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JW Summit 2026
© WKÖ

JW Summit: Oberwart als Hotspot für junge Wirtschaftstreibende

24. und 25. September 2026

Lesedauer: 3 Minuten

Aktualisiert am 24.08.2026

Das Burgenland wird Ende September zum bundesweiten Treffpunkt jungen Unternehmertums: Rund 500 Teilnehmende aus ganz Österreich werden zum JW Summit 2026 in der Messe Oberwart erwartet.


Der Countdown läuft: Am 24. und 25. September steht Oberwart mit dem JW Summit im Mittelpunkt der jungen Wirtschaftsszene und wird zur Plattform für Austausch, neue Ideen und starke Netzwerke. Die Junge Wirtschaft erwartet rund 500 Teilnehmende aus ganz Österreich. Mit renommierten Vortragenden, praxisnahen Impulsen und vielfältigen Vernetzungsmöglichkeiten verspricht die Veranstaltung zwei Tage voller Inspiration für die nächste Unternehmer-Generation.

„So viele junge Wirtschaftstreibende aus ganz Österreich im Burgenland begrüßen zu dürfen, ist eine besondere Auszeichnung für unsere Region. Der JW Summit unterstreicht, wie viel Innovationskraft, Mut und unternehmerisches Denken vorhanden sind“, betont JW-Landesvorsitzender Florian D. Piff.

Wie Unternehmen zur starken Marke werden

Ein besonderer Programmpunkt des JW Summit 2026 ist der Vortrag des Kommunikationsexperten Benjamin Kolthoff. Der geschäftsführende Gesellschafter der Hamburger Agentur PUNKT PR begleitet nationale und internationale Marken wie Nintendo, Bridgestone, Deichmann, Mitsubishi oder Radisson und wird in seinem Vortrag „Love Brand statt Commodity“ zeigen, wie Unternehmen über ihre Produkte hinaus starke Marken entwickeln können.

Der Experte vorab im Gespräch:

Ist Markenstärke heute wichtiger als Produktstärke oder müssen beide Hand in Hand gehen?

Kolthoff: Sie müssen zusammengehen – aber sie erfüllen verschiedene Aufgaben. Ein schwaches Produkt lässt sich mit keiner noch so starken Marke dauerhaft retten; die Wahrheit kommt im Gebrauch immer ans Licht. Umgekehrt verpufft ein hervorragendes Produkt, wenn niemand einen Grund hat, sich damit zu identifizieren. Das Produkt liefert die Substanz und die Berechtigung, die Marke liefert die Bedeutung und die Beziehung. Produktstärke schafft Vertrauen, Markenstärke schafft Bindung. Erst beides zusammen ergibt eine Love Brand.

Welchen Einfluss haben starke Unternehmensmarken auf die Wahrnehmung eines Wirtschaftsstandortes?

Kolthoff: Einen enormen. Starke Marken sind die Botschafter ihrer Region – sie zahlen weit über das eigene Unternehmen hinaus auf ein Standortbild ein. Man denke daran, wie sehr „Made in Germany“ von einzelnen starken Marken getragen wird. Wo starke Marken sitzen, entsteht Anziehungskraft: für Investoren, für Partner, für Talente und für die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Ein Standort mit selbstbewussten Love Brands wirkt lebendig und zukunftsfähig – und genau das strahlt auf alle anderen Unternehmen der Region ab.

Welche Bedeutung haben starke Marken bei der Gewinnung von Fachkräften und Talenten?

Kolthoff: Eine zentrale – und sie wird weiter wachsen. Menschen wollen nicht einfach irgendwo arbeiten, sie wollen dazugehören und für etwas stehen. Dasselbe Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit, das Kunden an eine Marke bindet, bindet auch Mitarbeitende. Eine Marke mit klarer Haltung gibt Talenten einen Grund, sich zu identifizieren und zu bleiben – lange bevor über Gehalt und Benefits gesprochen wird. Employer Branding ist deshalb kein separates Thema, sondern dieselbe Markenidentität, nur nach innen und in Richtung Bewerbermarkt gedacht. Wer nach außen als Love Brand geliebt wird, hat es nach innen ungleich leichter, die Besten zu gewinnen und zu halten.


Kommunikationsexperte Benjamin Kolthoff // Foto © PUNKT PR