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Belgien: Neuer Branchenreport „Umwelttechnologie“

Exportwissen, Marktchancen und Trends

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Belgien Umwelttechnologie
Stand: 17.04.2026

Die belgischen Umweltschutzausgaben betrugen 2022 knapp 19 Mrd. Euro, davon stemmten den größten Teil die Unternehmen mit 10,6 Mrd. Euro und der Staat mit 6,8 Mrd. Euro, die restlichen 1,6 Mrd. Euro die Privathaushalte.

Die staatlichen Investitionen für den Umweltschutz betrugen 2022 knapp 655,6 Mio. Euro. Davon gingen 182,1 Mio. Euro in die Abfallwirtschaft, 210,3 Mio. Euro in die Abwasserwirtschaft, 145,5 Mio. Euro in den Arten- und Land-schaftsschutz, 3,7 Mio. Euro in die Bodensanierung sowie 53,5 Mio. Euro in Luftreinhaltung und Klimaschutz.

Konkurrenzsituation

Der Umwelt-Sektor setzt sich aus spezialisierten Unternehmen zusammen. Im Jahr 2023 waren mehr als 1.800 Betriebe im Umweltbereich tätig und beschäftigten knapp 21.000 Personen. Die Unternehmensanzahl stieg um 2,5 % und die der Beschäftigten sogar um 10,7 %.

Der Umsatz dieser Unternehmen belief sich 2023 auf etwas mehr als 9,8 Mrd. Euro. Der Kauf von Waren und Dienstleistungen lässt sich auf insgesamt 7,1 Mrd. Euro beziffern, während die Bruttoinvestitionen in Sachanlagen rund 1,1 Mrd. Euro betrugen.

Gesetzliche Rahmenbedingungen 

Die Gesetzgebung in Umweltbelangen orientiert sich in Belgien stark an den europarechtlichen Vorgaben. Die relevanten Richtlinien sind in belgische Recht umgesetzt worden. Da die Umweltbelange eine Kompetenz der drei belgischen Regionen sind, obliegt die konkrete Ausgestaltung den Regionen.

Insbesondere in der Abfallwirtschaft gehört Belgien zu den Spitzenreitern.

In Belgien gewinnt das Thema Kreislaufwirtschaft wie in anderen europäischen Ländern immer mehr an Bedeutung. Aus diesem Grund wurden verschiedene Maßnahmen beschlossen, um die Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft zu fördern. Flandern ist ein Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft und die Region inzwischen zu einem führenden Recycling-Hub in Europa geworden.

Chancen für österreichische Unternehmen 

Die Trinkwasserversorger investieren laufend in die Instandhaltung und Wartung ihres Netzwerkes, besonders Brüssel ist hier gefordert, da hunderte Kilometer Rohrleitungen in der Stadt ausgebessert oder ersetzt werden müssen.

Bei der Marktbearbeitung sind die regional unterschiedlichen Akteure (sowohl in der Abfallwirtschaft als auch in der Wasserwirtschaft) und die Mehrsprachigkeit zu beachten.

Sie suchen ausführlichere Informationen zur Branche Umwelttechnologie?

Kontaktieren Sie das AußenwirtschaftsBüro Brüssel (T +32 2 6451650, E bruessel@wko.at).

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