Niederlande planen mobile Krankenhauszüge
Milliarden Investition in Kriseninfrastruktur
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In einer viel beachteten Initiative plant das niederländische Verteidigungsministerium, ausgemusterte Zugwägen zu mobilen Krankenhäusern umzubauen. Im Krisenfall sollen die rollenden Kliniken verletzte Truppen schnell aufnehmen und transportieren können. Die massentaugliche Transportmethode soll klassiche Evakuierungsmaßnahmen entlasten und ist insbesonderes dann dienlich, wenn der Luftraum nicht gesichert werden kann. Laut den vorläufigen Plänen, sollen die Züge in ganz Europa einsatzfähig sein und im Fall einer Störung der Oberleitung auch durch Diesel betrieben werden können.
Breiter logistischer Ausbau
Das Projekt ist Teil des Programms ‚Versterken geneeskundige keten‘ (‚Stärkung der medizinischen Ketten‘). Mit dieser Initiative reagiert Den Haag auf wachsende sicherheitspolitische Spannungen in Europa und folgt dem Trend zahlreicher EU-Staaten, die militärische Mobilität und Dual-Use-Infrastruktur zu verstärken. Insgesamt sind Investitionen von rund 1,5 Mrd. € für logistische Modernisierung geplant, davon sollen 50-250 Mio. € in die Umgestalltung der Züge fließen.