Fidschi’s Projekt-Pipeline für erneuerbare Energien
Fidschi setzt massiv auf grüne Energie und sucht österreichisches Know-how
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Fidschi treibt den Umbau seines Energiesystems konsequent in Richtung erneuerbarer Energien voran, um seine Abhängigkeit von fossilen Importen weiter zu verringern. Im Mittelpunkt stehen dabei Wasserkraft, Solarenergie in Kombination mit Batteriespeichersystemen sowie Biomasse und Kreislaufwirtschaft. Für österreichische Technologieanbieter ergeben sich daraus relevante wirtschaftliche Perspektiven.
Ausbau der Wasserkraft
Die Wasserkraft bildet weiterhin das Rückgrat der Stromversorgung des Inselstaats. Bestehende Anlagen müssen modernisiert werden. Zwei größere Projekte, die derzeit auf eine finanzielle Entscheidung warten sind Qaliwana und Vatutokotoko. Darüber hinaus werden kleinere und dezentrale Wasserkraftlösungen geprüft, um abgelegene Regionen besser zu versorgen.
Batteriespeichersysteme Voraussetzung für Ausbau der Solarenergie
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Solarenergie. Aufgrund der hohen Sonneneinstrahlung gilt Photovoltaik als besonders geeignete Energiequelle, sowohl für größere Solarparks als auch für dezentrale Anwendungen in ländlichen und abgelegenen Gebieten. Eine zentrale Voraussetzung für den weiteren Ausbau ist jedoch die Integration von Batteriespeichersystemen, um eine stabilere Einspeisung von Solarstrom zu ermöglichen. Für Viti Levu werden von Energy Fiji Limited aktuell drei Solarparks ausgeschrieben.
1,4 Mrd. US-Dollar Waste-to-Energy Projekt
Auch Kreislaufwirtschaft sowie Biomasse und Bioenergie nehmen eine zunehmend wichtigere Rolle im Energiemix Fidschis ein. Insbesondere landwirtschaftliche Reststoffe, etwa aus der Zuckerindustrie, sollen verstärkt zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Der langfristige Trend geht aber in Richtung Ausstieg aus den Subventionen für die Zuckerrohrindustrie. Darüber hinaus besteht Potenzial für weitere Anwendungen im Bereich Abfallverwertung, Kreislaufwirtschaft und dezentraler Energieversorgung. Im Mittelpunkt der aktuellen Diskussionen steht dabei das Vuda-Projekt, bei dem eine rund 1,4 Mrd. USD teure Waste-to-Energy-Anlage geplant ist.
Für österreichische Firmen aus den Bereichen Umwelttechnologie und Abfallwirttschaft ergeben sich attraktive Geschäftschancen. Gerne steht ihnen das AC Sydney für weitere Informationen zur Verfügung.
Das AC Syndey organisiert Ende August 2026 eine Wirtschaftsmission Pazifik, bei der österreichische Unternehmen Geschäftschancen in Papua-Neuguinea und Fidschi erkunden.