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Hinter einer Glasscheibe verlaufen Gleise. Vor der Glasscheibe ist ein großer, blauer Tisch, der mit der Glasscheibe teilweise verbunden ist. Auf dem Tisch sind verschiedene Knöpfe, Schalter, ein Mikrofon, Hebel, ein Telefon, Bildschirme und ein Tablet
© Ronald Rampsch | stock.adobe.com

Jordanien soll Hochgeschwindigkeitszugverbindung von Amman nach Akaba erhalten

Kürzere Reisezeiten, stärkt den Tourismus und fördert nachhaltige Mobilität

Lesedauer: 1 Minute

Jordanien Schienenverkehr

Jordanien bereitet den Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahn vor, welche die Hauptstadt Amman mit der Hafenstadt Akaba verbinden soll. Das Vorhaben wurde vom jordanischen Investitionsministerium als strategisches Projekt eingestuft und als prioritäre „Public-Private-Partnership-Investitionschance“ gelistet. Ziel ist es, die rund 330 Kilometer lange Strecke künftig in unter drei Stunden zurückzulegen, statt wie bisher häufig vier bis fünf Stunden auf der Straße.

Über die reine Punkt-zu-Punkt-Verbindung hinaus, verfolgt das Projekt einen klaren Netzwerkansatz. Die Strecke ist als Rückgrat eines integrierten nationalen Schienensystems über mehrere Gouvernements konzipiert und soll zentrale Tourismusziele wie Petra und Wadi Rum deutlich besser anbinden. Dadurch werden neue Reiseprofile möglich, etwa Tagesausflüge zwischen der Hauptstadt und dem Süden, und insgesamt ein spürbarer Impuls für den Inlandstourismus sowie für internationale Besucherströme erwartet.

Das Projekt ist Teil der Economic Modernization Vision Jordaniens und setzt explizit auf emissionsärmere Technologien im Einklang mit nationalen Klimazielen. Es knüpft zudem an die bestehende Kooperation mit Etihad Rail aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an, die ursprünglich den Gütertransport von Phosphat und Pottasche zu den Häfen von Akaba adressierte und laut offiziellen Angaben als Grundlage für einen späteren Personenverkehr dienen soll.

Studien der European Investment Bank unterstreichen die volkswirtschaftlichen Vorteile einer leistungsfähigen Schienenachse zwischen Amman und Akaba, insbesondere vor dem Hintergrund steigender Landtransportkosten und Treibstoffpreise. Neben erheblichen Mobilitätsgewinnen werden auch positive Beschäftigungseffekte erwartet – mit zahlreichen Arbeitsplätzen in der Bauphase sowie zusätzlichen dauerhaften Stellen im Betrieb.

Stand: 02.02.2026

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