Wichtige Impulse mit verzichtbaren Wermutstropfen
WKV-Kopf: „Industriestrategie mit richtigen Impulsen, Plastikabgabe und strengere Regeln für den Handel sind aber unnötige Belastungen.“
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Der Verlust an preislicher Wettbewerbsfähigkeit, aber auch der zunehmende Protektionismus und die gestiegene chinesische Konkurrenz stellen Österreichs Industrie vor strukturelle Herausforderungen.
„Ein wettbewerbsfähiger Industriestrompreis und niedrigere Lohnnebenkosten sind wichtig für die wirtschaftliche Erholung und unseren von der Industrie geprägten Standort Vorarlberg; die verlängerte Strompreiskompensation und der geplante Industriestrompreis von 5 Cent pro kWh schaffen dringend nötige Planungssicherheit. Positiv sind auch die angekündigte Senkung der Lohnnebenkosten und weitere Schritte zum Bürokratieabbau. Diese positiven Einschätzungen werden hingegen durch absolut unsinnige Belastungen wie eine Plastikabgabe sowie zusätzliche Dokumentationspflichten für den Handel getrübt, die Kosten und Bürokratie erhöhen", sagt WKV-Präsident Karlheinz Kopf.
„Solche Maßnahmen dürfen nicht zur Belastungsfalle für Industrie und Handel werden - vor allem, weil die Regierung sich auf die Fahnen geheftet hat, Bürokratie abbauen zu wollen. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten braucht es eine Gesamtstrategie, die Entlastung und ökologisches Ziel in Einklang bringt – nicht neue Kosten in der Wertschöpfungskette. Dasselbe gilt auch für die angekündigten Meldepflichten für den Handel. Hier versucht man Symptome zu bekämpfen und nicht Ursachen, am Rücken des Handels“, mahnt der WKV-Präsident.
Entscheidend sei jetzt eine rasche, praktikable Umsetzung der Entlastungsmaßnahmen und ein Verzicht auf jegliche neuen Hürden für Unternehmen.