Bosnien und Herzegowina: Logistika-Konsortium droht erneuert mit Grenzblockade ab 12. März 2026
Mangels Lösung der Aufenthaltsregelungen von LKW-Fahrer:innen drohender Stillstand an allen Grenzübergängen zu EU-Ländern
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Der Konsortialverband „Logistika“ in Bosnien und Herzegowina hat angekündigt, ab 12. März 2026 alle Grenzübergänge des Landes zu blockieren, falls bis zum 10. März keine konkrete Lösung für die Probleme von Berufskraftfahrer:innen gefunden wird. Hintergrund sind die EU-Regeln zum Aufenthalt von Fahrpersonal, die nach Ansicht des Verbandes die Existenz der Transportbranche gefährden. Das Konsortium fordert ein Moratorium sowie einen Sonderstatus für Fahrer:innen aus Bosnien und Herzegowina. Die Forderungen wurden an das Präsidium, den Ministerrat, die Parlamente sowie die Regierungen der Entitäten und zuständigen Institutionen gerichtet. Die Initiative sei nicht politisch motiviert, sondern diene laut Konsortium dem Schutz der Wirtschaft und der Arbeitsplätze.
Hintergrund
Die 90/180-Regelung im Schengen-Raum erlaubt Berufskraftfahrer:innen einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen innerhalb von 6 Monaten.
Vertreter:innen der Transportbranche in Bosnien und Herzegowina betonen, dass diese Regelung ihre Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Handel erheblich einschränkt.
Die angekündigten Aktionen verdeutlichen die angespannte Lage im Transportsektor. Blockaden könnten den Warenfluss zwischen Bosnien und Herzegowina und der EU erheblich beeinträchtigen und haben daher nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Tragweite.
Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an das AussenwirtschaftsCenter Sarajevo (sarajevo@wko.at).