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Franz Drescher, Obmann der burgenländischen Gesundheitsbetriebe
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Gesundheitsprävention - Klare Forderung: Ausbau statt Abbau

Aktuell setzen vor allem die Versicherungsträger in der Gesundheitsprävention verstärkt den Sparstift an – ein Sparen am falschen Ort, warnt die Fachgruppe der Gesundheitsbetriebe. Gesundheitsvorsorge verhindere oder erkenne Krankheiten frühzeitig und beuge so individuellem Leid wie auch langfristigen Kosten vor.

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Aktualisiert am 24.04.2026

Angesichts zunehmenden finanziellen Drucks steht das österreichische Gesundheitssystem vor Reformen. Diese dürften aber nicht zu Lasten der Prävention gehen, appellieren nun die burgenländischen Gesundheitsbetriebe.

Die Lebenserwartung steige, eine Anhebung des Pensionsantrittsalters werde diskutiert - der Gesundheitsvorsorge komme dadurch eine noch größere Bedeutung zu, gibt Franz Drescher, Obmann der burgenländischen Gesundheitsbetriebe, zu bedenken. Vorbeugende Maßnahmen wie etwa Kuraufenthalte oder Programme wie „Gesundheitsvorsorge Aktiv (GVA)“ würden entscheidend dazu beitragen, die körperliche und psychische Gesundheit langfristig zu erhalten.

„Gesunde Menschen fallen seltener krankheitsbedingt aus. Das entlastet das Gesundheitssystem und stärkt die Wirtschaft“, betont Drescher. „Weniger Kosten für Behandlungen und Mitarbeiterausfälle entstehen, Unternehmensabläufe können eingehalten werden. Das Know-how langjähriger Mitarbeiter ist Gold für einen Betrieb – umso mehr in den jetzigen Zeiten des Fachkräftemangels in fast allen Branchen.“

Gesundheitsvorsorge schütze nicht nur den Einzelnen, sondern sei eine Investition in die gesamte Gesellschaft, resümiert der Obmann. „Wer hier spart, zahlt am Ende doppelt – wirtschaftlich und menschlich. Das Burgenland braucht eine starke, gerechte und zukunftsorientierte Gesundheitspolitik. Jetzt ist der Zeitpunkt zu handeln!“

Im Burgenland gibt es insgesamt 99 Gesundheitsbetriebe.

 

Franz Drescher, Obmann der burgenländischen Gesundheitsbetriebe // Foto © WKB