Wiener investieren mehr denn je in ihre Haustiere
Jeder vierte Wiener Haushalt lebt mit einem Haustier, Zoofachhandel fordert Senkung der Mehrwertsteuer
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Am 20. Februar steht beim internationalen „Liebe-Dein-Haustier-Tag“ alles im Zeichen der tierischen Familienmitglieder. In Wien lebt rund ein Viertel aller Haushalte zumindest mit einem Hund, einer Katze oder einem anderen Heimtier.
Die Ansprüche an artgerechte Haltung, hochwertige Ernährung und individuelle Betreuung sind in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Gleichzeitig belasten steigende Preise für Heimtierfutter und Zubehör viele Tierhalterinnen und Tierhalter.
Unsere Fachgeschäfte in Wien stehen nicht nur für regionale Wertschöpfung und gesicherte Arbeitsplätze, sondern auch für qualifizierte Beratung, verantwortungsvollen Verkauf und hohe Qualitätsstandards.

Andreas Popper
Vorsitzender der Wiener Zoofachhändler
Der Wiener Zoofachhandel fordert daher eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Heimtierfutter von 13 auf 10 Prozent. „Wer verantwortungsvolle Tierhaltung will, muss sie auch leistbar halten“, betont Andreas Popper, Vorsitzender der Wiener Zoofachhändler. Eine reduzierte Mehrwertsteuer würde Tierhalter entlasten und den regionalen Fachhandel stärken.
Haustiere in Wien: Hohe Bedeutung, steigende Kosten
In mehr als 200.000 Wiener Haushalten leben tierische Begleiter, darunter etwa 127.000 Haushalte mit Hunden, 153.000 mit Katzen und 96.000 mit Kleintieren wie Kaninchen, Vögel, Fische oder Schildkröten. Überschneidungen sind möglich, da manche Haushalte mehrere Tierarten halten.
Die jährlichen Kosten liegen bei Katzen bei rund 700 Euro, bei Hunden, je nach Größe, zwischen 1.000 und 3.000 Euro. Besonders hochwertiges Futter verteuerte sich zuletzt deutlich. Eine große Mehrheit der Hunde wird heute mit Fertignahrung in hoher Qualität, teils in Lebensmittelqualität, gefüttert. Auch Spezialfutter, etwa für Allergiker, gewinnt an Bedeutung.
Mehrwertsteuer senken, Fachhandel stärken
Für die Zoofachhändler ist Tiernahrung das zentrale Geschäftsfeld. Rund 70 bis 80 Prozent des Umsatzes entfallen auf Futter. Eine Senkung der Mehrwertsteuer soll qualitatives Heimtierfutter günstiger machen und dem grenzüberschreitenden Preisdruck entgegenwirken.
Kleinstbetriebe als Rückgrat
Der Wiener Zoofachhandel ist stark kleinteilig strukturiert: 100 der 187 Fachhändler sind Ein-Personen-Unternehmen, weitere 61 beschäftigen bis zu vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt arbeiten rund 615 Menschen im Wiener Zoofachhandel.
Zoofachhandel im Wandel
Viele Betriebe setzen auf Spezialisierung, etwa auf Hunde, Katzen, Aquaristik oder Terraristik, und entwickeln sich zu Kompetenzzentren für Beratung, Service und Tierwohl. Workshops, Schulungen sowie Dienstleistungen wie Hundesalons, Tierphysiotherapie oder Urlaubsbetreuung ergänzen das Angebot.
Beschäftigung, Zubehör und digitale Lösungen
Spielzeuge, Intelligenztrainer und Kratzmöbel gehören zum Standard. Auch Hundekurse wie Agility gewinnen an Interesse. Smarte Futterautomaten, Haustierkameras oder GPS-Tracker sind zunehmend gefragt. Parallel steigt die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten wie plastikfreien Verpackungen, ökologischem Katzenstreu oder regionaler Produktion.