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Eine Person sitzt an einem Tisch. Vor ihr steht ein aufgeklappter Laptop. In der rechten Hand hält sie einen Stift. Mit der linken Hand tippt sie auf einem Taschenrechner. Darüber ist grafisch eine Balkenstatistik gelegt sowie drei Prozentzeichen
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Ecuador: Zentralbank hebt Wachstumsprognose für 2026 auf 2,7 % an

Verbesserte Erwartungen bei Konsum, Investitionen und Exporten

Lesedauer: 1 Minute

Ecuador
17.09.2026

Die Zentralbank Ecuadors (Banco Central del Ecuador, BCE) hat ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum des Landes im Jahr 2026 von 2,5 % auf 2,7 % angehoben. Grundlage dafür sind verbesserte Erwartungen bei Konsum, Investitionen und Exporten. 

Nach Einschätzung der Zentralbank wird der private Konsum im Jahr 2026 um 3,3 % wachsen, während die Investitionen, gemessen an der Bruttoanlagebildung, um 5,8 % zulegen sollen. Auch die Exporte von Waren und Dienstleistungen werden voraussichtlich um 3,8 % steigen. Zu den wichtigsten Exportprodukten Ecuadors zählen Garnelen, Erdöl, Bergbauprodukte, Bananen und Kakao.

Für den Außenhandel erwartet die BCE einen Leistungsbilanzüberschuss von rund 4,6 Mrd. USD. Die Überweisungen von im Ausland lebenden Ecuadorianer:innen bleiben ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und sollen 2026 etwa 8,0 Mrd. USD erreichen.

Darüber hinaus prognostiziert die Zentralbank ein Wachstum der Kredite an den Privatsektor von 10,9 %, eine Zunahme der Bankeinlagen um 11,5 % sowie eine durchschnittliche Inflation von 2,1 %. Die internationalen Reserven des Landes sollen bis Ende 2026 auf rund 11,2 Mrd. USD steigen.  

Für den Zeitraum 2027 bis 2030 rechnet die BCE mit einem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum von 2,5 % jährlich. Als wichtigste Wachstumstreiber gelten dabei die nicht-ölbezogenen Wirtschaftssektoren, der private Konsum, Investitionen und Exporte. 

Gleichzeitig weist die Zentralbank auf Risiken durch ein mögliches El-Niño-Phänomen hin. In Szenarioanalysen wird davon ausgegangen, dass ein moderates El-Niño-Ereignis das Wirtschaftswachstum 2027 um 0,5 Prozentpunkte, ein starkes Ereignis sogar um 1,4 Prozentpunkte reduzieren könnte. Betroffen wären insbesondere Produktion, Exporte und Preisentwicklung.