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23. Maklertag der Wiener Versicherungsmakler 2026
© Christian Mikes
Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten, Fachgruppe

Maklertag der Wiener Versicherungsmakler 2026: Erfahrung trifft innovation

Maklertag macht Generationen-Mix zum Erfolgsfaktor

Lesedauer: 3 Minuten

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17.03.2026

Rund 450 Gäste aus der Versicherungs- und Maklerbranche folgten der Einladung zum 23. Informationstag der Wiener Versicherungsmakler ins Palais Ferstel. Unter dem Leitthema „Cross-Generation Empowerment – Wo Erfahrung auf neue Perspektiven trifft“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie Unternehmen die Stärken erfahrener Führungspersönlichkeiten mit den Ideen und Kompetenzen der jüngeren Generation verbinden können. Die Botschaft des Abends war klar: Die Zukunft erfolgreicher Unternehmen liegt im Zusammenspiel der Generationen.

Nena Brockhaus: Erfahrung ist kein Auslaufmodell

Den Auftakt machte Bestseller-Autorin, Unternehmerin und Journalistin Nena Brockhaus mit ihrer Keynote „Alte Weise Männer – was wir von ihnen lernen können“. In ihrem Vortrag setzte sie ein klares Plädoyer für die Bedeutung von Erfahrung in einer Zeit, in der oft vor allem das Neue und Disruptive im Mittelpunkt steht.

Brockhaus machte deutlich, dass Unternehmen gut beraten sind, Erfahrung nicht als Auslaufmodell zu betrachten, sondern als strategischen Vorteil zu nutzen. „Wir romantisieren oft das Neue und vergessen jene, die dieses Land geprägt haben. Erfahrung ist kein Auslaufmodell – sie ist ein Wettbewerbsvorteil, wenn wir sie klug mit dem Zukunftsdrang der Jüngeren verbinden“, so Brockhaus.

Gerade in einer Branche wie der Versicherungswirtschaft, die auf Vertrauen, Kontinuität und langfristige Beziehungen baut, könne dieser Generationenmix besondere Wirkung entfalten. Junge Talente brächten neue Kommunikationsformen, technologische Kompetenzen und Tempo in Organisationen ein, während erfahrene Führungskräfte Orientierung, Stabilität und strategischen Weitblick bieten.

Philipp Maderthaner: Führung braucht Lernfähigkeit

Im zweiten Teil des Abends folgte ein Perspektivwechsel. Unternehmer und Strategieberater Philipp Maderthaner diskutierte im Gespräch mit Paul Leitenmüller, CEO Opinion Leaders Network, welche Impulse junge Generationen in Unternehmen setzen – und was etablierte Führungskräfte daraus lernen können.

Maderthaner betonte, dass sich Führung in Zeiten von Digitalisierung und künstlicher Intelligenz grundlegend verändere.

Die KI würde viele Prozesse demokratisieren und Innovation für immer mehr Menschen zugänglich machen. Gleichzeitig steigt der Druck auf Unternehmen, sich schneller anzupassen. Besonders in Zeiten von künstlicher Intelligenz bleibt ein Faktor unverzichtbar: „In einer Welt voller Technologie wird Vertrauen zur wichtigsten Währung.“

Maderthaner: „Nicht Perfektion, sondern Lernfähigkeit ist die entscheidende Kompetenz von Führungskräften.“ Zur Frage, was gute Führung bedeutet: „Führung wird oft mystifiziert. Dabei ist sie eigentlich ganz einfach: Führung ist das Gegenteil von selber machen.“ Es bedeutet, einen Rahmen zu schaffen, in dem Menschen wachsen können. Vertrauen, Wertschätzung und echte Beteiligung seien entscheidend, damit Teams ihr Potenzial entfalten können.

Was er den „alten“ wie „jungen“ Führungskräften auf den Weg geben will: „Große Führungskräfte machen andere groß. Kleine Führungskräfte halten Menschen klein.“

Hammurabi-Preis 2026: Wissenschaft trifft Praxis

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Verleihung des Hammurabi-Preises, mit dem wissenschaftliche Arbeiten mit Versicherungsbezug ausgezeichnet werden. Der Hammurabi-Preis wird jährlich von der Fachgruppe Wien der Versicherungsmakler unter der Leitung von Mag. Mathias Lang der Fachgruppe der Versicherungsmakler ausgeschrieben und vergeben und soll den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis fördern. Die Preisträger werden von einer unabhängigen Jury unter der fachlichen Leitung von Juryvoritzenden Prof. Dr. Moritz Zoppel, WU-Wien prämiert.

Die Hammurabi-Statue wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz durch die Medienkünstlerin Stephanie Meisl designt und analog vom Salzburger Bildhauer und Künstler Hannes Berghofer aus Marmor, Holz und Metall gefertigt.

Der erste Preis ging heuer an Mag. Dr. Hannah Altrichter mit ihrer Arbeit „Die Kündigung des Versicherungsvertrages“, deren Arbeit von der Jury für ihre wissenschaftliche Qualität und ihre hohe Praxisrelevanz gewürdigt wurde.