, Open Design, BIM (Building Information Modeling), NZEB (Nearly Zero Energy Buildings), IoT, Nachhaltigkeit und Virtuelle Realität.

Die Musikbranche Spaniens weist gerade im Bereich der Live-Musik enorme Wachstumszuwächse auf, so fakturierte diese 2017 eine Rekordzahl von rund 270 Millionen Euro, 20 % mehr als im Vorjahr und konsolidiert sich somit als Top-Destination für große internationale Musiktourneen.

Österreichische Produkte und Dienstleistungen stehen in Spanien hoch im Kurs, dank Werten wie Qualität, Zuverlässigkeit, hohem technologischen Standard, sowie exzellentem Kundenservice.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Kreativwirtschaft? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Barcelona.

Aerospace & Sicherheit

Der Luft- und Raumfahrtsektor hat mit rund 9 Mrd. Euro Gesamtumsatz für die spanische Wirtschaft strategische Bedeutung. Mit Produktionsstätten von Airbus, Airbus Helicopters und Airbus Defence and Space sowie einem höchstspezialisierten Netz an zertifizierten Aeronautikzulieferbetrieben und -technologiezentren ist Spanien eines der wichtigsten europäischen Länder im Flugzeugbau und gehört weltweit zu den wenigen Ländern, in denen die gesamte Produktionskette eines Flugzeugs von der Planung bis zu Flugbetrieb und Wartung durchgeführt werden kann.

Der Aeronautiksektor wächst seit Jahren kontinuierlich. In den letzten zehn Jahren konnte der Umsatz verdoppelt werden und auch die Zukunftsperspektiven sind äußerst positiv.

Der Sektor Sicherheit spielt eine zunehmend große Rolle und es ist davon auszugehen, dass er kurz- und mittelfristig weiterwachsen wird. Zentrale Themen sind nicht nur die private sondern vor allem die öffentliche Sicherheit. Die latente Gefahr von Terrorattacken stellt die staatlichen Sicherheitsbehörden und –kräfte vor große Herausforderungen. Aufgrund seiner Randlage in Europa kommt Spanien auch große Bedeutung beim Schutz der europäischen Außengrenze zu. Mit der fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung nimmt der Bereich der Cybersicherheit auf allen Ebenen immer breiteren Raum ein. 

Investiert werden muss in elektronische Überwachungs- und Sicherheitssysteme investiert, sowie in Technologien zum Schutz der Industrie und der öffentlichen Verwaltung vor Cyberangriffen. Auch in der zivilen und militärischen Luftfahrt spielen Sicherheitsthemen eine herausragende Rolle.

Chancen für österreichische Unternehmen

Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass für österreichische Sicherheitstechnologien gute Marktchancen bestehen und österreichische Produkte aufgrund ihrer Qualität großes Ansehen genießen. Mit der Teilnahme an den beiden Schwerpunktmessen zur zivilen Sicherheit einerseits und für militärische Verteidigungstechnologien andererseits unterstützt das AußenwirtschaftsCenter Madrid österreichische Unternehmen beim Markteintritt. Darüber hinaus bestehen gute Kontakte zu den Behörden des Zivilschutzes, der Polizei und der militärischen Beschaffung, sodass auch individuelle Produktvorführungen organisiert werden können.

Im Sektor der Luft- und Raumfahrt bestehen Zulieferchancen bei Airbus und einer Reihe von Tier1-3.

Sie möchten mehr Informationen zu den Branchen Aerospace & Sicherheit? Sie möchten Näheres zu Ihren Lieferchancen in diesen Sektoren wissen? Das AußenwirtschaftsCenter Madrid unterstützt Sie dabei gerne!

Nahrungsmittel/Softdrinks, Bio/Organic Food

In Spanien stehen die Zeichen in der Nahrungsmittel- und Getränkebranche rundum auf Wachstum. Jährlich werden in Spanien über 100 Milliarden Euro für Nahrungsmittel und Getränke ausgegeben. Die Ausgaben entfallen zu etwa zwei Dritteln auf die Haushalte und zu einem Drittel auf den Außer-Haus-Verzehr, mit Umsatzzuwächsen in beiden Schienen. Zurückgeführt wird dies auf die positive Entwicklung der spanischen Wirtschaft, welche sinkende Arbeitslosenzahlen und mehr Zuversicht unter den spanischen Konsumenten zur Folge hat. Zum wachsenden Außer-Haus-Konsum trägt unter anderem der boomende Tourismus bei.

Das Ende der Wirtschaftskrise in Spanien und die damit verbundene positive wirtschaftliche Entwicklung im Land haben den Lebensmittelkonsum und besonders die Bedürfnisse der spanischen Konsumenten verändert. So wird zunehmend neben einem attraktiven Preis auch Wert auf andere Faktoren gelegt. Innerhalb der Trends der letzten Jahre ist einer besonders auffällig – der Trend Richtung Bio. Dieser ist sowohl in der Produktion als auch im Handel zu beobachten. Während der größte Teil der in Spanien produzierten Bio-Produkte, meist ohne Transformation, ins Ausland exportiert wird, werden umgekehrt hauptsächlich abgepackte, weiterverarbeitete Bio-Produkte mit einem großen Mehrwert importiert. Auch wenn Bio-Lebensmittel insgesamt noch für etwas weniger als 2 % des gesamten Umsatzes im spanischen Handel verantwortlich zeichnen, wächst der Konsum in zweistelligen Prozentsätzen (2017: +17 %) und verzeichnete Rekordumsätze von geschätzten 2 Mrd. Euro im Jahr 2018. Prognosen deuten darauf hin, dass in 4-5 Jahren ein Bio-Marktanteil von insgesamt 10-15 % erreicht werden könnte.

Chancen für österreichische Unternehmen

Spanien ist in den letzten Jahren beliebtes Zielland österreichischer Agrarexporte geworden. So zählte es 2018 zu den Top-3-Exportdestinationen für österreichische Nahrungsmittel und Getränke und bietet interessante Chancen für österreichische Hersteller. Gerade im Bio-Bereich, mit seiner derzeit sehr dynamischen Entwicklung, tun sich Chancen auf, da der Markt noch nicht übersättigt ist und Österreichs Nahrungsmittel und Getränke am spanischen Markt über einen ausgezeichneten Ruf in Bezug auf ihre hohe Qualität verfügen, sowohl unter den Endkonsumenten, als auch den Akteuren innerhalb der Bezugsstruktur.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Nahrungsmittel und Getränke-Branche? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Barcelona.

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Spanien problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Madrid anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Spanien

Die AußenwirtschaftsCenter Madrid und Barcelona beraten Sie gerne, sollten Sie weitere Fragen zu Spanien haben.

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