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Die spanische Wirtschaft

Das AußenwirtschaftsCenter Madrid hat die wichtigsten Informationen zur spanischen Wirtschaft für Sie zusammengefasst

Wirtschaftslage 

2021 stieg das spanische BIP um 5% und machte damit die ersten Schritte Richtung Erholung, nachdem das BIP 2020 corona-bedingt um 10,8% zurückgegangen war. Das ausgezeichnete zweite Quartal (+17,7%) und das gute zweite Halbjahr machten das erste Vierteljahr wett, in dem es aufgrund der Corona‑Einschränkungen und zu einem geringeren Ausmaß auch aufgrund widriger Wetterbedingungen noch einen Rückgang zu verzeichnen gab.

Dem entsprechend ergab sich bei den einzelnen BIP-Komponenten ein positives Bild: Auf der Angebotsseite erholten sich vor allem der Bereich „Handel, Transport und Beherbergungsdienstleistungen“ (+17,4%) und die erzeugende Industrie (+7,4%). Auch das Finanz- und Versicherungswesen (+7,2%) wuchs überdurchschnittlich. Mit dem Bausektor (‑3,3%) und der Landwirtschaft inkl. der Fischerei (-5,5%) wiesen nur zwei Sektoren Rückgange auf.

Auf der Nachfrageseite sprangen vor allem die Bruttoinvestitionen (+7,2%) und die Ausgaben der Haushalte (+7,1%) positiv ins Auge. Dem gegenüber stieg der Konsum der öffentlichen Hand (+3,0%) nur unterdurchschnittlich. Die Bruttoanlageinvestitionen im Bauwesen gingen überraschenderweise sogar um 2,5% zurück.

Im für Spanien so wichtigen Tourismus (die Bruttowertschöpfung macht rund 15% des BIP aus) war die Entwicklung positiv. Nach dem Katastrophenjahr 2020 kamen um 64,4% mehr Touristen aus dem Ausland (31,1 Mio. Ankünfte), und die Ausgaben nahmen um 76% zu. Allerdings liegen die Zahlen immer noch deutlich unter dem Rekordjahr 2019, als gleich 83,5 Mio. internationale Touristen Spanien als Reiseziel wählten.

Trotz dieses guten Wertes hat Spanien den größeren Teil des Weges noch vor sich, um das BIP‑Niveau vor Corona zu erreichen. Die Prognosen gehen derzeit davon aus, dass Spanien im Lauf des Jahres 2023 wirtschaftlich das Vorkrisenniveau erreicht haben wird. Eine Reihe von Indikatoren erreicht oder überschreitet aber bereits diese Werte von 2019 (so die Importe von Vorprodukten oder die Kredite an Privatpersonen). Hemmschuhe sind die Preise und Verfügbarkeit von Energie, Rohstoffen sowie Vorprodukten, generell die Teuerung (damit einhergehend die Konsumzurückhaltung der Haushalte) und die noch immer nicht vollständig aufgehobenen corona-bedingten Reisebeschränkungen für ausländische Besucher und Besucherinnen.

Besondere Entwicklungen 

Die konsequente Impfstrategie der Regierung und die große Impfbereitschaft in der Bevölkerung sorgten dafür, dass die epidemische Lage 2021 unter Kontrolle gebracht wurde. Die sechste Welle, die im November begann und Mitte Jänner 2022 ihren Höhepunkt erreichte, forderte das Gesundheitssystem zwar, überforderte es aber nicht. Zum Jahresende waren rund 90% der Über‑12‑Jährigen zumindest doppelt geimpft, und über 11 Mio. Menschen hatten auch die Auffrischungsimpfung erhalten. Aktuelle Entwicklungen zum Thema, insbesondere auch für österreichische Geschäftsreisende, sind auf unserer Webseite abrufbar.

Die spanische Regierung setzte sich besonders energisch für die Einrichtung eines europäischen Instrumentes zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus ein („Recovery and Resilience Facility“). In der Folge war Spanien auch eines der ersten EU-Mitglieder, dessen nationalen Plan die EU-Kommission genehmigte. Neben einer Vorausfinanzierung erhielt das Land auch bereits die erste Tranche der nicht rückzahlbaren Zuschüsse. Damit sind bereits 19 Mrd. EUR der für Spanien vorgesehenen 69,5 Mrd. EUR ausbezahlt. Insgesamt kann Spanien bis 2026 140 Mrd. EUR (davon 70,5 Mrd. EUR als rückzahlbare Darlehen) in Anspruch nehmen.

Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich 

Nachdem das Handelsvolumen zwischen Spanien und Österreich (Waren und Dienstleistungen) im Jahr 2020 auf 5,6 Mrd. EUR und damit um über 20% zurückgegangen war, kam es im Vorjahr zu einer eindrucksvollen Aufholbewegung. Der Austausch von Waren und Dienstleistungen erreichte nach vorläufigen Zahlen rund 6,4 Mrd. EUR (+14,6%).

Die österreichischen Warenlieferungen nach Spanien erreichten 2,491 Mrd. EUR (+26,8% zum Vorjahr) und lagen damit über den Werten von 2019, als Corona noch kein Thema war. Die spanischen Lieferungen beliefen sich auf 2,558 Mrd. EUR (+5,2%). Während Spanien für Österreich der 16.-wichtigste Exportmarkt ist, steht Österreich in Spanien an 28. Stelle.

Die Top-10-Produkte der österreichischen Lieferungen nach Spanien (HS 4‑Steller) sind Kraftfahrzeuge und Teile dafür, Motorräder, organisch-chemische Verbindungen, elektrische Trafos und Umformer, Bautischler- und Zimmermannsarbeiten aus Lamellenholz, elektrische Motoren, Möbelbeschläge, Maschinen zur Bearbeitung von Kunststoff und Kautschuk, immunologische Erzeugnisse und Antisera sowie Papier und Pappe.

Ausführliche Informationen über die Wirtschaftslage und die wirtschaftliche Entwicklung finden Sie in der Vollversion des AUSSENWIRTSCHAFT Wirtschaftsberichts aus Spanien. 

Statistik: Länderprofil 

Einen kurzen Überblick über die wichtigsten statistischen Daten zu Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bietet das Länderprofil Spanien der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA und der Stabsabteilung Statistik. 

Wichtige Wirtschafts- und Basisdaten und Informationen für eine Vielzahl weiterer Länder finden Sie auf den jeweiligen Länderseiten sowie in der Übersicht Länderprofile weltweit.

Schwerpunktbranchen des AußenwirtschaftsCenters & 
Geschäftschancen für österreichische Unternehmen

Medizintechnik & Laborbedarf, Life Science & Pharma

Die Statistik zeigt, dass Spanien in der EU das Land mit der höchsten Lebenserwartung ist. Sie ist in den letzten Jahren stetig gestiegen und lag 2018 durchschnittliche bei 86 (Frauen) bzw. 80 (Männer) Jahren. Da Spanien gleichzeitig eine der weltweit niedrigsten Geburtenraten verzeichnet, führt das zu einer regional oft schon dramatischen Überalterung der Bevölkerung. Diese demografische Entwicklung stellt enorme Anforderungen an das Gesundheitssystem.

Da das spanische Gesundheitssystem bekanntermaßen ein hohes Niveau hat und für Qualität steht, wächst auch der Gesundheitstourismus, insbesondere in den Bereichen der Fruchtbarkeitsmedizin, Ophthalmologie, orthopädischen sowie plastischen Chirurgie.

Um all diese Herausforderungen zu meistern, setzt man einerseits auf Prävention und die Unterstützung durch Big Data und künstliche Intelligenz, um Ressourcen zu sparen bzw. ganz gezielt einzusetzen. Andererseits sind für die nächsten Jahre auch große Investitionen in die Gesundheitsinfrastruktur vorgesehen. Investiert wird sowohl von der öffentlichen Hand als auch durch private Krankenhausbetreiber. Landesweit sind bis 2024 rund 40 neue Krankenhäuser geplant.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Diese aktuellen Entwicklungen im spanischen Gesundheitssektor bieten für österreichische Unternehmen in den nächsten Jahren gute Absatzchancen für die ganze Palette an medizintechnischen Produkten und Labortechnologien.

Was den Sektor Life Science betrifft, so liegt Spanien an der Spitze im Bereich biomedizinische Forschung und Biotechnologie. Die Branche zieht inzwischen zunehmend das Interesse internationaler Investoren auf sich und auch im Bereich Forschungskooperation bieten sich attraktive Chancen. 

Für die nächsten Jahre hat das AußenwirtschaftsCenter Madrid mehrere Veranstaltungen geplant, um österreichische Unternehmen beim Markteintritt in Spanien verstärkt zu unterstützen. Außerdem bieten wir laufend individuelle Unterstützung bei der Vertriebspartnersuche und zur Produktpräsentation an.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Medizintechnik & Life Science und möchten sich auf dem spanischen Markt positionieren? Sie möchten wissen, welche Aktionen in den nächsten 1-2 Jahren vorgesehen sind? Dann kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Madrid, wir informieren und unterstützen Sie gerne! 

Software & IT

Der spanische IKT-Markt hat im letzten Jahrzehnt einen der europaweit größten Zuwächse erlebt und hat Spanien als eines der fünf wichtigsten Länder Europas positioniert. Große Konzerne wie IBM, Microsoft oder HP haben Spanien ausgewählt, um dort ihre internationalen F&E-Zentren aufzubauen.

Der Umsatz des IKT-Sektors in Spanien betrug im Jahr 2017 fast 109.000 Millionen Euro und entsprach einem Beitrag von 4,3 % zum BIP. Die mehr als 34.000 Unternehmen der Branche beschäftigen direkt über 496.000 ArbeitnehmerInnen und bestätigen so die positive Wachstumstendenz des Sektors in Spanien.

Den höchsten Zuwachs der Branche vermerken die Unternehmen im Bereich Herstellung und Vertrieb, während der Telekommunikationsbereich im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang verzeichnete.

Die modernen Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastrukturen Spaniens, ergänzt durch ein umfangreiches Netzwerk von Wissenschafts-, Technologieparks und Hochschulzentren, die Verfügbarkeit hochqualifizierter Arbeitskräfte zu sehr wettbewerbsfähigen Kosten und die strategische Position als Türöffner zu den lateinamerikanischen und nordafrikanischen Märkten, wo bereits große spanische Konzerne angesiedelt sind, machen Spanien für IKT-Player zu einem der attraktivsten Hotspots weltweit.

Chancen für österreichische Unternehmen

Vor allem durch die immer wichtiger werdende wirtschaftliche Imagekomponente Österreichs, die mit den Werten Qualität, Zuverlässigkeit, hohem technologischen Standard, Kundendienst und Eingehen auf Kundenwünsche zu tun hat, ist Österreich in Spanien hochwillkommen.

In Spanien wird ein überwiegender Teil der IKT-Technologie importiert, wodurch sich für österreichische Unternehmen die Möglichkeit ergibt, sich mit einmaligen Innovationen stark zu positionieren und am Markt zu etablieren. Durch spezielle Angebote in Nischenbereichen kann der spanische Markt besonders gut bearbeitet werden.

Big Data und Data Mining werden eine Schlüsselrolle für Unternehmen einnehmen, um bessere Entscheidungen treffen zu können. Weitere digitale Technologien, die in der Industrie im Vormarsch sind, sind beispielsweise Sensorization und Wearables – besonders interessant für Bereiche wie Verpackung, Textil, Pharma oder Biomedicals. In den nächsten Jahren werden auch die Bereiche IoT und Cybersecurity im industriellen Umfeld stärker präsent sein.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur IKT-Branche? Das AußenwirtschaftsCenter Madrid ist gerne für Sie da! 

Hochbau/Baustoffe

Bauwirtschaft

Die spanische Bauwirtschaft verzeichnet nach einer ausgedehnten Flaute wieder Wachstum, und zwar vor allem im Hochbaubereich. Neubauten und Gebäudesanierungen werden in Angriff genommen, im boomenden Tourismussektor wird in Hotels und andere touristische Einrichtungen investiert.

Etwa ein Drittel der spanischen Wohngebäude stammen noch aus den 60er und 70er Jahren und entspricht bei weitem nicht mehr den heute gültigen Bauvorschriften. Hier ist dringender Handlungsbedarf angesagt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Zahl der vergebenen Baulizenzen in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist, wobei neben Neubauten insbesondere dem Sektor Sanierung für die nächsten Jahre große Bedeutung zukommt. Insbesondere stehen dabei Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz und Energieeinsparung im Fokus. 

Chancen für österreichische Unternehmen 

Die aktuelle Marktsituation bietet österreichischen Unternehmen gute Geschäftschancen. Absatzmöglichkeiten sind etwa bei innovativen Baumaterialien, wie Dämmstoffen, Wärmeisolierungen, Holzbaustoffen, ökologischen Baustoffen inkl. Farben, Heizungs- und Sanitärprodukten, sowie intelligenten Software-Lösungen für den Baubereich auszumachen. 

Außerdem wird der weite Bereich urbane Technologien auch in den nächsten Jahren interessant bleiben, woraus sich Marktchancen bei Gebäudeausstattungen mit innovativen Lüftungssystemen, erneuerbaren Energien, intelligenter und kostensparender Beleuchtung sowie für alle Entwicklungen zur „smarten“ kommunalen Verwaltung und Organisation ergeben.

Das AußenwirtschaftsCenter Madrid verstärkt in den nächsten Jahren die Bearbeitung der Branche Bauwirtschaft schwerpunktmäßig. Mit einer Reihe von Fachveranstaltungen sollen das österreichische Knowhow im Hochbau und in der Entwicklung von innovativen Konzepten für die Städte der Zukunft nachhaltig präsentiert werden. Parallel dazu können einzelne Unternehmen in maßgeschneiderten individuellen Projekten beim Markteintritt und der Vertiefung von Geschäftsbeziehungen unterstützt werden.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche und den geplanten Aktivitäten? Dann kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Madrid, wir sind gerne für Sie da!

Architektur, Design, Möbel/Interior
Kreativwirtschaft

Mit rund 47 Millionen Konsumenten und einer Strahlkraft auf die gesamte Iberische Halbinsel sowie nach Lateinamerika und Nordafrika verfügt Spanien über ein hohes Marktpotential, auch im Bereich der Kreativwirtschaft mit seinen Subsektoren Industrie– und Produktdesign, Architektur und Interior, Mode und Textil, sowie Musik, Film und Entertainment.

Dank der bemerkenswerten Dichte von Kreativschaffenden, Fachverbänden und Ausbildungsstätten bietet der spanische Markt ein großes Potential für Kooperationen und Geschäftspartnersuche in allen Sektoren der Kreativwirtschaft. 22 % der spanischen Angestellten sind Teil der sogenannten "Kreativen Klasse" und 5,7 % der spanischen Produktion stammen aus der Kreativwirtschaft. Dieses Szenario steht im Kontext von beachtlichen Wirtschaftswachstumsraten (3,1 % im Jahr 2017) und einer weltoffenen Geschäftskultur.

Neben Madrid und dem Baskenland ist insbesondere Katalonien mit seiner Hauptstadt Barcelona DER Kreativhotspot Spaniens mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Fachveranstaltungen, Festivals und ist immer wieder Trendsetter im Bereich der internationalen Kreativleistungen.

Das spanische Kulturministerium hat im März 2017 das Förderprogramm „Plan Cultura 2020“ ins Leben gerufen, um mittels 150 geförderter Projekte die Leistungen der spanischen Kreativwirtschaft zu erhöhen und diese international optimal zu positionieren.

Chancen für österreichische Firmen

Auch die spanische Kreativwirtschaft befindet sich im digitalen Transformationsprozess und ist auf der Suche nach neuen Technologien und innovativen Produkten- und Dienstleistungen, die diesen Prozess beschleunigen. Spanische Unternehmen setzen verstärkt auf Design zur Produktdifferenzierung und suchen nach neuen Technologien für nachhaltige Produktionsprozesse.

Ganz vorne im Trend stehen Eco Design, Open Design, BIM (Building Information Modeling), NZEB (Nearly Zero Energy Buildings), IoT, Nachhaltigkeit und Virtuelle Realität.

Die Musikbranche Spaniens weist gerade im Bereich der Live-Musik enorme Wachstumszuwächse auf, so fakturierte diese 2017 eine Rekordzahl von rund 270 Millionen Euro, 20 % mehr als im Vorjahr und konsolidiert sich somit als Top-Destination für große internationale Musiktourneen.

Österreichische Produkte und Dienstleistungen stehen in Spanien hoch im Kurs, dank Werten wie Qualität, Zuverlässigkeit, hohem technologischen Standard, sowie exzellentem Kundenservice.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Kreativwirtschaft? Das AußenwirtschaftsCenter Madrid unterstützt Sie gerne!

Aerospace & Sicherheit

Der Luft- und Raumfahrtsektor hat mit rund 9 Mrd. Euro Gesamtumsatz für die spanische Wirtschaft strategische Bedeutung. Mit Produktionsstätten von Airbus, Airbus Helicopters und Airbus Defence and Space sowie einem höchstspezialisierten Netz an zertifizierten Aeronautikzulieferbetrieben und -technologiezentren ist Spanien eines der wichtigsten europäischen Länder im Flugzeugbau und gehört weltweit zu den wenigen Ländern, in denen die gesamte Produktionskette eines Flugzeugs von der Planung bis zu Flugbetrieb und Wartung durchgeführt werden kann.

Der Aeronautiksektor wächst seit Jahren kontinuierlich. In den letzten zehn Jahren konnte der Umsatz verdoppelt werden und auch die Zukunftsperspektiven sind äußerst positiv.

Der Sektor Sicherheit spielt eine zunehmend große Rolle und es ist davon auszugehen, dass er kurz- und mittelfristig weiterwachsen wird. Zentrale Themen sind nicht nur die private sondern vor allem die öffentliche Sicherheit. Die latente Gefahr von Terrorattacken stellt die staatlichen Sicherheitsbehörden und –kräfte vor große Herausforderungen. Aufgrund seiner Randlage in Europa kommt Spanien auch große Bedeutung beim Schutz der europäischen Außengrenze zu. Mit der fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung nimmt der Bereich der Cybersicherheit auf allen Ebenen immer breiteren Raum ein. 

Investiert werden muss in elektronische Überwachungs- und Sicherheitssysteme investiert, sowie in Technologien zum Schutz der Industrie und der öffentlichen Verwaltung vor Cyberangriffen. Auch in der zivilen und militärischen Luftfahrt spielen Sicherheitsthemen eine herausragende Rolle.

Chancen für österreichische Unternehmen

Es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass für österreichische Sicherheitstechnologien gute Marktchancen bestehen und österreichische Produkte aufgrund ihrer Qualität großes Ansehen genießen. Mit der Teilnahme an den beiden Schwerpunktmessen zur zivilen Sicherheit einerseits und für militärische Verteidigungstechnologien andererseits unterstützt das AußenwirtschaftsCenter Madrid österreichische Unternehmen beim Markteintritt. Darüber hinaus bestehen gute Kontakte zu den Behörden des Zivilschutzes, der Polizei und der militärischen Beschaffung, sodass auch individuelle Produktvorführungen organisiert werden können.

Im Sektor der Luft- und Raumfahrt bestehen Zulieferchancen bei Airbus und einer Reihe von Tier1-3.

Sie möchten mehr Informationen zu den Branchen Aerospace & Sicherheit? Sie möchten Näheres zu Ihren Lieferchancen in diesen Sektoren wissen? Das AußenwirtschaftsCenter Madrid unterstützt Sie dabei gerne!

Nahrungsmittel/Softdrinks, Bio/Organic Food

In Spanien stehen die Zeichen in der Nahrungsmittel- und Getränkebranche rundum auf Wachstum. Jährlich werden in Spanien über 100 Milliarden Euro für Nahrungsmittel und Getränke ausgegeben. Die Ausgaben entfallen zu etwa zwei Dritteln auf die Haushalte und zu einem Drittel auf den Außer-Haus-Verzehr, mit Umsatzzuwächsen in beiden Schienen. Zurückgeführt wird dies auf die positive Entwicklung der spanischen Wirtschaft, welche sinkende Arbeitslosenzahlen und mehr Zuversicht unter den spanischen Konsumenten zur Folge hat. Zum wachsenden Außer-Haus-Konsum trägt unter anderem der boomende Tourismus bei.

Das Ende der Wirtschaftskrise in Spanien und die damit verbundene positive wirtschaftliche Entwicklung im Land haben den Lebensmittelkonsum und besonders die Bedürfnisse der spanischen Konsumenten verändert. So wird zunehmend neben einem attraktiven Preis auch Wert auf andere Faktoren gelegt. Innerhalb der Trends der letzten Jahre ist einer besonders auffällig – der Trend Richtung Bio. Dieser ist sowohl in der Produktion als auch im Handel zu beobachten. Während der größte Teil der in Spanien produzierten Bio-Produkte, meist ohne Transformation, ins Ausland exportiert wird, werden umgekehrt hauptsächlich abgepackte, weiterverarbeitete Bio-Produkte mit einem großen Mehrwert importiert. Auch wenn Bio-Lebensmittel insgesamt noch für etwas weniger als 2 % des gesamten Umsatzes im spanischen Handel verantwortlich zeichnen, wächst der Konsum in zweistelligen Prozentsätzen (2017: +17 %) und verzeichnete Rekordumsätze von geschätzten 2 Mrd. Euro im Jahr 2018. Prognosen deuten darauf hin, dass in 4-5 Jahren ein Bio-Marktanteil von insgesamt 10-15 % erreicht werden könnte.

Chancen für österreichische Unternehmen

Spanien ist in den letzten Jahren beliebtes Zielland österreichischer Agrarexporte geworden. So zählte es 2018 zu den Top-3-Exportdestinationen für österreichische Nahrungsmittel und Getränke und bietet interessante Chancen für österreichische Hersteller. Gerade im Bio-Bereich, mit seiner derzeit sehr dynamischen Entwicklung, tun sich Chancen auf, da der Markt noch nicht übersättigt ist und Österreichs Nahrungsmittel und Getränke am spanischen Markt über einen ausgezeichneten Ruf in Bezug auf ihre hohe Qualität verfügen, sowohl unter den Endkonsumenten, als auch den Akteuren innerhalb der Bezugsstruktur.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Nahrungsmittel und Getränke-Branche? Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsCenter Madrid, wir unterstützen Sie gerne. 

Ausführliche Informationen 

Damit Ihre Marktbearbeitung in Spanien problemlos abläuft, hat unser Team vor Ort Informationen zu außenhandels- und investitionsrelevanten Fach- und Branchenthemen, die Sie jederzeit beim AußenwirtschaftsCenter Madrid anfordern können.

Allgemeines zu Wirtschaft, Land und Leute sowie persönliche Tipps finden Sie in unserem Länderreport Spanien

Sollten Sie weitere Fragen zu Spanien haben, berät das AußenwirtschaftsCenter Madrid Sie gerne. 

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