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Studie: Begrenzte Ressourcen prägen die Führungsrealität

62 Prozent der heimischen Führungskräfte sehen sich durch begrenzte Zeit-, Personal- und Budget-Ressourcen stark gefordert. Für den Hernstein Management Report wurden 1.600 Führungskräfte in Deutschland und Österreich befragt

Lesedauer: 3 Minuten

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Aktualisiert am 16.02.2026

Mehr als ein Drittel bewertet Dokumentations- und Berichtspflichten als problematisch. Für 29 Prozent der österreichischen Unternehmen ist die Budgetplanung aufgrund von Inflation und gestiegenen Kosten schwierig, in Deutschland sind es 19 Prozent. In Österreich sehen 62 Prozent begrenzte Ressourcen als größte Herausforderung, in Deutschland 52 Prozent

„Besonders das Führen aufgrund begrenzter Ressourcen wird dabei über viele Branchen hinweg als größte Herausforderung wahrgenommen. In Österreich ist dieser Anteil mit 62 Prozent noch höher als in Deutschland mit 52 Prozent

Erwartungslücken und fehlende Orientierung

34 Prozent berichten von abweichenden Erwartungen zwischen Unternehmensleitung und Team. Rund ein Fünftel sieht fehlenden Orientierungsrahmen und zu wenig Information als Problem. Laut Studie drohen dadurch sinkende Motivation, geringere Identifikation, höhere Fluktuation und steigende Fehlzeiten

Kommunikation und Routinen als Stabilitätsfaktor

Erfahrung, klare Kommunikation, Peer-Austausch und effiziente Strukturen unterstützen Führung. 46 Prozent der österreichischen Führungskräfte bewerten Kommunikation und Priorisierung durch die Unternehmensleitung als besonders wichtig, in Deutschland sind es 39 Prozent

Strukturelle Klarheit fehlt häufig

Nur in 44 Prozent der Unternehmen gibt es einen strukturierten Austausch unter Führungskräften. Knapp 60 Prozent geben an, dass klar definierte Rollen und Erwartungen fehlen. Strukturelle Klarheit sowie Zugang zu Weiterbildung und Coaching gelten als zentrale Hebel.

Remote Work 2025: Rückgang mit klaren Regeln

Etwas mehr als die Hälfte kann 2025 im Homeoffice oder remote arbeiten, das sind 8 Prozent weniger als 2021. 62 Prozent der Mitarbeitenden und 57 Prozent der Führungskräfte haben diese Möglichkeit, 54 Prozent nutzen sie zumindest teilweise. In 66 Prozent der Unternehmen gibt es konkrete Regelungen, ein Anstieg um 50 Prozent seit 2021

Teamzusammenhalt und Effizienz

60 Prozent sehen kaum negative Auswirkungen von Remote Work auf das Teamgefüge. Führungskräfte aus dem unteren Management bewerten die Effekte mit knapp 70 Prozent deutlich positiver als jene aus dem oberen Management. Fast 70 Prozent verbinden Remote Work mit höherer Effizienz, dennoch fällt es 41 Prozent zumindest teilweise schwer, ihren Mitarbeitenden zu vertrauen.

Gabriele Fantl, Leitung Beratung, Projektmanagement und Vertrieb des Bildungsinstituts Hernstein
© FHW Education & Management GmbH Mag. Gabriele Fantl „Gerade in herausfordernden Zeiten ist der regelmäßige
Austausch mit anderen Führungskräften besonders wertvoll.“
Hinweis
Über die Studie
Für den Hernstein Management Report wurden 1.600 Führungskräfte und Unternehmerinnen und Unternehmer, davon 1.000 in Deutschland und 600 in Österreich befragt. Maximale Schwankungsbreite plus minus 2,5 Prozent. Durchführung als Online-Befragung durch Triple M Matzka Markt- und Meinungsforschung