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Walter ruck
© Florian Wieser

Für die Wertschöpfung von morgen

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Lesedauer: 1 Minute

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Aktualisiert am 27.05.2026

Wir haben im Wirtschaftsparlament unserer Organisationen einen großen Schritt gesetzt – gemeinsam und einstimmig: Ab kommendem Jahr senken wir die Kammerumlage 2, die auf Basis der Lohnsumme berechnet wird, in drei Jahresschritten um 25 Prozent. Der letzte Schritt erfolgt 2029. Damit trägt die Wirtschaftskammer Wien 22 Prozent des Sparziels der Wirtschaftskammer Österreich von 100 Millionen Euro.

Wenn wir sparen, stanzen wir zusätzliche Löcher in den Gürtel, streichen aber keine Zukunftsprojekte. Denn die (Bildungs-)Investitionen von heute bedeuten die Wertschöpfung von morgen.

Diese Senkung ist nicht nur überproportional hoch, sondern auch sehr ambitioniert. Die 25 Prozent dürfen gerne als Messlatte für andere Organisationen oder politische Entscheidungsträger dienen, wenn diese beispielsweise über die Senkung der Lohnnebenkosten diskutieren und sich dabei im Minimalbereich bewegen. Das sei nur am Rande erwähnt.

Senkung der Beiträge

Was wichtiger ist: Die WK Wien geht nicht nur in Vorleistung, sondern wir können die Umlagensenkung durch Effizienzsteigerungen stemmen. Begonnen hat dieser Prozess 2019 mit der Zusammenlegung von zehn Standorten auf das zentrale Haus der Wiener Wirtschaft. Mit einer umfassenden Digitalisierungsoffensive, die wir im vergangenen Jahr gestartet haben, setzen wir diesen Weg fort. Das versetzt uns in die Lage, Zukunftsinvestitionen, wie zum Beispiel in die neue IT-HTL „Vienna Digital School“, umzusetzen. Wenn wir sparen, stanzen wir zusätzliche Löcher in den Gürtel, streichen aber keine Zukunftsprojekte. Denn die (Bildungs-)Investitionen von heute bedeuten die Wertschöpfung von morgen.