Senegal: Neuer Wirtschaftsbericht
Wirtschaftslage, besondere Entwicklungen, Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich
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SenegalHighlights
- Trotz hoher Staatsverschuldung BIP-Wachstum von 6,7 % im Jahr 2025 und starkes Wachstum des Kohlenwasserstoffsektors.
- Erdöl etabliert sich zunehmend als eines der zentralen Exportgüter und ergänzt damit die traditionell bedeutenden Ausfuhren von Gold, Phosphaten, Fisch und Agrarerzeugnissen.
- Für 2026 derzeit lediglich rund 2,2 % reales BIP-Wachstum in Aussicht.
- Österreichische Waren-Ausfuhren betrugen 2025 60 Mio. Euro.
- Zusätzliche wirtschaftliche Impulse durch die Olympischen Jugendspiele von 31.10. bis 13.11.2026 erwartet.
Politische Spannungen bremsen wirtschaftliche Stabilisierung und Reformkurs
Der Senegal, der einst als wirtschaftlicher Motor und stabiler Vorreiter des frankophonen Westafrikas galt, hat diese führende Rolle in der Region verloren. Unter der Führung von Präsident Bassirou Diomaye Faye, der im April 2024 aus dem Gefängnis heraus direkt zum jüngsten Staatsoberhaupt des Landes gewählt wurde, durchlebt die Nation eine tiefgreifende Krise. Nach der Aufdeckung einer jahrelang verschleierten Staatsverschuldung, vor Fayes Amtszeit, von rund 132 Prozent des BIP steht das Land vor einem harten Schuldenrestrukturierungsprozess und massiver Haushaltskonsolidierung. Das Vertrauen internationaler Investoren ist angesichts der wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen verhalten. Zur Stabilisierung der Staatsfinanzen und Umsetzung der „Vision Sénégal 2050“ setzt Präsident Faye seit Juni 2026 auf den Technokraten Ahmadou Al Aminou Mohamed Lô als Premierminister. Die Absetzung des Vor-Premierministers Ousmane Sonkos und seine kurz darauf erfolgte Übernahme des Vorsitzes der Nationalversammlung verschärften jedoch die politischen Spannungen und erschweren aktuell die Umsetzung der Reformagenda erheblich.