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Eine Straßensperre an einer Baustelle: Ein Fahrverbotsschild zwischen gelben Baustellenzäunen.
© Spitzi-Foto | stock.adobe.com

Stadionallee-Sperre im Prater würde CO₂-Ausstoß deutlich erhöhen

Umwege für Taxis und Kleintransporteure verlängern Fahrten und vervielfachen Ampelstopps

Lesedauer: 3 Minuten

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Aktualisiert am 12.03.2026

Die geplante Sperre der Stadionallee und Meiereistraße im Wiener Prater würde Taxis und Kleintransporteure zu massiven Umwegen zwingen.

Das geplante Fahrverbot in der Stadionallee und der Meiereistraße im 2. Bezirk hätte für Taxis und Kleintransporteure spürbare Folgen. Längere Strecken, mehr Ampeln und ein deutlich höherer CO₂-Ausstoß wären die Konsequenz.

Eine Paketzustellung etwa von der Kleingartenanlage Wasserwiese zu Empfängern im Bereich Engerthstraße und Meiereistraße ist derzeit rund 1,6 Kilometer lang. Wird die Stadionallee gesperrt, würde sich die Strecke auf 4,9 Kilometer über die A23 verlängern oder auf 6 Kilometer über den Praterstern fast vervierfachen.

Der zusätzliche Umweg würde den CO₂-Ausstoß pro Fahrt massiv erhöhen.

Abgesehen davon, dass niemals alle diese 13.000 Fahrzeuge gleichzeitig unterwegs sind, nutzen auch nicht alle täglich die Stadionallee.

Bei einem durchschnittlichen CO₂-Ausstoß von rund 200 Gramm pro Kilometer entstehen bei einem Klein-Lkw dadurch bis zu 880 Gramm zusätzliches CO₂ pro Fahrt und Richtung.

Deutlich mehr Ampeln auf den Umleitungsstrecken

Auch die Zahl der Ampeln würde stark steigen. Auf der direkten Strecke über Stadionallee und Meiereistraße müssen derzeit 3 Ampeln passiert werden.

Führt die Strecke über die A23 und den Handelskai, steigt die Zahl auf 6 Ampeln.
Über den Praterstern wären es sogar 15 Ampeln.

Eine Ausnahme für Taxis und Kleintransporteure könnte diese Umwege vermeiden, ohne den Verkehr spürbar zu erhöhen.

„Längere Umleitungen belasten Klima, Konsumenten und Unternehmer. In Wien sind derzeit 8.100 Taxis sowie 4.800 Kleintransporter zugelassen – insgesamt rund 13.000 Fahrzeuge“, erklärt Resul Ekrem Gönültaş, Obmann der Wiener Taxi-Innung.

Umwege wegen gesperrter Stadionallee
© WK Wien

Ausnahme für gewerblichen Verkehr leicht kontrollierbar

Auch Gurdial Singh Bajwa, Obmann der Wiener Kleintransporteure, betont, dass nicht alle Fahrzeuge täglich unterwegs sind und viele davon den 2. Bezirk überhaupt nicht anfahren.

Eine mögliche Ausnahme für gewerblichen Verkehr wäre zudem leicht zu kontrollieren.

Wiener Taxis tragen die Kennzeichenendung TX, Kleintransporteure die Endung KT. Dadurch sind sie sowohl für Kontrollorgane als auch für Kamerasysteme unmittelbar erkennbar.

Resul Ekrem Gönültaş Obmann der Wiener Taxi-Innung, und Gurdial Singh Bajwa, Obmann der Wiener Kleintransporteure
© Max Slovencik Besonders Kleintransporteure bedienen meist nur bestimmte Gebiete. Der Großteil von ihnen kommt daher auf ihren Touren nie in den 2. Bezirk. Genauso fährt hier auch nicht jeden Tag jedes Taxi,“ betonen Resul Ekrem Gönültaş Obmann der Wiener Taxi-Innung, und Gurdial Singh Bajwa, Obmann der Wiener Kleintransporteure,