Fertigungsgroßmacht China im geopolitischen Spotlight
Studie der EU-Handelskammer in Peking zum Umgang mit Abhängigkeiten in Lieferketten
Lesedauer: 1 Minute
ChinaDie Europäische Union Handelskammer in Peking veröffentlichte am 10. Dezember 2025 die Studie „Umgang mit Abhängigkeiten in Lieferketten: Herausforderungen und Entscheidungen“, welche aufzeigt, dass Chinas dominante Rolle in globalen Lieferketten zunehmend kritisch gesehen wird und Investoren und Einkäufer:innen neben Effizienz und Kostenvorteile zunehmend auch geopolitische Risken und die Vermeidung von Abhängigkeiten berücksichtigen müssen.
Trotz der Vorteile, die China als Produktions- und Beschaffungsstandort bietet, müssen Unternehmen inzwischen eine wachsende Liste von Nachteilen berücksichtigen – von der Anfälligkeit für Handelskonflikte, bereits bestehender Abhängigkeiten von China bei der Beschaffung bestimmter Industrievormaterialien, neuer Exportkontrollen wie für kritische Rohstoffe und permanente Industriemagnete bis hin zu einem schwierig werdenden Umfeld für ausländische Investoren in China. Angesichts so vieler Unsicherheiten sind die Lieferketten fast gleich angespannt wie zu Covid-Zeiten.
Die EU-Handelskammer hatte bereits in der zuvor (am 16. April 2025) veröffentlichten Studie ‘Made in China 2025: The Cost of Technological Leadership”aufgezeigt, dass die ehrgeizige Industriepolitik Chinas in den letzten zehn Jahren China in vielen Bereichen zwar industrielle Fortschritte erzielte,jedoch auch negative Auswirkungen auf die Beziehungen mit anderen globalen Partnern hatte. Der Plan hat in einigen Industriesektoren Überkapazitäten und ruinöse Wettbewerbe am chinesischen Markt selbst und stagnierende Herstellungspreise bewirkt. In einigen Fällen führte dies zu einem starken Anstieg der Exporte bestimmter Produkte aus China geführt, was wiederum eine Bedrohung für einige europäische Industrien darstellt.
Ansprechpartner: AußenwirtschaftsCenter Peking
WD Franz Rößler
T +86 10 8510 8527 5050
peking@wko.at
Stand: 30.01.2026