Lohnnebenkostensenkung bringt Entlastung der Wirtschaft
Ein Prozentpunkt mit großer Wirkung
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Mit der Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt ab 2028 wird eine zentrale Forderung der Wirtschaftskammer umgesetzt. Die Maßnahme spart der Wirtschaft im Burgenland mehr als 59 Millionen Euro und stellt damit eine deutlich größere Senkung als sämtliche Reduktionsschritte bei den Lohnnebenkosten in der Vergangenheit dar. Die positiven Effekte dieser Maßnahme sind groß – für Unternehmen, Arbeitnehmer und den Standort Österreich.
Österreich hat im internationalen Vergleich sehr hohe Lohnnebenkosten und liegt mit einer Belastung des Faktors Arbeit von 47,1 % an 4. Stelle der 38 OECD-Länder. Von 1 Euro an Arbeitskosten verbleiben den Arbeitnehmern netto nur 53 Cent.
„Lohnnebenkosten verteuern Arbeit massiv und bremsen Beschäftigung und Investitionen. Die angekündigte Senkung ist daher mal ein guter Anfang, es ist aber Luft nach oben. Denn: Weniger Belastung auf Arbeit bringt mehr Wachstum, mehr Beschäftigung und mehr Zukunft“, unterstreicht Präsident Mst. Andreas Wirth die Forderung.
Ab 2028 werden die Lohnnebenkosten der Dienstgeber um einen Prozentpunkt gesenkt. 1 Prozent weniger Lohnnebenkosten bedeutet für das Burgenland:
- Entlastung der Wirtschaft im Burgenland: insgesamt 59 Millionen Euro, rund 30 Millionen Euro entfallen auf die gewerbliche Wirtschaft,
- 251 zusätzliche Jobs und
- zusätzliche Wertschöpfung: 29 Millionen Euro.
- 16.800 Jobs, die im Burgenland direkt oder indirekt vom Export abhängen, werden gesichert.
„Sind mehr Menschen in Beschäftigung, steigert dies auch die Kaufkraft im Land. Zudem ist mehr Spielraum für Lohn- und Gehaltserhöhungen vorhanden, die auch direkt im Börsel der Arbeitnehmer spürbar sind“, rechnet Wirth vor.
Durch die Senkung der Lohnnebenkosten sinken die Lohn-Stück-Kosten wieder und der Wirtschaftsstandort Österreich gewinnt an Wettbewerbsfähigkeit. Berechnungen von EcoAustria zeigen: Eine Senkung der Lohnnebenkosten um einen Prozentpunkt schafft österreichweit 10.000 bis 12.000 Jobs.
Zahlen, Daten, Fakten im Überblick: http://wko.at/lohnnebenkosten
Wirtschaftskammerpräsident Mst. Andreas Wirth // Foto © WKB