Aus dem Ausland
Newsflash 07 / 2026
Lesedauer: 22 Minuten
Benvenuta in Italia – Arbeitsbesuch von WKÖ Generalsekretär-Stellvertreterin Eva Liebmann in Mailand und Rom
Am 24. und 25. März begrüßten das AußenwirtschaftsCenter Mailand und das AußenwirtschaftsBüro Rom WKÖ Generalsekretär-Stellvertreterin Eva Liebmann zu einem intensiven zweitägigen Arbeitsbesuch in Italien. Ziel der Mission war es, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen vor Ort zu analysieren, strategische Partnerschaften zu vertiefen und neue Kooperationspotenziale für österreichische Unternehmen zu sondieren. In Mailand standen Gespräche mit CEOs österreichischer Niederlassungen in Italien und hochrangigen Vertreter:innen von Industrieverbänden und der Regierung der Region Lombardei im Mittelpunkt – vor dem Hintergrund aktueller EU-Themen.
Die Lombardei ist Italiens wirtschaftliches Powerhouse und ein zentraler Markt für Österreich: Die Region erwirtschaftet rund ein Viertel des italienischen BIP und steht für etwa 30 % der österreichischen Exporte nach Italien. In Rom lag der Fokus auf Zukunftstechnologien und sicherheitsrelevanten Industrien. Gespräche mit dem Rüstungs- und Raumfahrtskonzern Leonardo, der Nationalen Rüstungsdirektion und dem Branchenverband der Luft-, Raumfahrt-, Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie unterstrichen die Bedeutung der bilateralen Kooperation. Für österreichische Unternehmen eröffnen sich attraktive Chancen als Zulieferer und Technologiepartner.
Den Abschluss bildete ein hochkarätiger Business-Lunch in der Österreichischen Botschaft in Rom. Vertreter:innen aus Politik, Industrie und Institutionen diskutierten dabei zentrale industriepolitische Themen sowie gemeinsame Handlungsfelder zwischen Österreich und Italien.
BootCamp Romandie: Österreichische Unternehmen nehmen Kurs auf die Westschweiz
Die Romandie gewinnt für österreichische Unternehmen weiter an strategischer Bedeutung. Die Schweiz ist für Österreich der viertwichtigste Exportmarkt und der zweitwichtigste Dienstleistungsmarkt. Während viele Markteintritte traditionell in der Deutschschweiz erfolgen, rückt die französischsprachige Schweiz zunehmend in den Fokus – geprägt durch internationale Ausrichtung, hohe Kaufkraft und ihre starke Rolle im Schweizer Innovationsökosystem.
Im Rahmen des zweitägigen BootCamps in Lausanne unterstützten die AußernwirtschaftsCenter Bern und Zürich mehrere österreichische Unternehmen dabei, ihren Fokus gezielt auf die Romandie auszurichten. Auf dem Programm standen praxisnahe Inputs zu Schweizer Marktspezifika, Recht & Steuern, Arbeitsmarkt & Rekrutierung, Branding sowie Go‑to‑Market‑Strategien für die Westschweiz.
Wesentliche Erkenntnisse für Unternehmen
- Die Romandie braucht eine eigene Marktstrategie – anders als Frankreich und die Deutschschweiz.
- Verkaufs- und Entscheidungsprozesse basieren stärker auf persönlichen Beziehungen.
- Eine lokale Präsenz ist entscheidend, um Partner:innen zu gewinnen und im Markt Fuß zu fassen.
Teilnehmende Unternehmen: AFS MEDICAL, AGILOX, SALESIANER Gruppe, marketmind, Rund ums Gleis und Voilà Reisen.
“Austrian Play Arcade: Spielschön” auf dem GDC Festival of Gaming 2026
Das AußenwirtschaftsCenter San Francisco, OPEN AUSTRIA und Pioneers of Game Development Austria (PGDA) präsentierten gemeinsam die Kreativität und das internationale Potenzial der österreichischen Spieleentwicklerszene auf einer der weltweit wichtigsten Bühnen, dem GDC Festival of Gaming 2026 von 9. bis 13. März in San Francisco.
Es fanden zahlreiche Meetups, Paneldiskussionen und Netzwerkveranstaltungen in der ganzen Stadt statt. Von Mittwoch bis Freitag diente der „Austrian Play-Room Spielschön“ als zentrale Plattform für elf österreichische Game Developer und Kreative, die Spielmusik entwickeln. Für die Musik wurde erstmals die Austrian Sound Station: Hörschön organisiert.
- Hier mehr Informationen zu den Teilnehmenden.
Ein besonderes Highlight: Mi'pu'mi Games und Flat Head Studio erhielten jeweils einen der nur acht renommierten „GDC 2026 Best in Play“-Awards, ein starkes Signal für die Innovationskraft und Qualität der österreichischen Branche.
- Hier mehr zu den Auszeichnungen.
Fazit: Die österreichische Spieleentwicklerszene ist dynamisch, kreativ und zunehmend international sichtbar und wächst auf einem beeindruckenden Niveau.
Future 4.0 in Singapur – Zukunft erleben, wo Zukunft entsteht
Das AußenwirtschaftsCenter Singapur begleitete, in Kooperation mit create2040, eine steirische Delegation aus Unternehmer:innen, Startup‑Mentor:innen und zentralen Akteur:innen des Innovationsökosystems nach Singapur. Vor Ort tauchte die Gruppe tief in eines der dynamischsten Innovationsumfelder der Welt ein: vom Austausch mit Technologiezentren wie NTU und Google über einen Besuch des Hyundai Motor Innovation Hub bis hin zu Einblicken in den smarten Stadtteil Punggol, wo Zukunftsplanung sichtbar und erlebbar wird. Der Deep Dive in Singapurs Innovations‑ und Forschungspolitik zeigte deutlich: Der Stadtstaat diskutiert Innovation nicht, er setzt sie konsequent um. Strukturelle Herausforderungen wie begrenzter Raum, fehlende natürliche Ressourcen und hohe Abhängigkeiten werden nicht als Limitierung verstanden, sondern fungieren als Treiber für Erneuerung und als Ausgangspunkt für den Aufbau strategischer Vorteile.
Die Reise machte klar: Zukunft entsteht dort, wo groß gedacht wird, Vielfalt als Stärke gilt und Geschwindigkeit als echter Wettbewerbsvorteil verstanden wird. Das Ziel der Delegation ist es nun, diese Impulse nach Österreich mitzunehmen und zu prüfen, welche Ansätze sich sinnvoll adaptieren und in die eigene Praxis übertragen lassen.
Eröffnungsfeier des China-Austria Innovation Centers
Am 18. März fand in Changzhou, Jiangsu, die Eröffnungsfeier des ersten China–Austria Innovation Centers (CAIC) statt. Von Seiten des AußenwirtschaftsCenters Shanghai nahmen daran der Wirtschaftsdelegierte Christian Fuchssteiner, die stv. Wirtschaftsdelegierte Magdalena Junez sowie der go-international Innovations- & Technologiebeauftragte des AußenwirtschaftsCenters, Hao Luo, teil.
Zum Auftakt der Feierlichkeiten fand am Vorabend der Eröffnung ein gemeinsames Abendessen im kleinen Kreis mit der Parteichefin des Changzhou Zhonglou Districts, weiteren Stadtregierungsvertreter:innen sowie österreichischen Niederlassungsleiter:innen statt. Am darauffolgenden Tag besichtigten die Gäste das neue Innovation Center, komplett mit Co-Working-Spaces, Konferenzräumlichkeiten, Kantine und eindrucksvoller Ausstellungshalle, wo sechs österreichische Top-Unternehmen (AT&S, Fronius, Tyrolit, EREMA, Agilox und Ferrobotics) ihre neuesten Produktentwicklungen präsentieren. Es folgte ein offizieller Austausch mit dem Vizebürgermeister der aufstrebenden Millionenmetropole Changzhou, in der bereits viele österreichische Unternehmen mit eigenen Produktionsniederlassungen - sehr erfolgreich - vertreten sind. Als krönender Höhepunkt wurde das China–Austria Innovation Center im Rahmen einer feierlichen Zeremonie im Beisein des Vizebürgermeisters eröffnet.
Das CAIC ist eine Kooperation zwischen dem Zhonglou District der Stadt Changzhou und der Austrian Technology Corporation GmbH (ATC); Initiierung und Anbahnung erfolgten durch das AußenwirtschaftsCenter Shanghai. Ziel des CAIC ist es, österreichischen High‑Tech-Unternehmen den Zugang zum kompetitiven chinesischen Markt zu erleichtern und strategische Kooperationen zwischen österreichischen und chinesischen Firmen zu fördern. Umgekehrt sollen auch chinesische Tech-Unternehmen aus Changzhou bei ihren Investitionen in Österreich unterstützt und begleitet werden.
Eröffnung der neuen Klinger-Produktionsstätte in Taizhou
Am 27. März fand in der Stadt Taizhou (Jiangsu) die Eröffnungsfeier der neuen Produktionsstätte der Firma Klinger statt. Von Seiten des AußenwirtschaftsCenters Shanghai nahmen daran der Wirtschaftsdelegierte Christian Fuchssteiner, die stv. Wirtschaftsdelegierte Magdalena Junez sowie Xiaoye Zhang (Marketing Officer für Communications) teil. Zum Auftakt der Feierlichkeiten fand am Vorabend der Eröffnung ein gemeinsames Networking-Dinner mit Sun Liangliang, Parteisekretärin des Jiangyan-Districts, statt. Am darauffolgenden Tag folgte die offizielle Eröffnung, bei der der Wirtschaftsdelegierte in seiner Rede die Glückwünsche des AußenwirtschaftsCenters Shanghai überbrachte. Im Rahmen einer Führung durch das neue Produktionswerk erfuhr das Team Shanghai mehr über die geplanten Investitionen der Firma Klinger am Standort Taizhou sowie die strategische Neuausrichtung des Unternehmens in China.
Klinger ist ein niederösterreichisches Traditions-Unternehmen, das 1886 in Österreich gegründet wurde. In den letzten 140 Jahren hat sich das Unternehmen durch die hohe Qualität seiner Produkte eine internationale Marktführerschaft im Bereich industrieller Dichtungs-, Fluidsteuerungs- und Fluidüberwachungssysteme erarbeitet. Mit dem neuen Werk in Taizhou, welches schrittweise erweitert wird, sollen die weitere Optimierung der lokalen Lieferkette und eine deutliche Stärkung der Marktpräsenz in China und ganz Asien erreicht werden.
AMADEUS International School Vienna Informations-Abend in Shanghai
Im Auftrag der AMADEUS International School Vienna organisierte das AußenwirtschaftsCenter Shanghai einen AMADEUS-Informationsabend im „Consul General Club“ im legendären Jinmao Tower. Die Veranstaltung wurde vom Österreichischen Generalkonsulat in Shanghai als ReFocus Austria-Event unterstützt und von der Kulturbeauftragten des Generalkonsulats, Mei Wei, mitbeworben. In seiner Ansprache betonte Generalkonsul Helmut Rakowitsch die engen kulturellen und bildungspolitischen Verbindungen zwischen Österreich und China. Er bezeichnete die AMADEUS International School Vienna als „kulturelle Brücke zwischen den jungen Generationen unserer beiden Länder“.
Rund 50 Gäste, darunter vorwiegend chinesische Familien aus der Shanghaier Mittel- und Oberschicht sowie Vertreter:innen aus dem Musikbereich, nahmen teil. Die Veranstaltung bot ihnen einen umfassenden Einblick in das ganzheitliche Bildungsangebot der Schule – vom IB Diploma Programme über die integrierte Music and Art Academy bis hin zum multikulturellen Internatsleben.
Ein besonderes Highlight war der Auftritt des Geigers Siyi Li, der den zweiten Platz beim Violins & Soul Wettbewerb erreicht hatte. Er spielte auf einer Jacob-Stainer-Violine aus dem Jahr 1665 aus der Sammlung der Familie Goh und wurde zum „AMADEUS Honorary Ambassador“ ernannt - ein würdiger Höhepunkt für einen Abend, der Musik, Bildung und kulturelle Verbundenheit in den Mittelpunkt stellte.
Volles Haus bei Standortveranstaltung in Budapest
Das AußenwirtschaftsCenter Budapest organisierte in Zusammenarbeit mit der Austrian Business Agency (ABA), Ecoplus – Niederösterreichs Wirtschaftsagentur, der Vienna Business Agency und BABEG – Success in Carinthia am 17. März eine Standortveranstaltung in den Räumlichkeiten der Raiffeisen Bank Hungary, um die Vorteile einer Investition in Österreich für ungarische Firmen darzustellen. Die 60 Teilnehmenden erhielten nicht nur einen kompakten Überblick über die wichtigsten rechtlichen und steuerlichen Unterschiede beider Länder, sondern bekamen auch konkrete Tipps zum Geschäftserfolg aus erster Hand.
Die jährlichen Standortveranstaltungen des AußenwirtschaftsCenter Budapest tragen auch dazu bei, dass die ABA 2025 etwa 24 Unternehmensansiedlungen und -erweiterungen aus Ungarn begleitete und Ungarn somit erstmals zweitwichtigstes Herkunftsland bei Ansiedlungen in Österreich wurde.
Rekordteilnahme bei Wirtschaftsmission nach Kambodscha und Laos
Unsere jüngste Wirtschaftsmission nach Kambodscha und Laos zeigte eindrucksvoll: Südostasien rückt für österreichische Unternehmen zunehmend in den strategischen Blickpunkt – gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten. Mit 20 angemeldeten Firmen, vom Schiedsrichter im Sportconsulting bis zu Weltmarkführern im Eisenbahn- und Wasserkraftbereich las sich die Teilnehmenden-Liste wie das Who isWho der österreichischen Industrie. Mit einer Vielzahl an b2b-Gesprächen, Betriebsbesuchen und intensiven Austauschformaten bot die Reise nicht nur konkrete Geschäftsanbahnungen, sondern vor allem wertvolle Einblicke in die zwei Märkte im Aufbruch.
Höhepunkte waren ein hochrangiges Business Forum mit einem stellvertretenden Premierminister, Gespräche mit rund 20 Ministerien sowie Treffen mit insgesamt sechs Ministern. Ergänzt wurde das Programm durch Networking-Formate und Expertensessions, die Raum für Diskussion, Lernen und neue Perspektiven schufen.
Was bleibt, sind konkrete Pläne für die Zukunft, ein vertieftes Verständnis für die Region, neue Kontakte – und die klare Erkenntnis, dass Südostasien für Österreichs Wirtschaft weiter an Bedeutung gewinnt.
Zulieferungen für den Maschinenbau Bayern 2026
Vergangene Woche fand die vom AußenwirtschaftsCenter München organisierte Wirtschaftsmission „Zulieferungen für den Maschinenbau in Bayern“ mit großem Erfolg statt und brachte über vier Tage 21 österreichische Unternehmen mit führenden bayerischen Maschinen- und Anlagenbau- sowie Zulieferbetrieben zusammen. Neben umfangreichen Einblicken in Produktion, Innovation und technologische Entwicklungen bei Unternehmen wie Jungheinrich, TGSK, Liebherr, DMG Mori, Wacker Neuson, Linde und Lentner nutzten die teilnehmenden Firmen die Gelegenheit, sich und ihre Lösungen den deutschen Partner:innen vorzustellen und potenzielle Kooperationsmöglichkeiten zu sondieren. Das große Interesse der Teilnehmenden und das äußerst positive Feedback am Ende der Veranstaltung zeigen deutlich den hohen Nutzen der Mission und bestätigen Bayern einmal mehr als attraktiven Markt für österreichische Zulieferbetriebe.
Die Veranstaltung ist Teil der Internationalisierungsoffensive go-international, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus und der Wirtschaftskammer Österreich.
China: Österreich stellt nachhaltige Baulösungen vor
Auch in China rückt nachhaltiges Bauen immer stärker in den Fokus, das Land will bis 2060 Klimaneutralität erreichen. Bei der vom AußenwirtschaftsCenter Peking organisierten Wirtschaftsmission „Greenbuild“ vom 18. bis 20. März machten sich fünf führende österreichische Unternehmen aus der Holzbau- und Architekturbranche ein Bild von der Lage vor Ort und führten Gespräche mit führenden Organisationen und Firmen. Highlights waren eine gemeinsam mit dem National Center of Technology Innovation for Green and Low-Carbon Building organisierte Holzbau-Fachkonferenz in Peking sowie Fachtermine mit der in Ostchina gelegenen Wuxi Urban Construction Development Group und der Firma Jiazhu Construction Technology, einem der größten Hersteller von Holzbaukonstruktionen Chinas.
Die Wirtschaftsmission zeigte deutlich, dass österreichische Baulösungen in China einen sehr guten Ruf genießen. Nachhaltigkeit ist noch kein Massenphänomen. Gleichzeitig steigert China seine eigenen Ressourcen – etwa durch verstärkte Forschung, Industriekooperationen und Pilotprojekte –, um seine Abhängigkeit vom Ausland mittelfristig zu verringern. Jetzt gibt es noch ein Zeitfenster, um mit österreichischen Lösungen in China zu punkten.
Fachhochschule Wiener Neustadt in Peking und Hongkong
Besonders in turbulenten Zeiten ist geopolitisches Verständnis besonders wichtig. Am 23. März begrüßte das AußenwirtschaftsCenter Peking Professor Robert Pichler und Master-Degree-Studierende der FH Wiener Neustadt zu einem Briefing über die chinesische Wirtschaft, globale Zusammenhänge, und wie das AußenwirtschaftsCenter Firmen im China-Geschäft begleitet. Weiters ermöglichte das AußenwirtschaftsCenter einen Besuch der neuen Xiaomi Automotivfabrik, in der der Elektronik- und Haushaltwarenkonzern 240.000 Elektroautos pro Jahr herstellt.
Darüber hinaus besuchte die Gruppe auch das Büro des AußenwirtschaftsCenters Hongkong, wo die Wirtschaftsdelegierte Jennifer Veigel eine Präsentation über Wirtschaftsdiplomatie, wirtschaftliche Zukunftsaussichten und die Rolle Hongkongs innerhalb der Greater Bay Area hielt. In den darauffolgenden Tagen vertieften die Studierenden ihre Eindrücke durch verschiedene Firmenbesuche und erhielten so praxisnahe Einblicke in die Geschäftstätigkeit österreichischer Unternehmen vor Ort.
Griechenland im Fokus - Österreichische Unternehmen entdecken Chancen in Bau, Energie und Abfallwirtschaft
Vom 18. bis 20. März fand in Athen eine Wirtschaftsmission mit 16 österreichischen Unternehmen aus den Bereichen Bau, Infrastruktur, Energie und Abfallwirtschaft statt. Mit über 25 Teilnehmer:innen und mehr als 65 b2b‑Gesprächen mit führenden griechischen Baukonzernen, Engineering‑Büros und weiteren Branchenakteure setzte die Mission wichtige Impulse für neue Kooperationen am griechischen Markt.
Die Delegation erhielt exklusive Einblicke in zentrale Infrastruktur- und Stadtentwicklungsprojekte, darunter das neue Panathinaikos‑Stadion in Votanikos sowie Europas größtes Stadterneuerungsprojekt, „The Ellinikon“. Ergänzt wurde das Programm durch Unternehmenspräsentationen, Fachgespräche und einen Refocus-Austria‑Networking‑Empfang in der Residenz der österreichischen Botschafterin.
Die Wirtschaftsmission stärkte die Präsenz österreichischer Unternehmen in Griechenland nachhaltig und eröffnete neue Chancen in der nachhaltigen Stadtentwicklung, im Bauwesen sowie in der Energie- und Abfallwirtschaft.
Weitere Eindrücke liefert die Flickr‑Galerie sowie das dazugehörige Kurzvideo.
Die Veranstaltung war Teil der Internationalisierungsoffensive go-international, einer gemeinsamen Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus und der Wirtschaftskammer Österreich.
Österreichische Startups auf Innovationsreise in Vietnam und Hongkong
Fünf innovative österreichische Startups erkundeten während einer einwöchigen Reise des Global Incubator Network (GIN) die Innovationsökosysteme Ho Chi Minh Citys und Hongkongs: Artsip, Cosmotaics, NoxAvis, sowie Zeitgeist Intelligence Market Technologies und AAS – Altitude Advisory Solutions.
In Ho Chi Minh City wurde die Gruppe von Botschafter Philipp Agathonos begrüßt und vom AußenwirtschaftsCenter Ho Chi Minh City betreut. Die Delegation traf zentrale Partner:innen des vietnamesischen Innovationsökosystems, darunter das Institute of Innovation der University of Economics Ho Chi Minh City, den Saigon Innovation Hub, das Saigon Hi Tech Park Incubation Center, Antler Vietnam sowie führende Venture Capital-Firmen wie AVV und VPCA. Vietnam entwickelt sich rasant zu einem der dynamischsten Märkte Südostasiens und bietet attraktive Chancen für österreichische Unternehmen.
Im Anschluss führte die Reise weiter nach Hongkong, wo die Startups eines der bedeutendsten Innovationszentren Asiens erkundeten. Auf dem Programm standen der Besuch der Jumpstarter Conference 2026 sowie eine Tour durch und Termine im Hong Kong Science & Technology Park. Hongkong als das Top-Finanzzentrum in Asien bietet exzellenten Zugang zu Kapital und internationalen Investor:innen, modernsten Technologien und Innovationen aus der Greater Bay Area und vielfältige Chancen für grenzüberschreitende Kooperationen. Für die österreichischen Startups markierte diese Reise einen wichtigen Schritt, um globale Netzwerke aufzubauen und neue Wachstumspotenziale zu erschließen.
Österreichischer Auftritt auf der Work & Study Fair 2026 in Tirana
Am 18. und 19. März nahm das AußenwirtschaftsBüro Tirana im Rahmen der Internationalen Fachkräfte-Offensive (IFO) an der Work & Study Fair in Tirana teil. Neun österreichische Institutionen stellten bei der Katalogausstellung ihre vielfältigen Studienangebote sowie Karrieremöglichkeiten vor. Die Messe bot Schüler:innen, Studierenden und jungen Fachkräften eine ideale Gelegenheit, sich umfassend über Bildungswege und berufliche Perspektiven in Österreich zu informieren.
Das große Besucherinteresse zeigte sich in zahlreichen Gesprächen, bei denen individuelle Fragen beantwortet und konkrete Einblicke in das österreichische Bildungssystem sowie den Arbeitsmarkt vermittelt wurden. Insgesamt konnten viele qualifizierte Kontakte gesammelt und zur weiteren Betreuung an die teilnehmenden Institutionen weitergeleitet werden.
Auf Erkundungstour durch nordmazedonische Betriebe
Die Erkundungsreise des Wirtschaftsdelegierten Jürgen Schreder (AußenwirtschaftsCenter Belgrad) gemeinsam mit Christian Brawenz (Attaché für das Bundesministerium Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft) nach Nordmazedonien diente der gezielten Vorbereitung der Wirtschaftsmission „Agrartechnik: Anlagen und Maschinen für die Landwirtschaft in Serbien und Nordmazedonien“, um geeignete Betriebe für österreichische Unternehmen zu identifizieren.
In Gesprächen mit Unternehmen aus Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung, Wein- und Forstwirtschaft sowie staatlichen Institutionen zeigte sich ein klarer Modernisierungsbedarf, insbesondere bei Technologie, Ausbildung, Bewässerung, Energie und Verarbeitung. Gleichzeitig wurde deutlich, dass viele Betriebe offen für Kooperationen mit Österreich sind und konkretes Interesse an Know-how, Tierzucht, Landtechnik, Kühlketten, Qualitätsmanagement und nachhaltigen Lösungen besteht. Herausforderungen wie Strukturwandel, geringe lokale Rohstoffbasis, Fachkräftemangel und klimabedingte Schäden prägen den Sektor, bieten aber Chancen für österreichische Technologien und Beratungsleistungen. Gespräche mit IPARD‑ und Ministeriumsvertreter:innen zeigten zudem relevante Förderkulissen auf, deren zukünftige Reaktivierung weitere Kooperationsmöglichkeiten eröffnen könnte.
Insgesamt konnten zahlreiche potenzielle Partnerbetriebe entlang zentraler Wertschöpfungsketten identifiziert werden, die sich für die geplante Wirtschaftsmission hervorragend eignen.
Zukunftsreise Niederlande: „Effizienz in der Gastronomie 2.0 – next steps“
Von 23. bis 25. März nahmen elf österreichische Unternehmer:innen der erstmaligen Zukunftsreise in die Niederlande unter dem Motto „Effizienz in der Gastronomie 2.0 – next steps“ teil.
Die vom AußenwirtschaftsCenter Den Haag gemeinsam mit der Österreich Werbung im Rahmen der Internationalisierungsoffensive go‑international organisierte Zukunftsreise widmete sich den zentralen Zukunftsthemen der Hotellerie und Gastronomie: Digitalisierung, Effizienzsteigerung, Nachhaltigkeit und neue Geschäftsmodelle. Die Teilnehmenden erhielten praxisnahe Einblicke, wie niederländische Vorreiter:innen diese Entwicklungen bereits erfolgreich umsetzen. Das Programm bot u.a. Sessions mit dem niederländischen Hospitality-Fachverband Koninklijke Horeca Nederland, dem KI‑Startup Runnr.ai sowie einen Blick hinter die Kulissen des nachhaltigen Hotels Jakarta Amsterdam. Initiativen wie das Future Ready Hospitality Collective und Hotels for Trees präsentierten praktikable Ansätze für nachhaltige Betriebsführung. Unternehmen wie Horeko und Orbisk zeigten, wie digitale Tools, datenbasierte Planung und intelligente Systeme Lebensmittelverschwendung reduzieren und die Effizienz in Gastroküchen steigern. Beim Besuch eines Indoor-Sportzentrums erhielten die Teilnehmenden zudem Einblicke in innovative Freizeitkonzepte, deren operative Umsetzung und die Steigerungsmöglichkeiten der Effizienz beim Besucherflow.
Mit 12 Mio. Nächtigungen sind die Niederlande nach Deutschland der zweitwichtigste Quellmarkt für Österreich. Die Zukunftsreise kombinierte Best Practices, Fachdialoge und Networking und ermöglichte den österreichischen Teilnehmenden, wertvolle Kontakte zu knüpfen und neue Impulse und frische Ideen mitzunehmen.
Vereinigtes Königreich: Großes Interesse an Zukunftsreise „AI for Business – From GenAI to Agentic AI“
Nach einer erfolgreichen ersten Zukunftsreise „AI for Business“ des AußenwirtschaftsCenters London im Dezember war auch die Folgeveranstaltung im März schnell ausgebucht und erhielt exzellentes Feedback der teilnehmenden Unternehmen. An zwei intensiven Tagen tauchte die 20-köpfige österreichische Delegation tief in Londons führendes KI‑Ökosystem ein und erhielt praxisnahe Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um KI-Agenten, Produktinnovation und Enterprise‑AI.
Besondere Programmpunkte waren die Unternehmensbesuche bei Darktrace und Snowflake, wo Themen wie Cybersecurity, Datenstrategien und KI‑Anwendungen im Enterprise‑Bereich im Fokus standen. Ein Höhepunkt für die teilnehmenden Unternehmen war eine Session am Imperial College London zu Human‑Centred AI sowie Entscheidungsfindung und Leadership im KI‑Zeitalter.
Mit einer weiteren erfolgreichen Zukunftsreise stärkt das AußenwirtschaftsCenter London einmal mehr die Vernetzung österreichischer Unternehmen mit führenden britischen Technologieakteur:innen und unterstützt deren Weg zu einer erfolgreichen KI‑Transformation.
Österreich bei der SXSW 2026: Innovation und starke internationale Vernetzung
Mit einer Delegation von über 30 Teilnehmer:innen war Österreich bei der SXSW 2026 in Austin vertreten, um die heimische Innovationskraft international sichtbar zu machen und neue Impulse für Kooperationen zu setzen.
Zum Auftakt lieferten Daniel Castle (Apple) und Reinhard Ekl (Hyper) spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen, ein besonderer Programmpunkt war zudem der Besuch des Apple Campus in Austin. Im Rahmen der CIMIx Breakfast Sessions präsentierten sich Philipp Baldauf (Ahoi Kapptn!), Doris Christina Steiner (neongreen), Helen Todd (CincyAI), Anna Rosinke, Maciej Chmara, Ferdinand Doblhammer, Thomas Knüwer (re:publica) und Kris Hofmann („Out of Nowhere“).
Ein finales Highlight war die musikalische Eröffnung der letzten Session durch die American-Idol-Finalistin Rachel Hale. Weitere Impulse für internationale Kooperationen bot das Business Networking Dinner mit Vertreter:innen von BOLD Minds USA und CincyAI for Humans. Die Mission unterstrich Österreichs Rolle als kreativer, leistungsstarker und international bestens vernetzter Innovationsstandort.
Schweiz: Zukunftsreise „Inklusion Schweiz 2026“ – Barrierefreiheit, Technologie und Teilhabe im Fokus …
Im Rahmen der zweitägigen Zukunftsreise „Inklusion Schweiz 2026“ erhielten österreichische Unternehmer:innen umfassende Einblicke in zentrale Entwicklungen rund um Barrierefreiheit, Assistenztechnologien und inklusive Arbeitswelten. Stationen waren unter anderem die Universität Zürich, die ETH Zürich, das Google Accessibility Discovery Center sowie praxisorientierte Anbieter:innen wie Swiss‑Trac.
Die Inhalte reichten von digitaler Barrierefreiheit und psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz über moderne Unterstützungstechnologien bis hin zu konkreten Beispielen gelebter Inklusion in Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Besonders im Fokus standen der fachliche Austausch mit Expert:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis sowie der Einblick in aktuelle Forschungs- und Implementierungsmodelle.
Die Reise zeigte eindrucksvoll, wie technologische Innovation, Organisationsentwicklung und Inklusion zusammenspielen und welche Ansätze künftig relevant für eine barrierefreie Arbeitswelt sein können.
… Food-Tech der Zukunft: Zwei Tage voller Ideen und Spitzenforschung
Die Schweiz führt den Global Innovation Index seit 15 Jahren ununterbrochen an – ein klarer Beweis für ihre enorme Innovationskraft. Genau diese Stärke wurde auf der Zukunftsreise Food & Innovation eindrucksvoll erlebbar. Von visionären Startups über leistungsstarke Forschungszentren bis hin zu international erfolgreichen Unternehmen: Die Teilnehmer:innen erhielten einen kompakten und spannenden Überblick über die Vielfalt der Schweizer Food-Tech-Landschaft.
Ob kultiviertes Fleisch, neu gedachte Fermentation, Sensorik für die Schokoladenproduktion oder Spitzenforschung an Hochschulen – überall zeigte sich ein ähnliches Bild: hoher Experimentiermut, rasantes Entwicklungstempo und ein Ökosystem, das Innovation aktiv vorantreibt. Die zahlreichen Stationen boten nicht nur faszinierende Technologien, sondern auch wertvolle Kontakte und neue Impulse für kommende Projekte.
Zwei Tage, die eindrucksvoll verdeutlichten, wie Ernährung der Zukunft entsteht – und welches Potenzial in einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Österreich und der Schweiz steckt.
Alimentaria Barcelona: Österreich begeistert als kulinarischer Innovationstreiber
Österreich setzte auf der Alimentaria & Hostelco 2026 ein deutliches Zeichen als innovativer und qualitativ starker Player im internationalen Lebensmittelbereich. 12 österreichische Unternehmen präsentierten ihre Produkte einem hochkarätigen Fachpublikum – mit großem Erfolg und positiver Resonanz.
Der Gemeinschaftsstand der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA entwickelte sich rasch zu einem zentralen Anziehungspunkt für Einkäufer:innen, Importeur:innen sowie Vertreter:innen aus Retail, Gourmet und HORECA. Hohe Besucherfrequenz und viele qualifizierte Gespräche führten zu konkreten Geschäftsanbahnungen und unterstrichen die Bedeutung der Messe für österreichische Unternehmen.
Besonders gefragt waren nachhaltige, kreative und hochwertige Produkte „Made in Austria“, die auf breites internationales Interesse stießen. Verkostungen und direkte Kontakte machten den Stand zu einem lebendigen und attraktiven Treffpunkt während der gesamten Messe.
Die teilnehmenden Unternehmen bewerteten die Messebeteiligung als vollen Erfolg. Österreich bestätigte sich damit als kulinarischer Innovationstreiber und setzte sichtbare Impulse für die internationale Positionierung seiner Betriebe. Die Alimentaria & Hostelco 2026, die ihr 50-jähriges Jubiläum feierte, festigt damit ihre Position als ideale Plattform für Lebensmittel und Getränke – mit über 3.300 Ausstellenden aus 70 Ländern und rund 110.000 Fachbesucher:innen. Praktisch das gesamte Gelände der Fira Barcelona war belegt.
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