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Ansicht des Kraftwerkes Eamshaven.
© Kara | stock.adobe.com

Mosambiks Temane-Gaskraftwerk nimmt Kurs auf 2027

Bau des 450-MW-Gaskraftwerks wurde wieder aufgenommen und soll zur Stabilisierung der Stromversorgung beitragen

Lesedauer: 1 Minute

Mosambik Energiewirtschaft
26.08.2026

Mosambik setzt den Ausbau seiner Energieinfrastruktur fort. Nach wetterbedingten Verzögerungen und vertraglichen Herausforderungen wurden die Arbeiten am 450-Megawatt-Gaskraftwerk Central Térmica de Temane (CTT) wieder aufgenommen. Die kommerzielle Inbetriebnahme ist nun für das Jahr 2027 vorgesehen. Das Kraftwerk entsteht im Distrikt Inhassoro in der Provinz Inhambane und zählt zu den bedeutendsten Energieprojekten des Landes. 

Entwickelt wird das Projekt von CTT, deren Mehrheitseigentümer Mozambique Power Invest (MPI) ist, ein Joint Venture von Globeleq und Electricidade de Moçambique (EDM). Sasol Africa hält einen Minderheitsanteil von 15 Prozent. Als Brennstoff dient Erdgas aus den Gasfeldern Pande und Temane, die von Sasol und der staatlichen ENH betrieben werden.  

Mit Investitionskosten von rund 652 Millionen US-Dollar soll das Kraftwerk künftig eine zuverlässige Grundlastversorgung gewährleisten und Strom für mehr als 800.000 Verbraucher:innen bereitstellen. Die erzeugte Elektrizität wird im Rahmen eines 25-jährigen Vertrags an den nationalen Versorger EDM geliefert. Das Projekt soll damit einen wichtigen Beitrag zur Deckung des steigenden Energiebedarfs von Haushalten und Unternehmen leisten.  

Finanziert wird das Vorhaben von einem internationalen Konsortium aus Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen. Zu den wichtigsten Geldgebern zählen die International Finance Corporation (IFC), die U.S. International Development Finance Corporation (DFC), der OPEC Fund for International Development sowie weitere internationale Partner. ´ 

Besonders relevant ist die Einbindung des Kraftwerks in ein umfassenderes Energieprogramm. Gemeinsam mit dem 563 Kilometer langen Temane Transmission Project soll erstmals eine stärkere Verbindung zwischen den südlichen, zentralen und nördlichen Stromnetzen Mosambiks geschaffen werden.

Die kombinierte Investition in Gasförderung, Stromerzeugung und Übertragungsinfrastruktur übersteigt zwei Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig soll die flexible Kraftwerkskonfiguration künftig die Integration zusätzlicher erneuerbarer Energien in das nationale Stromnetz erleichtern.  

Die Wiederaufnahme des Temane-Projekts eröffnet Geschäftsmöglichkeiten für österreichische Unternehmen in den Bereichen Energie- und Umwelttechnik, Netzinfrastruktur, Automatisierung, Messtechnik, Engineering sowie Stromübertragungs- und Netzmanagementlösungen. Auch Anbieter von Wartungs-, Sicherheits- und Digitalisierungslösungen können von den umfangreichen Investitionen in den mosambikanischen Energiesektor profitieren 

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