Slowenien investiert in Stromnetze – neuer Smart-Grid-Förderaufruf ab 2026 geplant
Schwerpunkt liegt auf Netzinfrastruktur, Versorgungssicherheit und erneuerbaren Energien
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Slowenien treibt die Modernisierung seiner Strominfrastruktur weiter voran und greift dabei verstärkt auf europäische Fördermittel zurück. Bis 2030 sollen rund 300 Millionen Euro aus dem EU‑Modernisierungsfonds in den Ausbau und die Digitalisierung der Übertragungs- und Verteilnetze investiert werden. Erst kürzlich wurden Projekte im Gesamtvolumen von mehr als 170 Millionen Euro unterzeichnet
Mit den Investitionen verfolgt Slowenien mehrere Ziele: Die Versorgungssicherheit soll verbessert, bestehende Netzkapazitäten erweitert und die Integration erneuerbarer Energien erleichtert werden. Gerade im Zuge der Energiewende sowie durch die zunehmende Elektrifizierung und den Hochlauf der E‑Mobilität gewinnen leistungsfähige und flexible Netze an Bedeutung
Zu den aktuellen Vorhaben zählen unter anderem der Ausbau städtischer Verteilnetze, die Modernisierung von Umspannwerken, der Bau neuer Hochspannungsleitungen sowie die Digitalisierung wichtiger Netzkomponenten. Ein großer Teil dieser Projekte wird durch EU‑Mittel mitfinanziert.
Darüber hinaus plant das slowenische Umwelt-, Klima- und Energieministerium einen neuen Förderaufruf für sogenannte Smart Electricity Grids. Für den Zeitraum von 2026 bis 2030 sind rund 69 Millionen Euro aus EU‑Kohäsionsmitteln vorgesehen. Im Fokus stehen dabei intelligente Netze, die bessere Einbindung erneuerbarer Energien, Fortschritte bei der Elektrifizierung im Wärmesektor sowie der Ausbau der Ladeinfrastruktur.
Insgesamt setzt Slowenien damit auf einen gezielten und schrittweisen Ausbau seiner Stromnetze, um Energiewende, Versorgungssicherheit und Digitalisierung nachhaltig miteinander zu verbinden.