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Hintereinander parkende Lkws unter bewölktem Himmel
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Bosnien und Herzegowina: Grenzblockade an alle Transportgrenzübergänge zu den EU-Länder

Proteste der Transportunternehmen aus Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Mazedonien und der  Türkei 

Lesedauer: 1 Minute

Bosnien und Herzegowina Logistik
26.01.2026

Die gegenwärtige Einführung des Entry/Exit Systems (EES) sorgt in der bosnisch-herzegowinischen und regionalen Transportwirtschaft für erhebliche Unruhe. Da für LKW-Fahrer aus Drittländern – anders als für Flug-, Zugs- und Schiffspersonal – keine Ausnahmeregelungen vorgesehen sind, und es vonseiten der EU auch keine Anzeichen für eine Änderung gibt, blockieren Transportunternehmen aus Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro und Mazedonien am 26. Jänner 2026 ab 12:00 Uhr Grenzübergänge zu allen EU-Ländern, um auf die drohenden wirtschaftlichen Folgen insbesondere in den Lieferketten aufmerksam zu machen.

Betroffen sind alle Transportgrenzübergänge zu den EU-Ländern – das heißt in Bosnien und Herzegowina sämtliche Grenzübergänge zu Kroatien. Diese Blockade betrifft nicht den Personentransport, dieser sollte normal verlaufen. Wir gehen jedoch davon aus, dass es aufgrund der zu erwartenden Staus zu Verzögerungen kommen wird.

Seit Inkrafttreten des EES müssen auch professionelle LKW-Fahrer die vollständige biometrische Registrierung an den EU-Außengrenzen durchlaufen. Erste Erfahrungen aus Pilotphasen an anderen Grenzübergängen zeigen, dass sich die Abfertigungszeiten aufgrund der zusätzlichen Kontrollen bereits jetzt deutlich verlängern und laut Branchenangaben um bis zu 70 Prozent steigen.

Die Logistikbranche warnt eindringlich davor, dass die Kombination aus verpflichtender biometrischer Erfassung, der streng automatisierten Kontrolle der 90/180 Tage Regel sowie dem Fehlen jeglicher Sonderregelungen für Berufskraftfahrer zu massiven Engpässen im Warenverkehr führen wird. Transportunternehmer befürchten dadurch erhebliche Verzögerungen, Störungen der Lieferketten und weitreichende wirtschaftliche Belastungen für die gesamte Region und insbesondere große negative Auswirkungen für EU- Unternehmen, die in Drittländern produzieren (lassen) bzw. aus diesen Zulieferungen haben.

Es wurde angekündigt, dass die Blockade zuerst sieben Tage dauern wird.

Wenn Ihr Unternehmen von den Lieferverzögerungen durch die Blockade betroffen ist, bzw. wenn Sie weitere Auskünfte benötigen, wenden Sie sich bitte an das AußenwirtschaftsCenter Sarajevo

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