Einfuhrbestimmungen und Marktzugang in Papua-Neuguinea
Wichtige Zoll-, Genehmigungs- und Investitionsvorschriften für den erfolgreichen Markteintritt
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Zoll- und Einfuhrbestimmungen
Neben den Zöllen fallen auf importierte Waren eine Mehrwertsteuer (GST) in Höhe von 10 % sowie gegebenenfalls Verbrauchsteuern an. Für die Zollabfertigung sind vollständige und korrekte Unterlagen erforderlich (Handelsrechnung, Packliste, Konnossement/Luftfrachtbrief, Ursprungszeugnisse, behördliche Bescheinigungen usw.). Der Zoll legt zunehmend Wert auf eine korrekte Tarifierung und Zollwertermittlung, was zu einer genaueren Prüfung der Sendungen führen kann. Daher wird empfohlen, einen Zollagenten zu beauftragen, um den Importprozess zu vereinfachen und eine korrekte Tarifierung sowie Zollberechnung sicherzustellen.
Quarantäne und produktspezifische Einfuhrgenehmigungen
Die Nationale Behörde für Landwirtschaft und Quarantäneinspektion (NAQIA) regelt die Einfuhr von Lebensmitteln, Pflanzen, Tieren, Saatgut und biologischem Material. Für viele Waren ist eine Einfuhrgenehmigung erforderlich, die vor dem Versand eingeholt werden muss; die Originalgenehmigungen sind an der Grenze vorzulegen.
Marktzugang, ausländische Investitionen und „vorbehaltene Tätigkeiten“
Für den direkten Export aus Österreich sind keine Investitionsgenehmigungen erforderlich. Die Gründung einer physischen Präsenz in Papua-Neuguinea, wie beispielsweise einer Tochtergesellschaft, einer Vertriebsniederlassung oder eines Vertriebshändlers, löst jedoch Compliance-Anforderungen und Verpflichtungen gemäß den ausländischen Investitionsvorschriften von Papua-Neuguinea aus. Ausländisch kontrollierte Unternehmen müssen in der Regel eine Zertifizierung von der Investment Promotion Authority (IPA) einholen. Bestimmte kleine oder sensible Branchen unterliegen Beschränkungen gemäß der „Reserved Activities List“ von Papua-Neuguinea, die derzeit überprüft wird und möglicherweise aktualisiert wird.
Dieser Beitrag wurde uns von Greg Berry, DFK Mayberry Chartered Accountants, Port Moresby, zur Verfügung gestellt.
Das AC Syndey organisiert Ende August 2026 eine Wirtschaftsmission Pazifik, bei der österreichische Unternehmen Geschäftschancen in Papua-Neuguinea und Fidschi erkunden.