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Eine Person mit Helm, Schutzbrille, Skianzug, Skistöcken und Skiern befindet sich parallel zur schneebedeckten Piste und hebt die Arme leicht an. Im Hintergrund sind weitere Personen mit Skiern. Über ihnen ist ein Sessellift.
© Peter | stock.adobe.com

SmartPass zum Skifahren in Italien

Chancen für österreichische Technologie und Dienstleistungsanbieter

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Italien Sport/Freizeit Tourismus Know-How & Infrastruktur
23.04.2026

Dolomiti Superski hat mit Ende der Wintersaison 2025/2026 die zweite Testphase seines digitalen SmartPass abgeschlossen. Der vollständig smartphonebasierte Skipass wurde nach einer ersten Pilotphase 2024/2025 auf mehrere Skigebiete ausgeweitet. Eine weitere Ausrollung ist für die Saison 2026/2027 vorgesehen. Die SmartPass‑Testphase umfasst derzeit ausschließlich Tal‑Skipässe und noch nicht den großen Dolomiti‑Superski‑Verbundpass.

In der aktuellen Saison wurden über 6.700 digitale Skipässe verkauft, die 16.600 Skitage und rund 140.000 Zutritte generierten. Die Zahlen zeigen eine steigende Akzeptanz digitaler Zutrittssysteme im alpinen Tourismus. Der SmartPass wird online erworben und über die App MyDolomiti aktiviert; das Smartphone dient anschließend direkt als Zutrittsmedium.

Die digitale Lösung reduziert den Bedarf an physischen Skipass‑Trägern und ermöglicht damit eine deutliche Einsparung von Kunststoffmaterial. Technisch basiert das System auf Bluetooth‑Low‑Energy‑Technologie, wodurch der Energieverbrauch gering bleibt und die Nutzung im Wintersportbetrieb praktikabel ist.

Potenzial für österreichische Unternehmen 

Die zunehmende Digitalisierung der alpinen Infrastruktur eröffnet konkrete Marktchancen für österreichische Anbieter, insbesondere in folgenden Bereichen:

  • Zutrittssysteme & Sensorik: Österreichische Unternehmen mit Expertise in Drehkreuz‑Technologie, BLE‑Sensorik, Ticketing‑Hardware und kontaktlosen Zugangslösungen können von der steigenden Nachfrage nach digitalen Systemen profitieren.
  • Software‑ und App‑Entwicklung: Die Integration von Skipässen in mobile Systeme schafft Bedarf an App‑Entwicklung, Backend‑Systemen, Schnittstellenlösungen und Datenmanagement.
  • Digitale Infrastruktur & Connectivity: Der Betrieb smartphonebasierter Zutrittssysteme erfordert stabile Netzwerke, Edge‑Computing‑Lösungen und optimierte Infrastruktur.
  • Nachhaltige Materialien & Alternativen: Durch die Reduktion physischer Skipässe entsteht ein Markt für nachhaltige Restlösungen, z. B. wiederverwendbare Karten, Recycling‑Systeme oder ökologische Ersatzmaterialien.
  • Tourismus‑Consulting & Prozessdigitalisierung: Die Umstellung auf digitale Gästeströme, Ticketing und Kapazitätsmanagement schafft Beratungsbedarf, insbesondere für kleinere Skigebiete.

Einordnung für den Alpenraum 

Die erfolgreiche Testphase zeigt, dass digitale Zutrittssysteme im Wintersport zunehmend marktreif sind. Für den österreichischen Markt bedeutet dies sowohl Wettbewerbsdruck als auch Innovationschancen: Skigebiete, die frühzeitig auf digitale Lösungen setzen, können Prozesse optimieren, Kosten reduzieren und nachhaltige Maßnahmen sichtbar machen.

Parallel dazu modernisieren auch andere italienische Skigebietsverbünde ihre Angebote. Die bisherige Ortler Skiarena hat sich kürzlich in „Südtirol Skiarena“ umbenannt und führt ab 2026 eine Ganzjahreskarte ein. Die Erweiterung des Verbundes und die stärkere Ausrichtung auf ganzjährige Nutzung unterstreichen den Trend zu Investitionen in Infrastruktur, Ticketing‑Systeme und Besucherlenkung – Bereiche, in denen österreichische Unternehmen traditionell stark vertreten sind.

Für weitere Informationen und Tipps zur Markterschließung melden Sie sich gerne beim AußenwirtschafsBüro Padua.

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