Gesundheit neu denken: Was machen die Dänen besser?
Zukunftsreise „Human Centered Health“
Lesedauer: 1 Minute
Dänemark ist international bekannt für ein leistungsfähiges Gesundheitssystem mit starker Ausrichtung auf Prävention und Digitalisierung. Was das Burgenland davon lernen kann, stand im Fokus der Zukunftsreise „Human Centered Health“ der Außenwirtschaft Austria.
Wie kann Gesundheitsversorgung künftig menschlicher, effizienter und technologisch innovativer gestaltet werden? Antworten auf diese Frage suchte eine Delegation der Gesundheitsbetriebe in der Wirtschaftskammer Burgenland im Rahmen der Zukunftsreise „Human Centered Health“, die nach Aarhus, Odense und in die dänische Hauptstadt Kopenhagen führte.
Innovationen zum Anfassen in Aarhus
Was Wohlfahrtstechnologie bedeuten kann, zeigt ein Besuch im Innovationszentrum DokkX in Aarhus. Das einzigartige Kompetenz- und Erlebniszentrum ermöglicht Bürgern, Pflegekräften sowie Angehörigen, neue Technologien auszuprobieren und deren Nutzen im Alltag kennenzulernen. Eine wichtige Serviceleistung im digitalisierten Dänemark ist das „AppsCafé“, welches Menschen beim Erwerb digitaler Kompetenzen unterstützt. Fragen zu digitalen Anwendungen und Problemen können an Sprechtagen vor Ort gestellt werden, gerne kommt ein Berater aber auch nach Hause.
Ein Bett, ein Zimmer, ein Patient
Gänzlich neue Maßstäbe setzt das Universitätskrankenhauses OUH in Odense mit dem Neubau eines Spitals mit 850 Zimmern, Einzelzimmer wohl gemerkt. Nach Ansicht der Spitalsmanager in Dänemark State-of-the-art. Bereits im Einsatz ist ein Gerät, das ohne Zutun einer medizinischen Fachkraft Blut nehmen kann. Es sucht sich selbst die ideale Einstichstelle, entnimmt eine Blutprobe und gibt ein Pflaster auf die Einstichstelle. Selbstredend, dass die Blutproben dann auch mittels Roboter ins Labor gebracht werden. Patienten auf den Gängen werden umfahren, der Lift genommen und für weitere Personen für die Dauer des Transports gesperrt.
Wertvolle Impulse für Österreich
„Besonders beeindruckend sind der hohe Digitalisierungsgrad sowie die konsequente Forschung und Entwicklung neuer Technologien für den Pflegebereich“, resümiert Franz Drescher, der Obmann der burgenländischen Gesundheitsbetriebe.
Dem schließt sich Petra Bischof-Oswald, Obmann-Stellvertreterin der Fachgruppe Personenberatung und Personenbetreuung, an: „Im Mittelpunkt steht vor allem die Frage, wie durch Zusammenarbeit, Innovation und digitale Lösungen mehr Handlungsfähigkeit im Gesundheits-, Pflege- und Betreuungssektor geschaffen werden kann, zum Nutzen aller Beteiligten.“
www.wko.at/aussenwirtschaft/daenemark
Wirtschaftsdelegierte Cosima Steiner (5.v.l.) und Sylke Dau (5.v.r.) vom AußenwirtschaftsCenter Kopenhagen organisierten den Besuch bei der Firma Guldmann, die auf die Entwicklung und Bereitstellung von Wohlfahrtstechnologien und -instrumenten spezialisiert ist, mit Spartenobmann KommR Anton Putz und Obmann Franz Drescher an der Spitze.
Petra Bischof-Oswald testet unter Anleitung von Guldmann-Geschäftsführer Niels Karing die neuesten Entwicklungen.
Friedrich Karner testet den neuen Computer zur Blutentnahme.
// Fotos © WKB