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vier Personen, die nebeneinander im Wald gehen. Alle tragen Freizeitkleidung und Rucksäcke sowie Trekkingstöcke. Die Gruppe geht nebeneinander und blickt einander zu
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Griechenland setzt auf Ganzjahrestourismus

„Region 2030“ stärkt Berg- und Inselregionen durch gezielte Investitionen und nachhaltige Entwicklung

Lesedauer: 1 Minute

Griechenland Sport/Freizeit Tourismus Know-How & Infrastruktur
26.08.2026

Mit der neuen Entwicklungsstrategie„Region 2030“ will Griechenland die wirtschaftliche und touristische Entwicklung gezielt auf Berg- und Inselregionen ausweiten. Die Initiative betrifft Gebiete mit rund 2,3 Millionen Einwohnern, also knapp einem Fünftel der Gesamtbevölkerung, und soll einen Beitrag zur regionalen Ausgewogenheit, zur Bekämpfung der Saisonalität und zu einem nachhaltigeren Tourismusmodell leisten.  

Kern der Strategie sind 50 regionale Entwicklungspläne, die auf die spezifischen Bedürfnisse der einzelnen Regionen zugeschnitten werden. Gleichzeitig positioniert sich Griechenland für die nächste EU-Förderperiode 2028 bis 2034 mit dem Ziel, die besonderen Mehrkosten von Berg- und Inselregionen auf europäischer Ebene stärker anzuerkennen und zusätzliche Fördermittel zu sichern.  

Schwerpunkt Bergregionen: Ganzjahrestourismus und regionale Wertschöpfung

Für die Bergregionen sieht die Regierung umfangreiche Investitionen vor. Geplant sind unter anderem:

  • 10 neue integrierte räumliche Entwicklungsprogramme (ISI) für Berggebiete
  • 400 Millionen Euro an Projekten aus dem NSRF-Förderprogramm
  • 50 LEADER-Programme mit einem Gesamtvolumen von 144,9 Millionen Euro
  • 163 ländliche Straßenbauprojekte im Wert von 83 Millionen Euro
  • Investitionen in Infrastruktur, digitale Anbindung, Abfallwirtschaft und regionale Erneuerung.

Besondere Bedeutung hat die angekündigte Förderung des Bergtourismus, um neue Reiseanlässe außerhalb der klassischen Sommermonate zu schaffen. Ergänzend sind Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen, Beschäftigung und sozialer Infrastruktur vorgesehen. Ziel ist es, die Attraktivität der ländlichen Regionen zu erhöhen und zusätzliche touristische Nachfrage in bisher weniger entwickelte Gebiete zu lenken.  

Inseln: Infrastruktur, Klimaschutz und bessere Erreichbarkeit

Für die Inselregionen wird erstmals ein ständiger Regierungsausschuss für Inselpolitik eingerichtet. Dieser soll die Koordination zwischen den Ministerien verbessern und die besonderen Herausforderungen der Insellage systematisch berücksichtigen. 

Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen:

  • 180 Millionen Euro jährlich für den Seeverkehr, doppelt so viel wie bisher
  • Einrichtung von 25 neuen Fährverbindungen
  • Fortführung des Systems der Transportkostenkompensation („Transport Equivalent“)
  • 30 % Mehrwertsteuerermäßigung auf 24 Inseln
  • Grundsteuerbefreiungen für kleine Inselgemeinschaften
  • der 2,3 Milliarden Euro schwere Dekarbonisierungsfonds für Inseln
  • Investitionen in Wasserversorgung, Klimaresilienz sowie Hafen- und Flughafeninfrastruktur.  

Relevanz für den Tourismus

Die Strategie ist auch aus tourismuspolitischer Sicht bemerkenswert. Griechenland versucht damit, die starke Konzentration des Tourismus auf wenige Küsten- und Inseldestinationen zu verringern und neue Wachstumsimpulse in bislang weniger besuchten Regionen zu schaffen.

Bergregionen und kleinere Inseln sollen stärker in den touristischen Kreislauf eingebunden werden, um zusätzliche Wertschöpfung zu generieren und die Tourismussaison über die Sommermonate hinaus zu verlängern. Gleichzeitig stehen Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und eine bessere territoriale Balance im Mittelpunkt der künftigen Entwicklungspolitik.

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