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Handelsobfrau Margarete Gumprecht
© Florian Wieser

Ostern bringt dem Wiener Handel 62 Millionen Euro

77 Prozent schenken, Ausgaben steigen und größere Geschenke setzen sich durch

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Aktualisiert am 23.03.2026

Ostern gewinnt im Wiener Handel weiter an Bedeutung. Laut KMU Forschung Austria schenken rund 77 Prozent der Wienerinnen und Wiener, im Schnitt werden 50 Euro pro Kopf ausgegeben. Daraus ergibt sich ein Gesamtumsatz von rund 62 Millionen Euro, nach 56 Millionen Euro im Jahr 2024 und 60 Millionen Euro im Jahr 2025. Ostern ist damit der drittwichtigste Geschenkanlass.

Ostern wird von vielen Familien gezielt für Geschenke genutzt - zunehmend auch für größere Anschaffungen.

Der Trend geht klar zu größeren und höherpreisigen Geschenken, auch wenn kleinere Mitbringsel weiterhin gefragt bleiben.

Starke Nachfrage bei Spielwaren, Sport und Fahrrädern

Der Spielwarenhandel erzielt rund um Ostern etwa zehn Prozent seines Jahresumsatzes. Auch Sportartikel- und Fahrradhandel profitieren, besonders gefragt sind Kinderfahrräder, Roller und Laufräder. Mehr als 60 Prozent der Kinderfahrräder werden vor Ostern verkauft.

Wiener Sportartikel- und Fahrradhandel
In Wien gibt es 343 Einzelhändler für Sportartikel, 141 für Fahrräder und 55 Verleiher von Fahrrädern, Sportartikeln oder Sportgeräten. Im Sportartikelhandel gibt es neben den Filialisten zahlreiche inhabergeführte Geschäfte, die sich auf Sportarten wie Skifahren, Laufen, Radfahren, Tennis oder Triathlon spezialisiert haben.

Wetter treibt Outdoor-Trend

Das Geschäft hängt stark vom Wetter ab, entscheidend sind die zwei Wochen vor Ostern. Besonders gefragt sind Schaukeln, Rutschen, Sandspielzeug, Skateboards, Hüpfbälle und Seifenblasen. Spielen im Freien liegt klar im Trend.

Wiener Spielwarenhandel
Von den 246 Wiener Geschäften, die dem Berufszweig „Einzelhandel mit Spielwaren“ zugeordnet sind, sind 136 Standorte spezialisierte, kleine Fachgeschäfte. Diese meist inhabergeführten Geschäfte beschäftigen rund 460 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die übrigen entfallen auf große Betriebe, die Spielwaren als Teil eines umfangreicheren Sortiments führen.

Kreative Spielwaren im Fokus

Eltern setzen verstärkt auf Baukästen, Bastelsets und Konstruktionsspiele als Ausgleich zur Bildschirmzeit. Gleichzeitig bleiben Sammelartikel, Gesellschaftsspiele, Duplo, Playmobil sowie Bücher und Plüschtiere beliebte Klassiker.

Margarete Gumprecht, Handelsobfrau in der Wirtschaftskammer Wien
© Florian Wieser „Was früher vor allem kleine Mitbringsel waren, sind heute immer öfter auch größere Geschenke“, sagt Margarete Gumprecht, Obfrau der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien