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Spartenobmann KommR Anton Putz, Justin Dissauer und KDS-Firmenchef Markus Dissauer (v. l.)
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Höchste Standards für unser Trinkwasser

Brunnenbau nur durch qualifizierte Brunnenmeister

Lesedauer: 3 Minuten

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Aktualisiert am 12.06.2026

Wasser muss jederzeit in einwandfreier Qualität verfügbar sein – für Haushalte, Betriebe, Landwirtschaft und Tourismus. Gerade in Zeiten, wo Wasser knapp zu werden droht, kommt den Brunnenmeistern in Österreich eine besondere Verantwortung zu.


Brunnenmeister schaffen, sichern und warten jene Anlagen, mit denen Trink- und Nutzwasser gewonnen werden. Ihre Arbeit entscheidet mit darüber, ob Wasser sauber, hygienisch unbedenklich und langfristig verfügbar ist. Wer in diesem Bereich tätig ist, trägt daher Verantwortung für Gesundheit, Leib und Leben.

Warum die Ausbildung von Brunnenmeistern so wichtig ist

Umso wichtiger ist eine fundierte Ausbildung, die fachliches Wissen, praktische Erfahrung und laufende Weiterbildung verbindet. „Der Beruf des Brunnenmeisters ist in Österreich ein reglementiertes Gewerbe. Das ist kein Zufall: Die rechtlichen Anforderungen sind hoch, weil es um sensible Infrastruktur und um die Versorgung mit Trinkwasser geht. Brunnenmeister sind berechtigt, Brunnen und Quellfassungen zu planen, zu berechnen und auszuführen“, erklärt Markus Dissauer, Berufsgruppensprecher der burgenländischen Brunnenmeister.

Bei der verantwortungsvollen Tätigkeit braucht es weit mehr als handwerkliches Geschick. Gefordert sind vielfältige Kenntnisse in Geologie, Hydrologie, Bohrtechnik, Werkstoffkunde, Pumpen- und Anlagentechnik sowie in Hygiene, Arbeitssicherheit und rechtlichen Vorgaben. Auch die Befähigungsprüfung macht deutlich, dass in diesem Beruf hoch spezialisierte Kenntnisse und Problemlösungsfähigkeiten verlangt werden.

Da durch die drohende Wasserknappheit eine gewisse „Goldgräber-Stimmung“ aufkommt, treten mehr und mehr auch Unternehmen in Erscheinung, die die fachliche Qualifikation in diesem Bereich nicht lückenlos erfüllen können, weil die Ausbildung und die Kenntnisse fehlen. 

Unkenntnis kann fatale Auswirkungen haben

Fehler bei Planung, Bau oder Sanierung können schwerwiegende Folgen haben. Schon kleine Mängel können dazu führen, dass Verunreinigungen in das System gelangen, die Wasserqualität beeinträchtigt wird oder Anlagen langfristig Schaden nehmen. Gerade beim Trinkwasser darf es keine Kompromisse geben. Dieses wird in Österreich besonders streng kontrolliert, die Anforderungen der Trinkwasserverordnung sind klar definiert. Um diese Standards bereits bei der Errichtung und Instandhaltung von Brunnenanlagen sicherzustellen, braucht es qualifizierte Fachkräfte, die ihre Verantwortung kennen und ihr Handwerk beherrschen. Eine fundierte Ausbildung ist daher nicht nur eine Voraussetzung für die Gewerbeausübung, sondern ein zentraler Beitrag zur Versorgungssicherheit und zum Gesundheitsschutz.

Gerade bei Brunnenmeistern zeigt sich besonders deutlich: Gute Ausbildung schützt Menschen und sichert die Qualität eines Produkts, das täglich unverzichtbar ist – unseres Trinkwassers.

Befähigungsprüfung auf NQR-Niveau 7

Die Befähigungsprüfung für das reglementierte Gewerbe Brunnenmeister wurde dem NQR-Niveau 7 (von 8) zugeordnet und entspricht damit dem Qualifikationsniveau eines Masterabschlusses.

„Diese Zuordnung macht deutlich, wie anspruchsvoll, vielseitig und verantwortungsvoll die Anforderungen im modernen Brunnenmeistergewerbe und dem damit verbundenen hoch spezialisierten Fachwissen geworden sind“, fasst der Berufsgruppensprecher zusammen.

Brunnenmeister im Burgenland

Im Burgenland gibt es zehn Brunnenmeister, die im Firmen A-Z der WKO abrufbar sind:

https://firmen.wko.at/brunnenmeister/burgenland/

 

Spartenobmann KommR Anton Putz, Justin Dissauer und KDS-Firmenchef Markus Dissauer (v. l.) // Foto © WKB