Proteste der Transportunternehmen in Bosnien und Herzegowina
Grenzblockade für Ende Februar 2026 angekündigt
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Ende Februar 2026 haben Transportunternehmen aus Bosnien und Herzegowina gemeinsam mit Partnern aus der Region neue Protestaktionen angekündigt. Im Mittelpunkt stehen wieder Blockaden an allen Grenzübergängen zu EU-Länder, die als Druckmittel gegenüber den europäischen Institutionen dienen sollen.
Hintergrund
Die 90/180-Regelung im Schengen-Raum erlaubt Berufskraftfahrern nur einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen innerhalb von sechs Monaten.
Vertreter der Transportbranche in Bosnien und Herzegowina betonen, dass diese Regelung ihre Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Handel erheblich einschränkt.
Auf einem Treffen in der Außenhandelskammer BiH wurde beschlossen, dass ohne konkrete Maßnahmen der Behörden neue Blockaden unvermeidlich sind.
Nach Angaben der Medien in Bosnien und Herzegowina ist vorgesehen, dass die Blockaden der Transportunternehmen mehrere Tage andauern könnten. Vertreter der Branche betonten, dass die Aktionen nicht beendet werden, solange keine konkreten Lösungen für die Aufenthaltsregelungen der Fahrer im Schengen-Raum gefunden werden.
Die angekündigten Aktionen verdeutlichen die angespannte Lage im Transportsektor. Blockaden könnten den Warenfluss zwischen Bosnien und Herzegowina und der EU erheblich beeinträchtigen und haben daher nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Tragweite.
Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an das AussenwirtschaftsCenter Sarajevo (sarajevo@wko.at).