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Wohnbauförderung als wirtschaftlicher Stabilisator. WKV kritisiert Kürzungen.
© Marek Knopp

Lohntransparenz braucht praktikable Lösungen statt zusätzlicher Bürokratie

Die Wirtschaftskammer Vorarlberg bekennt sich zum Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ und tritt für Maßnahmen ein, um ungerechtfertigte Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern zu beseitigen. Wesentliche Ursachen des Gender Pay Gap – wie Berufswahl oder Teilzeit – werden in diesem Zusammenhang aber oft nicht ausreichend thematisiert.

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Aktualisiert am 16.02.2026

Um die Lücke weiter zu schließen, braucht es aber Maßnahmen, die an diesen Ursachen ansetzen. Maßnahmen wie die EU-Lohntransparenzrichtlinie bringen durch zusätzliche umfassende Berichtspflichten massive bürokratische Belastungen für Unternehmen, aber keine echte Verbesserung für Frauen, da sie eben nicht bei den Ursachen ansetzen.

Die EU-Lohntransparenz-Richtlinie ist bis Juni 2026 umzusetzen. Die Richtlinie bringt weitreichende Pflichten und Bürokratie für Unternehmen, obwohl sie weniger brauchen, und kann Lohnstrukturen durcheinanderbringen. Es ist daher unbedingt auf eine maßvolle, praxisnahe Umsetzung der Richtlinie ohne gold plating zu achten. „Betriebe brauchen klare, verständliche und praktikable Regeln, die im Alltag umsetzbar sind – keine ungerechtfertigten zusätzlichen Mehrbelastungen“, erklärt Karlheinz Kopf, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Entgelttransparenz soll Vertrauen schaffen und Gleichstellung fördern – ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu gefährden. Statt zusätzlicher Berichtspflichten und hoher Strafandrohungen braucht es Unterstützung, Orientierung und Rechtssicherheit.