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Landesgremial-Obmann Manfred Moyses
© WKB

Lebensmittelhandel fordert Neuauflage der Nahversorgerförderung

„Ohne Greißler stirbt das Dorf“

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Aktualisiert am 23.02.2026

Burgenlands Nahversorgung wankt – und mit ihr das Leben in den Gemeinden. In jeder dritten Gemeinde gibt es kein einziges Geschäft mehr. 14 Prozent der Burgenländer leben bereits ohne Nahversorger im Ort – Tendenz steigend. Der burgenländische Lebensmittelhandel fordert eine sofortige Reaktivierung der Nahversorgerförderung - und zwar moderner, treffsicherer und unbürokratischer als je zuvor.


Die bereits angespannte Lage hinsichtlich einer wohnortnahen Versorgung im Burgenland spitzt sich weiter zu. Immer mehr Gemeinden verlieren ihre Greißler, Bäckereien und kleinen Lebensmittelmärkte- vielerorts bleiben nur mehr heruntergelassene Rollläden. Für den burgenländischen Lebensmittelhandel ist klar: Ohne gezielte Unterstützung wird sich der Rückzug der Nahversorgung weiter beschleunigen.

Enormer Druck auf kleine Händler

Steigende Energiekosten, höhere Löhne und Preissteigerungen entlang der gesamten Lieferkette belasten die Betriebe. Parallel dazu verschärfen Diskonter und Onlinehandel den Wettbewerb. „Besonders hart trifft es die, die ohnehin kämpfen“, gibt Manfred Moyses, Obmann des Landesgremiums des Lebensmittelhandels, zu bedenken.

Dringender Handlungsbedarf

Mit dem Auslaufen der Nahversorgerförderung im Vorjahr sei „ein entscheidendes Instrument weggefallen, das vielen Betrieben das wirtschaftliche Überleben sowie Modernisierungen überhaupt erst ermöglicht hat“, so Moyses. „Seitens des burgenländischen Lebensmittelhandels fordern wir daher eine Neuauflage, die moderner, treffsicherer und unbürokratischer als je zuvor sein muss.“

Ein Nahversorger sei für viele Ortschaften mehr als ein Laden, betont der Obmann: „Er ist Begegnung, Versorgung, Lebensqualität. Stirbt der Greißler, verliert das Dorf sein Herz – und ein Stück Zukunft.“


Landesgremial-Obmann Manfred Moyses // Foto © WKB