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KommR Bettina Mayer-Toifl, Sprecherin des burgenländischen Energiehandels
© WKB/ Lexi

Energiehandel empört über Verordnungschaos

Der Energiehandel kritisiert das Vorgehen scharf und warnt vor gravierenden Folgen für Versorgungssicherheit und fairen Wettbewerb.

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Aktualisiert am 01.04.2026

„Es ist inakzeptabel, dass fünf Stunden vor Inkrafttreten der Verordnung weder die konkreten Einzelheiten noch die Verordnung selbst vorliegen“, zeigt sich KommR Bettina Mayer-Toifl, Sprecherin des burgenländischen Energiehandels, empört. „Unsere Unternehmen haben null Planungssicherheit! Um 19:00 Uhr kommt endlich die Verordnung, die von den Branchenteilnehmern am nächsten Tag umgesetzt werden muss.“

Massive Wettbewerbsverzerrungen vorprogrammiert

Völlig ignoriert werde zudem die Struktur des österreichischen Kraftstoffmarktes. Nur rund 40 % des Marktes werden von der einzigen österreichischen Raffinerie beliefert, rund 60 % der Kraftstoffe werden importiert.

„Was hier passiert, ist eine klare Wettbewerbsverzerrung“, warnt Mayer-Toifl. „Vertikal integrierte Konzerne mit eigener Raffinerie können die geforderte Margenkürzung wohl bewerkstelligen. Der überwiegende Teil der verpflichteten Unternehmer hingegen kann die fünf Cent weder abziehen noch kompensieren und muss zusätzlich oft teurer über dem kaum vorhandenen Spotmarkt einkaufen. Das wird keine Spritpreisbremse, sondern ein Spritpreistreiber! Wettbewerb sieht anders aus, wie die Bundeswettbewerbsbehörde festgestellt hat.“

Der Energiehandel warnt eindringlich davor, dass dieses Vorgehen insbesondere kleine und mittelständische Betriebe massiv unter Druck setzt. „Dieses Vorgehen ist unprofessionell und eine echte Zumutung für eine systemrelevante Branche, in der es um Versorgungssicherheit geht“, so Mayer-Toifl abschließend. „Viele Kleinstbetriebe stehen ohnehin unter enormem wirtschaftlichem Druck und haben berechtigte existenzielle Ängste.“

 

KommR Bettina Mayer-Toifl, Sprecherin des burgenländischen Energiehandels // Foto © WKB/ Lexi