Mosambik: Hafen von Maputo erreicht Rekordumschlag
Ausbau von Terminals und Schienenverkehr stärkt Rolle als regionales Logistikzentrum
Lesedauer: 1 Minute
Der Hafen von Maputo hat im Jahr 2025 ein Rekordvolumen von 32 Millionen Tonnen erreicht – ein Anstieg von 3,4 % gegenüber dem Vorjahr. Damit bestätigt er seine Bedeutung als zentrales Logistikdrehkreuz im südlichen Afrika.
Trotz der politischen Unruhen nach den Wahlen 2024, die zeitweise zu einem Stillstand der Hafenaktivitäten führten, konnte die Maputo Port Development Company (MPDC) ihre Leistungsfähigkeit ausbauen. Die Konzession für den Betrieb des Hafens wurde bis 2058 verlängert, während parallel die Kapazitäten der Terminals erweitert wurden. Das Bulk-Terminal wurde auf 16 Millionen Tonnen ausgebaut, und die Magnetit- und Kohleterminals von Grindrod erhöhen ihre Kapazität von 8 auf 12 Millionen Tonnen jährlich.
Ein wesentlicher Treiber des Wachstums war die Schiene: Die Bahnverkehre stiegen um 17 % auf 11,7 Millionen Tonnen und bilden damit einen zentralen Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie des Hafens. Auch die direkten Umschläge der MPDC erreichten mit 15,2 Millionen Tonnen ein neues Höchstniveau.
Die wirtschaftliche Bedeutung zeigt sich in den steigenden Konzessionsgebühren, die 2025 knapp 49 Millionen US-Dollar betrugen. Ergänzt durch Steuern und Dividenden an die staatliche Eisenbahngesellschaft CFM trägt der Hafen erheblich zu den Staatseinnahmen bei.
Mit laufenden Infrastrukturprojekten wie der Fertigstellung der Kanyaka-Inselbrücke im März 2026 und dem kontinuierlichen Ausbau der Terminalkapazitäten positioniert sich der Hafen von Maputo langfristig als wettbewerbsfähiger und integrierter Korridor für die Region.