Zum Inhalt springen
Dokumente mit statistischen Abbildungen, darauf liegend Brille, Lupe und Kugelschreiber, darüberliegend Overlay leuchtender Linien, die in Punkten zusammenlaufen
© tonefotografia | stock.adobe.com

Aktuelle Einschätzung zur Wirtschaftslage in den VAE

S&P Global: Wachstumsprognose für 2027 – 2029 von durchschnittlich 6 Prozent

Lesedauer: 1 Minute

Einen Moment bitte. Ladevorgang läuft ...
0:00
Audio konnte nicht geladen werden. Erneut versuchen
0:00
0:00
Vereinigte Arabische Emirate
Stand: 24.06.2026

S&P Global hat die bislang umfassendste Einschätzung zu den Auswirkungen des Krieges auf die Wirtschaft der VAE veröffentlicht.

S&P geht davon aus, dass das reale BIP der VAE im Jahr 2026 um 2,7 % schrumpfen wird, nachdem die Wirtschaft 2025 noch um rund 6 % gewachsen war. Im Gegensatz dazu geht die aktuelle Prognose des IWF auch für 2026 noch von einem Wirtschaftswachstum in den VAE von rund 3 % aus. Die Ölproduktion, die 2025 im Schnitt bei 3,1 Millionen Barrel pro Tag lag, dürfte 2026 nur noch 2,5 bis 2,6 Millionen Barrel pro Tag erreichen. Gleichzeitig stehen Tourismus, Immobilien sowie verarbeitendes Gewerbe, Handel und Bau unter Druck — zusammen machen diese Sektoren rund 45 % des BIP der VAE aus.

Die gute Nachricht ist, dass die VAE die Krise aus einer außergewöhnlich starken Ausgangslage heraus bewältigen. Die Vermögenswerte der Staatsfonds und die Devisenreserven entsprechen zusammen rund 200% des BIP. Der fiskalische Break-even-Ölpreis liegt bei etwa 45 US-Dollar pro Barrel und zählt damit zu den niedrigsten weltweit. Der Nicht-Öl-Sektor ist in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt um rund 7% pro Jahr gewachsen.

Auch die weiteren Aussichten sind vorsichtig positiv: S&P geht davon aus, dass Situation in der Straße von Hormus im zweiten Halbjahr 2026 beruhigt. Allerdings dürfte sich die Erholung bei einer anhaltenden Waffenruhe nur langsam vollziehen. Operative Engpässe, beschädigte Infrastruktur, Einschränkungen im Schiffsverkehr und eine weiterhin vorsichtige Haltung von Investoren und Unternehmen werden Zeit benötigen, um sich zu erholen. Einen Wirtschaftsaufschwung erwartet S&P daher wahrscheinlich erst 2027 — dann sollten eine höhere Ölproduktion, die Rückkehr des Tourismus, eine Stabilisierung des Immobilienmarkts und fiskalische Überschüsse von durchschnittlich 7% des BIP im Zeitraum 2027 bis 2029 das Wachstum wieder beflügeln.

Der Ausstieg aus der OPEC wird zusätzlich dabei helfen: S&P erwartet, dass die Ölförderung im kommenden Jahr auf 4 Millionen Barrel pro Tag steigert, nach 3,4 Millionen Barrel pro Tag im Februar, und bis 2029 auf 5 Millionen Barrel pro Tag ausbaut. Genau dieses Ziel hatte ADNOC offiziell bereits für das kommende Jahr gesetzt. Auf dieser Basis rechnet S&P für 2027 bis 2029 mit einem durchschnittlichen realen Wachstum von 6%.

Weitere interessante Artikel
  • Eine rote U-Bahn mit mehreren Waggons fährt vom Bahnsteig ab

    24.04.2026

    Dubai Metro Gold Line: Neue U-Bahnlinie ab 2032
    Weiterlesen
  • Holzwürfel mit Lettern Steuern sind auf einem Haufen verschiedener Euro Münzen und Euro Geldscheinen platziert

    24.03.2026

    Firmengründung und Steuern in den Vereinigten Arabischen Emiraten
    Weiterlesen