Serbien: Frächter schlagen weiterhin Alarm wegen EES
Serbische Entscheidung über erneute LKW- Grenzblockaden fällt am 3.3.2026
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Nach dem Meeting des serbischen Frächterverbandes mit der Arbeitsgruppe der EU – Kommission am 27. Februar 2026 wurde entscheiden, dass man nach dem geplanten Termin nächste Woche mit dem serbischen Premierminister Macut entscheiden werde, ob und im welchem Umfang die nächsten Grenzblockaden durchgeführt werden. Die Entscheidung wird somit am 3.3.2027 nachmittags vorliegen.
Vorgeschichte
Am Freitag, 30.1.2026 um 15.00 wurden bekanntlich alle Grenzblockaden an den serbischern Grenzen wieder aufgehoben.
Am 3.2.2026 hatten sich Vertreter der EU-Kommission und Minister der Westbalkan-Staaten zu einem Treffen über die Aufenthaltsbeschränkung von Berufskraftfahrern aus Drittstaaten im Schengen-Raum versammelt.
Die EU-Kommission bestätigte die Dringlichkeit des Problems und kündigte die Einrichtung einer Arbeitsgruppe für Februar 2026 an, die ein pragmatisches Übergangsmodell erarbeiten soll und wird täglich mit den Botschaftern der Westbalkan-Staaten in Brüssel kommunizieren. Im Rahmen des Treffens wurde eine spezielle Vorgangsweise für Kontrollbehörden der Schengen-Staaten vorgeschlagen.
Vertreter der Frächter aus Serbien und Bosnien-Herzegowina warnen vehement, dass bei fortgesetzten Festnahmen und Abschiebungen der LKW-Fahrer neuerliche Proteste und Grenzblockaden nicht ausgeschlossen seien.
Falls keine Lösung gefunden wird, wird es ab 10.4.2026 für alle (!) serbischen LKW Fahrer nicht mehr möglich sein in die EU zu fahren, da danach bereits alle LKW Fahrer gegen die 90/180 Regel verstoßen würden.
Die Logistikbranche hatte eindringlich davor gewarnt, dass die Kombination aus verpflichtender biometrischer Erfassung, der automatisierten Kontrolle der 90/180 Tage Regel sowie dem Fehlen jeglicher Sonderregelungen für Berufskraftfahrer zu massiven Engpässen im Warenverkehr führen wird.
Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an das AußenwirtschaftsCenter Belgrad.