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Walter Ruck
© Florian Wieser

Mehr ermöglichen und weniger verhindern

Kommentar von Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien

Lesedauer: 1 Minute

Aktualisiert am 07.01.2026

Start ins neue Jahr. Ein Jahresbeginn mit optimistischeren Prognosen der Wirtschaftsforscher für Österreich. Gut für unsere Stadt, denn Wien wird sich auch heuer überdurchschnittlich entwickeln. Weil es uns gelungen ist, die Heterogenität unseres Wirtschaftsstandorts zu stärken. Weil unsere Unternehmen flexibel und innovativ sind. Und weil wir im Herzen Europas bestens angebunden sind – mit einer hohen Lebensqualität und als größte deutschsprachige Universitätsstadt. Wien ist ein guter Boden für die Wirtschaft.

Nicht zu akzeptieren ist auch die bürokratische Last, die Unternehmen schultern müssen. Hier setzt die Regierung endlich erste Schritte, denen weitere folgen müssen.

2026 ist auch ein Jahr, in dem Weichen gestellt werden müssen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die Inflation belastet und ist in dieser Höhe für Wirtschaftstreibende nicht akzeptabel. Nicht zu akzeptieren ist auch die bürokratische Last, die Unternehmen schultern müssen. Hier setzt die Regierung endlich erste Schritte, denen weitere folgen müssen.

Richtig sparen

Auch abgabenseitig bewegen wir uns in lichten Höhen. Der Staat hat also beim besten Willen kein Einnahmenproblem. Derzeit wird gerne vom Sparen geredet. Wobei die Umsetzung manchmal den Eindruck erweckt, dass es weniger ums Reduzieren der Ausgaben geht, sondern mehr darum, Einnahmen zu steigern. Etwa über zahlreiche Gebührenerhöhungen. Wobei Gebühren eigentlich dazu dienen, Kosten zu decken und nicht Budgets zu sanieren. All das hemmt die Wirtschaft. 2026 sollte daher unter einem zentralen Motto stehen: Weniger verhindern, mehr ermöglichen.