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Eine Person steht auf einer Leiter in einem U-Bahn-Tunnel und schweißt etwas an der Tunnelwand.
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Irland: Metrolink-Projekt für die erste Metro Dublins

Liefer und Beteiligungsmöglichkeiten für Unternehmen aus Österreich 

Lesedauer: 3 Minuten

Irland Schienenverkehr Verkehrsinfrastruktur/Tiefbau NPI Großprojekte
16.07.2026
In Swords und entlang des Nord-Süd-Korridors von Dublin entsteht mit MetroLink eines der größten Infrastrukturprojekte in der Geschichte Irlands. Das Projekt soll erstmals eine direkte Schienenverbindung zwischen Dublin Airport, der Innenstadt und dem Norden der Hauptstadt schaffen und gilt als Schlüsselprojekt für das zukünftige Wachstum der Region. 

Projektträger und Auftraggeber 

Hinter dem Projekt stehen die Transport Infrastructure Ireland (TII) und die National Transport Authority (NTA). MetroLink wird als vollautomatisches Hochleistungs-Metrosystem entwickelt und soll den öffentlichen Verkehr im Großraum Dublin grundlegend verändern.   

Das Projekt wurde über viele Jahre geplant und mehrfach überarbeitet. Mit der Erteilung der Railway Order durch An Coimisiún Pleanála im Jahr 2025 wurde ein entscheidender Meilenstein erreicht. Die Railway Order trat am 12. Januar 2026 offiziell in Kraft.   

Streckenverlauf und Infrastruktur 

MetroLink wird eine rund 19 Kilometer lange Metrostrecke zwischen Estuary in Swords und Charlemont im Süden des Dubliner Stadtzentrums schaffen. Die Strecke verbindet wichtige Wohn-, Wirtschafts- und Verkehrszentren miteinander.  

Geplant sind: 

  • 16 neue (davon 11 unterirdische) Stationen, 
  • eine direkte Anbindung des Dublin Airport, 
  • Verknüpfungen mit bestehenden öffentlichen Verkehrsmitteln (DART, Irish Rail, Luas und Dublin Bus), 
  • Park-and-Ride-Anlagen im Norden der Strecke

Technische Merkmale 

MetroLink wird das erste vollständig automatisierte Metrosystem Irlands sein. Die Züge sollen während der Hauptverkehrszeiten im Abstand von etwa drei Minuten verkehren. Langfristig könnte dieser Abstand auf bis zu 90 Sekunden reduziert werden.  

Nach Angaben von TII wird die Metro: 

  • bis zu 20.000 Fahrgäste pro Stunde und Richtung transportieren, 
  • jährlich rund 50 Millionen Passagiere befördern.   

Damit würde MetroLink zu den leistungsfähigsten öffentlichen Verkehrssystemen auf der Insel Irland zählen.   

Wirtschaftliche Bedeutung 

Die Projektentwickler und die irische Regierung betrachten MetroLink als ein zentrales Infrastrukturprojekt für die wirtschaftliche Entwicklung der Hauptstadtregion. Die neue Metro soll den Zugang zu Arbeitsplätzen, Bildungseinrichtungen und dem Flughafen verbessern und gleichzeitig die Verkehrsbelastung auf den Straßen reduzieren.  

Laut Berichten der Irish Times wurden bereits mehrere hundert Millionen Euro in Planung, Grundstückserwerb und Genehmigungsverfahren investiert. Das Gesamtprojekt wird voraussichtlich mehr als 23 Milliarden Euro kosten und gehört zu den größten öffentlichen Investitionen in der Geschichte des Staates.   

Genehmigungsstatus 

Nach jahrelangen Planungs- und Anhörungsverfahren erhielt MetroLink im September 2025 die Zustimmung von An Coimisiún Pleanála. Die Behörde bestätigte die Railway Order und erlaubte damit grundsätzlich Bau und Betrieb der Strecke.  

Die Genehmigung umfasst verschiedene Auflagen zum Schutz historischer Gebäude, sensibler Standorte und betroffener Anwohner entlang der Trasse.  

Seit dem Inkrafttreten der Railway Order im Januar 2026 befindet sich das Projekt in der Vorbereitungs- und Beschaffungsphase für die eigentlichen Bauarbeiten.  

Zeitplan 

Der genaue Baubeginn hängt von weiteren Regierungsentscheidungen und Vergabeverfahren ab. Die Inbetriebnahme wird allgemein für die erste Hälfte der 2030er-Jahre erwartet. Derzeit läuft die Ausschreibungsphase für die Hauptbauverträge von MetroLink. Interessierte Unternehmen finden aktuelle Vergaben und Projektinformationen auf der offiziellen MetroLink-Webseite sowie in den europäischen TED-Ausschreibungen (Tenders Electronic Daily).  

Mit MetroLink würde Dublin zu den letzten europäischen Hauptstädten aufschließen, die bislang weder über ein Metrosystem noch über eine direkte Schienenanbindung ihres wichtigsten internationalen Flughafens verfügten.  

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