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Fahrzeugkauf
© GettyImages/EyeEm Mobile GmbH

Vorarlberg fährt voraus: E-Autos und Hybridantriebe boomen

15,4 Prozent mehr PKW als 2024 neu zugelassen – Vorarlberg deutlich über dem Österreichschnitt.

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 14.01.2026

Die Automobilwirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel: neue Antriebe, neue Vertriebsmodelle und veränderte Kundenbedürfnisse prägen den Markt, weshalb ein stabiles, rechtssicheres Umfeld statt zusätzlicher Unsicherheiten notwendig ist. „2025 brachte eine deutliche Belebung der Neuzulassungen, getragen von gewerblichen und privaten Kundinnen und Kunden, wobei alternative Antriebe an Bedeutung gewinnen und Verbrenner Marktanteile verlieren. Zugleich bleibt es aus Sicht des Fahrzeughandels zentral, technologieoffen zu bleiben, weil moderne Verbrenner und Hybridlösungen für viele Menschen, insbesondere im ländlichen Raum, weiterhin eine praktikable Option darstellen“, betont Rudi Lins, Obmann der Fahrzeughändler bei der Wirtschaftskammer Vorarlberg.
 
Deutliche Zunahme bei alternativen Kraftstoffarten; Benzin und Diesel rückläufig
Die aktuellen Zahlen zu den Pkw-Neuzulassungen in Vorarlberg zeigen eine positive Entwicklung. Mit 14.244 neu zugelassenen Fahrzeugen konnte ein Wachstum von 15,4 Prozent im Vergleich zu 2024 - deutlich über dem Österreichschnitt von 12,3 Prozent - erzielt werden. Besonders die Zulassungen von Fahrzeugen mit alternativen Antriebstechnologien z.B. Benzin-Hybrid-Fahrzeugen (+61,9 Prozent) und rein elektrischer Fahrzeuge (+43,8 Prozent) sind in Vorarlberg deutlich gestiegen.

Reform dringend benötigt

Große Herausforderungen bereiten der Branche die komplexe und intransparente NoVA-Regelung, die spät vorgelegten Gesetzesentwürfe mit äußerst kurzen Begutachtungsfristen sowie die geplante Einschränkung der NoVA-Rückvergütung beim Export, die nur in letzter Minute abgemildert werden konnte. Hinzu kommen stetig wachsende CI- und Prozessvorgaben von Herstellern und Importeuren, die hohe Investitionen, dichte Dokumentationspflichten und organisatorische Dauerbelastungen verursachen und damit Ressourcen vom Kerngeschäft abziehen. „Wir Fahrzeughändler stehen für eine Reform der NoVA, praxistaugliche Entbürokratisierung statt Symbolpolitik, eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Importeuren auf Augenhöhe und eine frühzeitige, echte Einbindung der Expertise des Fahrzeughandels in politische Entscheidungsprozesse“, hebt Lins die Not der Fahrzeughändler hervor. Nichts destotrotz blicken die Vorarlberger Fahrzeughändler mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft und arbeiten mit voller Kraft daran, eine nachhaltige Entwicklung mit technologieoffener Mobilität weiterhin zu forcieren.