Leistbares Essen braucht faire Rahmenbedingungen, keine Symbolpolitik
Hohe Kosten und Bürokratie belasten Betriebe – Fachgruppenobmann fordert steuerliche Entlastung statt neuer Vorgaben.
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Die Vorarlberger Gastronomie bietet seit jeher Gerichte in unterschiedlichsten Preiskategorien. Vom einfachen Mittagstisch bis zur gehobenen Küche. „Leistbares Essen entsteht jedoch nicht durch politische Ankündigungen oder neue Vorgaben, sondern durch funktionierende wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Und genau dort muss angesetzt werden“, betont KM Mike P. Pansi, Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg. Die heimischen Betriebe stehen unter massivem Kostendruck. Steigende Lebensmittelpreise, hohe Energie- und Personalkosten sowie eine überbordende Bürokratie belasten die Gastronomie zunehmend. „Preise sind kein Wunschdenken, sondern das Ergebnis betriebswirtschaftlicher Realität. Jeder Wirt muss Löhne bezahlen, hohe Pachtkosten tragen, Rücklagen bilden und laufend in Qualität und Infrastruktur investieren können“, erklärt Pansi.
Forderungen der Fachgruppe Gastronomie
Zusätzliche staatliche Zurufe, wie unlängst nach der Regierungsklausur geäußert, oder neue Vorgaben, seien daher nicht zielführend. „Unsere Betriebe handeln verantwortungsvoll und reagieren längst auf die wirtschaftliche Lage ihrer Gäste. Was es nicht braucht, sind Maßnahmen, die an der Realität der Gastronomie vorbeigehen.“ Wenn leistbares Essen politisch ernsthaft ermöglicht werden soll, fordert Pansi konkrete Entlastungen: „Eine fünf-prozentige Steuer auf Speisen und eine weitgehende Abgabenfreiheit auf Essen würde den Betrieben in Vorarlberg sofort helfen – und diese Entlastung käme direkt bei den Gästen an.“