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Topshot verschiedener Fleisch- und Milchprodukte auf dunklem Untergrund
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Serbien: Neue Proteste gegen die Einfuhr von Milch- und Fleischprodukten

Fortsetzung der Importhemnisse zu erwarten

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Serbien Agrarwirtschaft Nahrungsmittel/Softdrinks
Stand: 12.12.2026

Das Jahr 2025 begann mit der Einführung eines Importverbots für tierische Produkte aus Fleisch und Milch aus Ländern, in denen Tierseuchen festgestellt worden waren. Dieses Verbot ist weiterhin in Kraft und prägt nach wie vor den außenhandels- und agrarpolitischen Rahmen.

Im Zuge dieser Maßnahmen leitete Serbien neue Abstimmungen mit sämtlichen Partnerländern ein, um die für die Einfuhr von tierischen Lebensmitteln erforderlichen Exportzertifikate an die aktuelle Seuchenlage anzupassen.

Ergänzend wurden bestehende Importgenehmigungen widerrufen sowie eine neue, deutlich sichtbare Kennzeichnungspflicht eingeführt. Produkte, die pflanzliche Öle – etwa Palmöl – enthalten, müssen seither mit einem gelben Dreieck versehen werden, um Verbraucherinnen und Verbraucher transparent zu informieren.

Der serbische Landwirtschaftsminister Dragan Glamočić erklärte Mitte 2025 in mehreren Medienauftritten, dass das Ministerium bis auf Weiteres keine Importgenehmigungen für Milch, Milchprodukte oder palmölbasierte Milchersatzprodukte erteilen werde.

Am 11. Februar 2026 kam es erneut zu Protesten serbischer Viehzüchter: Mehrere Hundert Traktoren blockierten die wichtigste Durchzugsstraße in Zentralserbien. Hintergrund sind unter den Produktionskosten liegende Ankaufspreise für Milch und Fleisch. Die Landwirte kündigten an, ihre Straßenbloc

kaden für rund sieben bis zehn Tage fortzusetzen und darüber hinaus Protestaktionen wie das Ausbringen von Milch und Gülle durchzuführen, solange, bis folgende Forderungen erfüllt sind:

  • Schutz des heimischen Milch- und Fleischmarktes durch Einfuhrabgaben und Quotensysteme
  • Einrichtung eines Grenzkontrolllabors, um Missbrauch und Unregelmäßigkeiten bei Importen von Milch und Molkereiprodukten zu verhindern
  • Einführung von Antidumping-Maßnahmen gegen Produkte, die die heimische Landwirtschaft gefährden
  • Rückkehr zu kostendeckenden Milch- und Fleischpreisen, also auf das Niveau vor den Preissenkungen
  • Garantierte Abnahme der erzeugten Milch aller Produzenten

Es ist somit auch weiterhin mit Importhindernissen für den Import von Fleisch – und Milcherzeugnissen nach Serbien zu rechnen.

Für weitere Fragen steht das AussenwirtschaftsCenter Belgrad gerne zur Verfügung: belgrad@wko.at

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