Global Insights | Chinas industrielle Vormachtstellung als industriepolitische Herausforderung
Das Chart of the Week zeigt, dass China durch ein exportgetriebenes Wachstumsmodell seinen Anteil an der globalen Industriewertschöpfung stark ausgebaut hat und damit zunehmend Druck auf Europas Industrie und Wettbewerbsfähigkeit ausübt.
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Stand: 14.04.2026
China hat seinen Anteil an der weltweiten Industriewertschöpfung in den vergangenen 20 Jahren auf 31,8 % mehr als verdoppelt, während der Anteil der EU im selben Zeitraum von 21,5 % auf 15,5 % sank. Treiber dieser Entwicklung ist eine konsistente, staatlich koordinierte und langfristig angelegte Industriestrategie, die über strukturelle Überkapazitäten und eine exportgetriebene Wachstumslogik den Druck auf Preise, Margen und Investitionsanreize an anderen Industriestandorten erhöht. Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie Europa auf diese dauerhafte Verschiebung der globalen Wettbewerbsbedingungen industriepolitisch reagieren kann.