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Links im Bild ist die geöffnete Tür eines Hotelzimmers. Im Hintergrund steht ein Koffer.
© Jo Panuwat D | stock.adobe.com

Ortstaxe Wien: Hotellerie fordert Einfrieren auf 5 Prozent

Ab Juli 2027 soll Wiens Ortstaxe 8 Prozent betragen. Seit Juli sind es 5 Prozent, im ersten Halbjahr 2026 waren es 3,2 Prozent.

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 21.10.2026

Durch die geplante neuerliche Erhöhung der Ortstaxe würde sich die Abgabenlast in nur 13 Monaten um 150 Prozent erhöhen. „Es ist zu bezweifeln, dass der Markt eine weitere Erhöhung der Ortstaxe akzeptiert. Wir fordern daher das Einfrieren der Ortstaxe auf 5 Prozent!“, so Wiens Hotellerie-Obmann Felix Neutatz.

Wiener Ortstaxe im europäischen Vergleich

Erst im vergangenen Juli erhöhte die Wiener Stadtregierung die Ortstaxe auf 5 Prozent. Die geplante Erhöhung auf 8 Prozent würde Wien auf Platz 2 im Europa-Vergleich katapultieren. Lediglich Amsterdam hebt mit 12,5 Prozent vom Zimmerpreis derzeit eine höhere Ortstaxe ein. „Dies geschieht allerdings mit dem erklärten Ziel, Touristen fernzuhalten. Wien erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit unter internationalen Gästen. Die geplante Erhöhung der Ortstaxe würde dieses Interesse bremsen, mit vorhersehbaren Folgen für den Wirtschaftsstandort“, gibt Neutatz zu bedenken.

Wien erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit unter internationalen Gästen. Die geplante Erhöhung der Ortstaxe würde dieses Interesse bremsen, mit vorhersehbaren Folgen für den Wirtschaftsstandort.

Hotels können Kostenanstiege nur begrenzt weitergeben

Alexander Ipp, Wiener Landesvorsitzender der Österreichischen Hotelvereinigung und ÖHV-Vizepräsident, verweist auf eine aktuelle bundesweite Branchenbefragung der ÖHV. Laut ÖHV-Inside können 68 Prozent der Hotels Kostenanstiege nur teilweise weitergeben, 22 Prozent gar nicht. 62 Prozent rechnen auf Basis der aktuellen Buchungen und Erfahrungswerte mit geringeren Nebenausgaben der Gäste, 60 Prozent mit kürzeren Aufenthalten und 65 Prozent mit kurzfristigeren Buchungen. „Wir können eine Gebührenerhöhung um 150 Prozent derzeit nicht 1 zu 1 an den Gast weitergeben. Dadurch spitzt sich eine ohnehin schwierige wirtschaftliche Phase mit steigendem Kostendruck und sinkenden Erträgen für die Wiener Hotellerie weiter zu.“

Hotellerie und ÖHV fordern gemeinsamen Plan mit der Stadt

Die Fachgruppe der Wiener Hotellerie und die ÖHV fordern daher ein Einfrieren der aktuellen Ortstaxe und möchten mit der Stadt Wien an einem neuen Plan arbeiten: „5 Prozent sind mehr als genug in der aktuellen wirtschaftlichen Situation. Wir möchten daher mit der Stadt Wien einen Plan erarbeiten, wie wir Wachstum in Wien sicherstellen und unseren Beitrag dazu leisten können“, so Neutatz und Ipp unisono.