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Bau-Landesinnungsmeister KommR Bernhard Breser
© WKB

Bauwirtschaft fordert Gewerbediesel als wirksame Entlastung für Betriebe

Wettbewerbsfähigkeit sichern, Inflation dämpfen

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Aktualisiert am 12.10.2026

Die Wirtschaftskammer Burgenland fordert angesichts der nach wie vor hohen Treibstoffpreise einen vergünstigten Gewerbediesel als Entlastung für die Betriebe und positives Zeichen für die Absicherung des Wirtschaftsstandorts, besonders betroffen ist die Bauwirtschaft.


Der Dieselpreis ist nach wie vor auf einem hohen Niveau. Österreich zählt bei den Treibstoffkosten für den Schwerverkehr zu den teuersten Standorten Europas, das schwächt die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und belastet letztlich die gesamte Wirtschaft sowie die Konsumentinnen und Konsumenten.

 

Transportwirtschaft, Lieferketten und Werkverkehr besonders betroffen

Besonders betroffen seien neben den Unternehmen aus der Güterbeförderung, dem Bus- und Reiseverkehr, das Baugewerbe sowie zahlreiche Dienstleistungen, die auf einen funktionierenden Güter- und Personen-Transport angewiesen sind. In einer ohnehin angespannten wirtschaftlichen Situation verschärften die hohen Energiekosten den Druck auf die Betriebe zusätzlich.

 

„Die Politik hat bei den Stromkosten gezeigt, dass gezielte Entlastungsmaßnahmen möglich sind. Einen vergleichbaren Ansatz braucht es jetzt auch beim Treibstoff. Die Transportwirtschaft ist das Rückgrat der Versorgung unseres Landes. Wenn die Kosten weiter explodieren, wirkt sich das auf Lieferketten, Preise und Arbeitsplätze aus“, so Landesinnungsmeister KommR Bernhard Breser.  

 

Immerhin: Für ein Bauunternehmen mittlerer Größe ist mit Mehrkosten von 5.000 Euro pro Monat zu rechnen, bei einem mittelständischen Erdbaubetrieb, der mehrere Maschinen und Transporter im Einsatz hat, schlagen die Dieselkosten mit rund 50.000 Euro pro Monat zu Buche. Beträge, die kalkuliert werden müssen.

 

Wettbewerbsfähigkeit sichern, Inflation dämpfen

Die Baubranche fordert daher die rasche Einführung eines Gewerbediesels nach dem Vorbild anderer europäischer Länder. Dieser könnte über eine teilweise Rückvergütung der Mineralölsteuer beziehungsweise der CO₂-Bepreisung umgesetzt werden.

 

„Unsere Betriebe stehen im harten Wettbewerb. Während zahlreiche Nachbarstaaten ihre Transportwirtschaft gezielt entlasten, geraten österreichische Unternehmen zunehmend ins Hintertreffen. Ein Gewerbediesel würde die Wettbewerbsfähigkeit stärken, Investitionsspielräume schaffen und gleichzeitig dazu beitragen, den Inflationsdruck zu reduzieren“, erklärt der Branchenvertreter.

 

Darüber hinaus sei die Maßnahme ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der heimischen Versorgung. „Wer die Versorgungssicherheit und den Wirtschaftsstandort Österreich stärken will, muss jetzt handeln und die Betriebe spürbar entlasten“, fordert Bernhard Breser abschließend.


 

Bau-Landesinnungsmeister KommR Bernhard Breser// Foto © WKB