EU genehmigt Griechenlands Sozialen Klimaplan
5,3 Mrd. Euro für Verkehr, Energieeffizienz und soziale Unterstützung
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Griechenland Energieeffizienz/Green Building Umwelttechnologie Schienenverkehr Verkehrsinfrastruktur/TiefbauDie Europäische Kommission hat den griechischen Nationalen Sozialen Klimaplan genehmigt und damit den Weg für Investitionen in Höhe von 5,3 Milliarden Euro bis 2032 freigemacht. Das Programm zählt zu den ersten von der EU genehmigten nationalen Klimafonds-Plänen und ist derzeit das umfangreichste Vorhaben dieser Art innerhalb der Europäischen Union.
Ziel des Programms ist es, die sozialen Auswirkungen der Energiewende abzufedern, die Energieeffizienz zu steigern, den öffentlichen Verkehr zu modernisieren und besonders Haushalte mit geringem Einkommen sowie Kleinstunternehmen zu unterstützen. Insgesamt sollen rund 1,5 Millionen Haushalte und 70.000 Kleinstbetriebe von den Maßnahmen profitieren. Die ersten Projekte starten bereits 2026, die Umsetzung läuft bis 2032.
Schwerpunkt: Nachhaltiger Verkehr
Ein wesentlicher Teil des Programms betrifft die Modernisierung des öffentlichen Verkehrs. Für 129 Millionen Euro werden insgesamt 211 Elektrobusse für die Ballungsräume Athen und Thessaloniki beschafft. Davon entfallen 101 Busse auf Athen und 110 auf Thessaloniki. Die neuen Fahrzeuge ersetzen ältere Busse und sollen insbesondere in verkehrlich unterversorgten Gebieten eingesetzt werden. Ziel ist eine Verbesserung des Angebots und eine Reduktion der Wartezeiten um rund 15 Prozent. Gleichzeitig werden die Betriebskosten des öffentlichen Nahverkehrs gesenkt.
Darüber hinaus fördert Griechenland den Umstieg auf Elektromobilität im Taxigewerbe. Ein mit 68 Millionen Euro ausgestattetes Programm unterstützt den Ersatz konventioneller Taxis durch Elektrofahrzeuge. Die Förderungen betragen bis zu 20.000 Euro pro Fahrzeug beziehungsweise bis zu 29.000 Euro für barrierefreie Taxis für Menschen mit Behinderungen. Zunächst konzentriert sich das Programm auf Athen und Thessaloniki, später soll es landesweit ausgedehnt werden.
Investitionen in Energieeffizienz
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Energieeffizienz von Unternehmen und Gebäuden. Für rund 12.000 Kleinstunternehmen stehen 395 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden unter anderem die thermische Sanierung von Gebäuden, die Installation von Wärmepumpen sowie solarthermischen Anlagen. Durch hohe Förderquoten soll verhindert werden, dass die Investitionen die Liquidität der Unternehmen belasten.
Zusätzlich sind 1,7 Milliarden Euro für energetische Sanierungen von Wohngebäuden vorgesehen. Ergänzt wird dies durch die Einrichtung von 13 regionalen Beratungszentren, die Haushalte bei Energieeffizienzmaßnahmen und Förderanträgen unterstützen sollen.
Soziale Maßnahmen für Haushalte
Ein wichtiger Bestandteil des Sozialen Klimaplans ist die Unterstützung einkommensschwächerer Bevölkerungsgruppen. Geplant ist ein soziales Leasingprogramm mit einem Volumen von 170 Millionen Euro, das rund 15.000 vulnerable Haushalte beim Zugang zu Elektrofahrzeugen unterstützen soll. Die Leasingdauer beträgt vier Jahre, die monatlichen Kosten sollen 150 Euro nicht überschreiten. Förderungen von bis zu 12.500 Euro pro Fahrzeug sind vorgesehen. Haushalte mit Menschen mit Behinderungen erhalten zusätzliche Unterstützung.
Auch der soziale Wohnbau wird Teil des Programms sein. Darüber hinaus sind Investitionen in Studentenwohnheime sowie Maßnahmen zur besseren Mobilität von Menschen mit Behinderungen vorgesehen.
Ausbau von Metro und Ladeinfrastruktur
Ab 2027 startet eine zweite Investitionsphase mit Fokus auf den öffentlichen Verkehr in Athen. Geplant sind die Modernisierung von zehn älteren Zügen der Metro-Linie 1, die derzeit außer Betrieb sind, die vollständige barrierefreie Aufrüstung aller 24 Stationen der Linie 1 sowie die Beschaffung von zwölf neuen Zügen für die Metro-Linien 2 und 3. Dadurch sollen die Taktfrequenzen verbessert und die Kapazitäten erhöht werden.
Parallel dazu werden 4.400 öffentlich zugängliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge errichtet. Priorität haben Regionen, in denen bislang nur unzureichende private Ladeinfrastruktur vorhanden ist. Zudem werden 33 Bahnhöfe des staatlichen Eisenbahnunternehmens OSE barrierefrei ausgebaut.