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Frontale Aufnahme zweier hintereinander parkender Lastkraftwägen im Ausschnitt.
© Tomasz Zajda | stock.adobe.com

Serbien: Geplante LKW- Grenzblockaden am 14. April 2026 (vorerst) abgesagt

Frächter hoffen auf eine Lösung der EU

Lesedauer: 1 Minute

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Serbien Nahrungsmittel/Softdrinks Logistik
Stand: 07.04.2026

Der serbische Frächterverband - der Initiator der Anfang 2026 organisierten Grenzblockaden an den serbischen Übergängen zur Europäischen Union – hatte bekanntlich beschlossen, am 14. April 2026 erneut die Grenzübergänge zu den EU-Ländern zu blockieren. Am 7.4.2026, wurde die Entscheidung getroffen, die geplanten Grenzblockaden vorerst abzusagen, da man zuversichtlich sei, dass die Arbeitsgruppe der Europäischen Kommission in Brüssel eine zufriedenstellende Lösung für die LKW Fahrer aus Drittstaaten finden werden.

Bitte beachten Sie, dass sich die Entscheidungen auch schlagartig in jede Richtung wieder ändern können, in Abhängigkeit davon, ob weiter an der Lösung gearbeitet wird.

Vorgeschichte

Nach der Einführung des neuen Entry/Exit-Systems (EES) stehen Transportunternehmen aus Drittstaaten vor erheblichen Herausforderungen im Zusammenhang mit den EU‑Aufenthaltsbestimmungen. Gemäß EU‑Recht dürfen Fahrer aus Nicht-EU-Ländern innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen lediglich 90 Tage im EU-Gebiet verbringen – eine Regelung, die den tatsächlichen Bedarf der Branche deutlich unterschreitet. Eine Verlängerung des Aufenthaltsrechts über ein Visum ist derzeit rechtlich nicht möglich.

Aus diesem Grund hatte der serbische Frächterverband gemeinsam mit Frächtern aus Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie weiteren Nachbarländern zu Protestmaßnahmen gegriffen und die Grenzübergänge zu EU‑Mitgliedstaaten blockiert. Die Blockaden wurden am 30.01.2026 wieder aufgehoben, nachdem die Europäische Kommission in Brüssel zugesagt hatte, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die sich mit der Erarbeitung praktikabler Lösungen für die Branche befassen soll.

Falls keine schnelle Lösung gefunden wird, wird es ab 10.4.2026 für alle (!) serbischen LKW Fahrer nicht mehr möglich sein in die EU zu fahren, da danach bereits alle LKW Fahrer gegen die 90/180 Regel verstoßen würden.

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an das AußenwirtschaftsCenter Belgrad

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