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KI endlich auf dem Stundenplan
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KI endlich auf dem Stundenplan

Die Fachgruppe UBIT Vorarlberg begrüßt die angekündigten Lehrplanänderungen für die AHS-Oberstufe: Informatik und Künstliche Intelligenz sollen künftig als eigenständiges Pflichtfach verankert werden.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 04.02.2026

Die Fachgruppe UBIT (Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT) Vorarlberg der Wirtschaftskammer Vorarlberg begrüßt die bekannt gewordenen Pläne von Bildungsminister Christoph Wiederkehr, Informatik und Künstliche Intelligenz (KI) als verpflichtendes Schulfach in der AHS-Oberstufe einzuführen. Damit wird eine langjährige Forderung der Wissensdienstleistungsbranchen aufgegriffen und ein klares Signal für zeitgemäße digitale Bildung gesetzt.
 
Die UBIT setzt sich österreichweit seit Jahren für ein eigenständiges Unterrichtsfach Informatik in der AHS-Oberstufe ein. Im Zuge der zuletzt diskutierten Lehrplanreform stand zeitweise eine Zusammenlegung von Informatik und Medienkompetenz im Raum. Gegen diese Zusammenlegung hat sich die UBIT – auch in Vorarlberg – klar ausgesprochen. In enger Abstimmung mit der Bildungspolitischen Abteilung der WKO, der Sparte Information und Consulting sowie im direkten Austausch mit Stakeholdern und dem Bildungsministerium wurde konsequent für einen eigenständigen Informatik- und KI-Unterricht argumentiert.
 
Vorarlberger Stimmen
Fachgruppenobfrau Benedicte Hämmerle betont: „Ein verpflichtendes Schulfach Informatik/KI stärkt langfristig den Wirtschafts- und Bildungsstandort Vorarlberg. Unternehmen benötigen qualifizierte IT-Fachkräfte, zugleich braucht es ein breites Grundverständnis digitaler Systeme in allen Berufsfeldern. Die schulische Basisbildung ist dafür entscheidend.“
IT-Experte Horst Kasper, Vizeobmann der UBIT Vorarlberg, bekräftigt dazu: „Ein eigenes Schulfach Informatik ist ein wichtiger Schritt. Eine Zusammenlegung mit anderen Fächern lehne ich ab – Informatik braucht Tiefe und Kontinuität. In den AHS müssen insbesondere das Verständnis für Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit deutlich gestärkt werden, um junge Menschen realistisch auf digitale Mündigkeit und die Anforderungen der Wirtschaft vorzubereiten."
"Digitale Bildung darf jedoch nicht erst in der Oberstufe ansetzen. Cybersicherheit muss bereits in der Unterstufe und in den Mittelschulen fixer Unterrichtsbestandteil sein, da Kinder und Jugendliche immer früher mit mobilen Geräten und KI-Anwendungen arbeiten. Prävention und digitales Verantwortungsbewusstsein entstehen nur durch einen frühen Einstieg", ergänzt Kasper. 
 
Digitale Zukunft sichern 
Die UBIT Vorarlberg schließt sich damit der Einschätzung des WKÖ-Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT an, wonach Informatikunterricht praxisnah ausgestaltet sein sollte. Die Einbindung externer IT-Expertise kann dazu beitragen, Schülerinnen und Schüler frühzeitig mit realen Anwendungen, aktuellen Technologien und beruflichen Perspektiven vertraut zu machen. Die Einführung eines eigenständigen Pflichtfachs Informatik/KI ist aus Sicht der UBIT Vorarlberg ein notwendiger und sachlich begründeter Schritt für die digitale Zukunft.